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Grabsteine und ihre Eigenschaften - Wussten Sie das?

Es gibt zahlreiche Grabsteinarten, aus denen wir unsere Grabsteine herstellen. Damit Sie mehr zur Herstellung und Entstehung erfahren können, haben wir Ihnen in diesem Artikel alles Wissenswerte über die Grabsteinarten zusammengefasst. 

Grabsteine aus Marmor

Bei Marmor handelt es sich um ein Gestein. Dabei bedeutet das Wort Marmor übersetzt soviel wie, „glänzen“ als auch „schimmern“.  

Woher stammt dieser Stein?

Der Marmor zählt zum hochwertigen Gestein bzw. Grabstein, welcher gleichzeitig schwer abbaubar ist. Trotz allem ist das Gestein in vielen Gebieten der Welt auffindbar.

Hauptsächlich in Regionen rund um das Mittelmeer. Die populärsten Marmorbrüche liegen in Frankreich, der Türkei, in Griechenland und in Italien.

Weitere Vorkommen des Marmors sind in dem Iran, China, Indien und Mosambik zu finden. Der bekannteste Marmor stammt aus der Toskana. Die Rede ist vom sogenannten Carrara Marmor. Er zeichnet sich durch seine strahlend weiße Farbe aus. In früheren Zeiten wurde er für die Bildhauerei und den Bau von Gebäuden verwendet. Heutzutage wird er in die ganze Welt exportiert.

Welche Marmorarten existieren?

Der Marmorstein existiert in einer großen Vielfalt. Es gibt ihn in unterschiedlichsten Farben und Marmorierungen. Von schwachen Schattierungen und weißem Marmorstein bis hin zu starken Marmorierungen und schwarzem Marmorstein.

Die Marmorierungen, die den Stein so besonders machen, entstehen aufgrund der andersfarbigen Steinbeimischungen der unterschiedlichsten Ursprungsgesteinen. Somit sind die Marmorierungen des Steines abhängig von der Herkunft.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal des Steines ist das Schimmern der Kalkspatkristalle bei strahlender Sonne.

Die Marmorarten unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf das Äußerliche, es bestehen auch Unterschiede durch die Herkunft, die Verwendungszwecke und in der Pflege. Es gibt den Carrara-Marmor, welcher hellgrau bis weiß ist. Der Marmor-Verde hingegen besitzt eine Grüne Schattierung und der Lasser-Marmor ist rein-weiß und kann grüne, gelbe oder graue Schattierungen besitzen.

Pflegeaufwand eines Marmorgrabsteines

Um den Grabstein so sauber wie am ersten Tag zu halten, ist regelmäßige Pflege vonnöten. Aufgrund dessen, dass der Marmor ein Weichgestein ist und aus vielen Mineralien besteht, besitzt er eine starke Saugkraft, welche auf Dauer zu starken Verschmutzungen führen.

Um die Folgen wie unerwünschte Ablagerungen und Grünspan zu vermeiden, haben wir Ihnen nachfolgend hilfreiche Tipps zusammengefasst. 

  1. Tipp: Verhinderung von Ablagerungen und Grünspan
    Die Verwendung von säure- und tensidfrein Putzmitteln ist empfehlenswert. Beispielsweise Kern- und Schmierseife sind besonders gute Schmutzentferner. Um die Ablagerungen und den Grünspan zu entfernen, sollten Sie für unpolierte Steine Essigessenz sowie für polierte Steine Ammoniakwasser (Salmiakgeist) nutzen.
  2. Tipp: Grabstein putzen
    Um den Grabstein zu reinigen ist keine besondere Anleitung nötig. Der Marmorgrabstein kann mit einem nassen Putztuch geputzt und anschließend mit einem trockenen Lappen getrocknet werden.
  3. Tipp: Beschriftung reinigen
    Um die Fugen und Inschriften richtig zu reinigen, wird eine kleine Bürste benötigt, sodass der Schmutz auch komplett weggeschrubbt werden kann. Hierfür eignet sich beispielsweise eine Zahnbürste hervorragend.

Entscheidungshilfe Marmorgrabstein

Vorteile:

  • Langlebigkeit: Der Marmor ist ein langlebiger Stein. Durch ausreichende Pflege und Reinigung ist er durchaus imstande, eine hohe Lebensdauer aufzuzeigen. Der Marmorgrabstein ist sehr robust.
  • Gestaltung: Das Marmorgestein ist ein optimales Gestein, welches für die Verarbeitung von Figuren und Formen verwendet werden kann. Der Grund dafür ist die Struktur des Steines.
  • Optik: Er bietet eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Arten. Der Marmor wirkt sehr edel und sauber. Die Marmorierungen sind einzigartig und wunderschön.

Nachteile:

  • Kosten: Es gibt große Unterschiede im Hinblick auf die Preise des Marmorgesteins. Die Variation des Preises ist auf die Herkunft und die Sorte zurückzuführen. 
  • Pflege und Reinigung: Der Marmorgrabstein bedarf viel Pflege und Reinigung, um seine schöne Optik beizubehalten. 

Grabsteine aus Sandstein

Herkunft

Wie es uns der Name eigentlich schon verrät, besteht der Sandstein zum größten Teil aus Sand. Weitere Bestandteile des Sandsteins sind verschiedene Minerale. Der Sandstein ist ein Sedimentgestein, entstanden aus mehreren Schichten. Zudem besteht er aus 50 % Sandkörnern. Die Vorkommen des Sandsteins beschränken sich hauptsächlich auf die Flachmeere. Das sind gleichzeitig die Entstehungsorte der Sandsteine. In Deutschland wird man im Mansfelder Land, im Elbsandsteingebirge, Harz, Eifel, Taunus, Schwarzwald und Sauerland fündig. Sandsteine sind durchaus auch in weiteren Ländern in Europa, Indien und China zu finden. 

Steinsorten

Sandsteine können in verschiedenen Farben - gelb, braun, bis hin zu rötlich über bläulich und blau-schwarz auftreten. Es können Figuren, Skulpturen und andere Formen in den Grabstein eingebaut werden. Diese Verarbeitung lässt sich aufgrund der Eigenschaften des Gesteins perfekt durchführen.

Um Sie mit einigen Sandsteinarten bekannt zu machen, stellen wir Ihnen nachfolgend ein paar einheimische Steine vor.

  • Burgpreppacher Sandstein: hellgrau bis leicht braun
  • Elbsandstein: kann gelb bis zu grau sein, sowie Marmorierungen aufweisen.
  • Grünsandstein: gelb-grün bis blau
  • Reinhardtsdorfer Sandstein: weiß bis grau/gelb-grau
  • Es gibt noch viele weitere regionale Sandsteine, die sich für die Herstellung eines Grabsteins eignen

Was muss bei der Pflege des Grabsteins aus Sandstein beachtet werden?

  • Wie reinige ich meinen verschmutzten Grabstein aus Sandstein richtig?
    Für leichte Verunreinigungen ist ein feuchter Lappen und eine weiche Bürste komplett ausreichend. Starke und festsitzende Verschmutzungen können mit Reinigungsmitteln aus dem Einzelhandel bearbeitet werden.
  • Ist eine Imprägnierung meines Sandsteingrabsteines sinnvoll?
    Im Hinblick auf die große Porendichte und die Risse ist eine Imprägnierung auf jeden Fall sinnvoll. Dadurch werden alle Schlitze, Spalten und Öffnungen geschlossen. Somit kann keine Feuchtigkeit und jegliche Verschmutzungen eindringen und der Grabstein ist vor irreparablen Schäden geschützt. Bei Unklarheiten und weiteren Details bietet es sich an, sich an einen Experten zuwenden.
  • Wie wird eine Imprägnierung richtig angewendet?
    Zuerst sollte eine gründliche Reinigung des Grabsteines erfolgen, wodurch alle angesammelten Verschmutzung entfernt werden. Anschließend muss der Grabstein trocknen, bevor die neue Imprägnierung aufgetragen wird. Um einen langfristigen Erfolg zu erzielen, sollte die Imprägnierung alle paar Jahre durchgeführt werden.
  • Wie viel Pflegeaufwand bedeutet dies nun letztendlich?
    Im Grunde benötigt der Sandgrabstein nicht viel mehr Pflege als ein anderer Grabstein. Es ist ausreichend, den Grabstein gelegentlich mit einem Lappen und einer Bürste zu säubern. Jedoch darf man den Pflegeaufwand nicht unterschätzen und vernachlässigen. Es entstehen schnell grüne Stellen, welche durch eine Imprägnierung weniger häufig auftreten können.

Entscheidungshilfe Grabstein aus Sandstein

Vorteil:

  • Kosten: Ein positiver Faktor des Grabsteins aus Sandstein sind die niedrigen Kosten des Steines.
  • einfache Bearbeitung: Da der Sandstein eine so weiche Gesteinsart ist, sind nahezu alle Gestaltungsmöglichkeiten und Verarbeitungen möglich. Es können wunderschöne Grabsteine, Grabdekorationen, Skulpturen, Ornamente, Figuren und Formen hergestellt werden. Zudem ist der Sandstein auch in anderen Bereichen sehr beliebt, beispielsweise in der Bauindustrie.
  • vielfältige Auswahl: Sandsteine können unterschiedliche Farben aufweisen und sie sind sogar mit Marmorierungen versehen.

Nachteil:

  • Wetterunbeständigkeit: Sandsteine besitzen viele Zwischenräume, in deren Oberfläche sich Schmutz und Feuchtigkeit ansammeln kann.
  • hoher Pflegeaufwand: Sandsteine benötigen viel Pflege und müssen häufig gereinigt werden. Jedoch kann durch eine Imprägnierung der Pflegeaufwand deutlich erleichtert werden.

Grabsteine aus Granit

Herkunft

Granit zählt zu einer der ältesten Tiefengesteinen, da Granit bei der Stagnation des Magmas innerhalb der Erdkruste entsteht.  Das Tiefengestein nennt man auch Pluonit.

Sie fragen sich nun bestimmt wie der Granit es von der Erdmitte zu uns an die Oberfläche geschafft hat. Das ist ganz einfach zu beantworten: Aufgrund der ständigen  Bewegung der Erdplatten wurde es über Millionen Jahre hinweg an die Oberfläche befördert.

Der Granit wird vor allem im Süden abgebaut. Länder wie Spanien und Italien besitzen ein hohes Granitvorkommen. 

Besonderheiten und Eignung

Granit gehört zu einer der beliebtesten Steinen für die Bearbeitung von Grabsteinen. Granit besteht aus drei Grundmineralien. Durch die natürliche Beisetzung beim Kontakt zu Nebengesteinen wird das Granitgestein verändert.
Durch diese Veränderung erlangt der Granit seine kennzeichnende Gestalt. Die breit gefächerten Farbspektren, die Musterungen aus Kristallen bestehend oder auch seine mittel- bis grobkörnige Struktur.
Durch unterschiedliche Konzentrationen erhält das Granitgestein verschiedene Farbgebungen, wie beispielsweise helles grau, Rot, blau, bis hin zu gelb oder grün.  
Der Granit ist aufgrund seiner enormen Festigkeit beinahe unzerstörbar. Was die Steinkunst betrifft, eignet sich dieser Stein trotz alledem für einen Grabstein und zählt zu einem der meistgefragten Grabsteine.
Durch seine feste Beständigkeit wird Granit selten für die Bearbeitung von Figuren oder Skulpturen verwendet. Jedoch für Fensterbänke, Böden, Brunnen oder Bäder.

Die beliebtesten Granitgrabsteine sind:

  • Der Baltik braun Granit. Dieser ist erst seit kurzem auf dem Markt und sehr beliebt sowie wetterbeständig.
  • Der Epprechstein Granit stammt aus dem Fichtelgebirge und wird aufgrund seiner Festigkeit so gut wie für alles verwendet. Gebäude, Brunnen und sogar Skulpturen.
  • Der Wurmberger-Granit wird für Innenräume, als auch Außenräume verwendet.
  • Kapustino-Granit ist aufgrund seiner besonderen Farbe (von rot über weiß, bis schwarz) gerne als Grabstein angesehen.


Pflege des Grabsteins aus Granit

  1. Tipp: Unpolierte Steine sind anfälliger für Verschmutzungen. Unser Tipp: Polieren Sie Ihren Stein und verwenden Sie Ammoniakwasser bzw. Salmiakgeist bei nachlässigem Glanz.
  2. Tipp: Dampfreiniger bewähren sich bei vorsichtiger Verwendung, hervorragend für die Entfernung von Verschmutzungen.
  3. Tipp: Falls sie keinen Dampfreiniger besitzen, eignet sich alternativ auch eine weiche Bürste und Wasser, mit der grobe Verschmutzungen abgerieben werden können.
  4. Tipp: Besitzt Ihr Stein hartnäckige Unsauberkeiten, ist ein spezieller Steinreiniger empfehlenswert.
  5. Tipp: In keinem Fall säurehaltige oder tensidhaltige Reinigungsmittel, wie Essigessenz, verwenden. 
  6. Tipp: Ein sonniger Tag ist der beste Zeitpunkt, um einen Granitgrabstein zu säubern. Dadurch trocknet der Stein schnell und Wasserflecken werden vermieden.

Entscheidungshilfe Granitgrabstein

Vorteile:

  • leichter bis geringer Pflegeaufwand: Durch seine Härte kann der Granit fast jedem Einfluss standhalten und muss dementsprechend seltener gepflegt werden.
  • Langlebigkeit: Aufgrund der kräftigen Beständigkeit des Granits ist dieser witterungsbeständig. Durch diese Eigenschaft eignen sich Granitsteine hervorragend für Außenbereiche. 

Nachteile:

  • Gestaltung: Aufgrund der Festigkeit des Steines ist viel Aufwand nötig, um den Stein bearbeiten zu können.

Grabsteine aus Kalkstein

Herkunft

Die wesentlichen Bestandteile eines Kalksteins sind Mineralien wie beispielsweise Calcit.

Viele Kalksteine können bis 600 Millionen Jahre alt sein. Kalksteine werden durch ihre Altersgruppen in verschiedene Arten unterteilt: Kreide, Jurakalk, Triaskalk und Paleozoikum.
Dabei stammen die meisten Kalksteinarten aus biogenetischem Ursprung. Das bedeutet, der Kalk stammt von Lebewesen ab bzw. wurde von ihnen hergestellt. Über viele Millionen Jahre hinweg bildet sich aus dem Kalk (ehemaligen Fossilien und Knochen) ein gefestigtes Sedimentgestein.
Der Abbau des Kalksteins erfolgt in den Alpen von Europa, damit ist der Schwarzwald, das Erzgebirge, die Schwäbische Alb und auch die Fränkische Alb eingeschlossen. Zusätzlich existieren weitere Vorkommen in Ländern wie der Schweiz, in Schweden, in Frankreich, England und Kroatien, Italien, Serbien, Tunesien und auch Vietnam.

Besonderheiten des Kalksteins

Der Kalkstein gilt als Weichgestein und wird in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Das Weichgestein bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten, wodurch alle Formen und Figuren, die sogenannten Grabsteindekorationen, umgesetzt werden können.


Der Kalkstein weist eine robuste Steinstruktur auf und ist beständig gegen Wind und Wetter.  Er verfügt über einen gelben bis beigen Farbton.

Die wohl beliebtesten Ausprägungen sind:

  • Canstatter Travertin
  • Solnhofener Plattenkalk
  • Belgisch Granit

Pflegeaufwand des Kalksteins

Der Kalkgrabstein hat in jedem Fall eine gewisse Pflege notwendig. Was Sie hierbei beachten sollten, haben wir Ihnen kurz zusammengefasst:

  • Sie sollten keine angreifende Reiniger verwenden. Dazu zählen vor allem Essigreiniger und entkalkende Stoffe.
  • Verwenden sie am besten alkalische und umweltfreundliche Reiniger wie Seife und Wasser zum Nachwaschen.
  • Tief sitzende Verunreinigungen (Ablagerungen, Moose) mit einer Wurzelbürste entfernen.

Entscheidungshilfe Grabstein aus Kalkstein

Vorteile:

  • regionales und faires Produkt: Dazu zählt, dass der regionale Kalkstein ein sehr hohes Vorkommen hat und beinahe in ganz Europa erhältlich ist.
  • Preis: Die Kosten richten sich jedoch wie bei allen anderen Natursteinen auch nach der Herkunft, der Sorte, der Farbe und der Qualität.
  • Langlebigkeit: Der Stein besitzt eine hohe Lebenserwartung zwischen 50 und 80 Jahre. Der Kalkstein ist zudem wetterbeständig und für Außenbereiche überaus geeignet.

Nachteile

  • Pflegeaufwand: Wie bei den bereits bekannten Steinen kommt man auch beim Kalkstein nicht an der Pflege vorbei. 
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Grabsteine Eigenschaften - Gesteinsarten
Grabbeigaben - Was Sie darüber wissen sollten

Der Begriff Grab- oder Sargbeigaben ist Ihnen bestimmt nicht fremd. Es handelt sich hierbei um die Beigaben, welche die Hinterbliebenen dem geliebten Verstorbenen mit ins Grab gegeben. Grabbeigaben sind dabei in zwei unterschiedliche Arten unterteilt. Es gibt die „unechten“ Beigaben, auch bezeichnet als „Mitgaben“ und die „echten“ Grabbeigaben.

Zu den „unechten“ Sargbeigaben zählen alle persönlichen Gegenstände, die der Tote zu seinen Lebenszeiten gerne verwendet hat, beispielsweise seinen Schmuck, seine Kleidung, Spielzeuge und andere Gebrauchsstücke.

Im Gegenzug dazu zählen zu den „echten“ Beigaben, angefertigte Gegenstände, die speziell für die Beisetzung erstellt wurden. Totenschmuck oder Grabkeramik zählen zu diesen „echten“ Sargbeigaben.

Zu welchem Zweck wird diese Geste durchgeführt?

Es ist hilfreich einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um die historische Entwicklung betrachten zu können. 

Der Start dieser Sitte bzw. Tradition ist bereits auf die Steinzeit, die Bronzezeit und auch die Eiszeit zurückzuführen. Wirklich belegt wurde die Grabbeigabe allerdings erst in der Antike - im Raum um Griechenland und Italien.

In Griechenland wurden aufgrund der Jenseitsvorstellungen, Münzen als Grabbeigaben verwendet. Dort hatte man die Vorstellung, wer über den Unterwasserfluss Styx gelangen und die andere Seite, das Schattenreich erreichen möchte, muss eine Münze an den Seemann zahlen.

In den Jahren 1977-1978 wurde dann in einer kleinen Gemeinde Griechenlands eine sehr wohlhabende Grabstätte gefunden. Dieses Grab wurde dem Sohn von Alexander dem Großen zugeschrieben. Neben der Leichenasche  wurden zahlreiche Beigaben wie ein goldverzierter Körperpanzer, ein Helm und Schwert, viele vergoldete Gegenstände, ein Silberdiadem und ein Goldkasten entdeckt.

In Rom und den römischen Provinzen sind deutliche Unterschiede zwischen den Regionen und der zeitlichen Einordnung, zu dieser Sitte zu erkennen. In Rom selbst waren nur sehr wenige Grabstätte mit wohlhabenden Sargbeigaben zu finden.

Allerdings hatte in bäuerlichen Gegenden die Beigaben und Gebräuche, bis in die Kaiserzeit bestand. Zusätzlich bildeten sich weitere regionale Traditionen zur Beigabe wie beispielsweise in dem damaligen Kölner Umfeld. Dort wurden die Verstorbenen mit Geschirr ausgestattet, um mit Essen und Trinken versorgt zu bleiben.

In der darauffolgenden Epoche, dem Frühmittelalter wurden vor allem in Europa die Verstorbenen mit unechten Beigaben bestattet. Bei Frauen waren dies meist die übrig gebliebenen Metallstücke der Kleidung, wie z. B.  Schuhschnallen, Wadenbinden oder Kleidungsnadeln. Zusätzlich wurde ihnen ihr Schmuck wie ihre Ohrringe, Ketten oder Ringe beigelegt.

Bei den Männern hingegen wurden Waffen, eine Axt, ein Schild, Pfeile oder Bogen sowie die Gürtelschnallen mit bestattet.

Mit dem Start des  Mittelalters / der Neuzeit und der Ausbreitung des Christentums wurde die Verbreitung und Anwendung dieser Sitte zunehmend untypischer. Es wurden lediglich nur noch in Klerikergräbern Beigaben zugefügt, die den Verstorbenen ehren sollten. Für die Bischofsgräber wurden Ringe, Kelche, Patenen oder Bischofsstäbe dazugelegt.

Wie sieht das heute aus und für welchen Zweck?


Allgemein galt immer, der Verstorbene soll durch die Beigaben im Jenseits versorgt werden. Heutzutage, vor allem in der westlichen Welt, sind die Grabbeigaben weniger mit religiösen oder Jenseitsvorstellungen verbunden.

In der katholischen Glaubensform geschieht die Beilegung der Grabbeigaben aufgrund eines stärkeren religiösen Hintergrunds.

Die Katholiken legen ihren verstorbenen beispielsweise Beigaben in Form von einem Kreuz, Rosenkränzen, Bibeln und auch Gebetsbüchern bei.

Durch die Sargbeigabe wird eine letzte Botschaft an die verstorbenen Person gesandt. So unter anderem, wie sehr Sie diesen Menschen wertschätzten, ihn vermissen und wie stark Sie ihn in Ihren Erinnerungen bewahren möchte.

Durch die Grabbeigaben symbolisieren die Angehörigen Ihre Wertschätzung gegenüber dem Verstorbenen und möchten ihn ehren und würdigen.

Die Grabbeigaben sollen dazu beitragen, die Trauer bewältigen zu können. Durch den bewussten Abschied des Toten wird der Verlauf der Trauerbewältigung positiv geprägt.

Warum lässt die Häufigkeit der Beigaben so nach?

Die Zahl der traditionellen Grabbeigaben sinkt in Deutschland stetig. Womit hängt das  zusammen? Es ist doch eine sehr schöne Geste, dem geliebten Menschen ein Stückchen seines Lebens - zur Erinnerung, mit auf die Reise zu geben.

Der Grund dafür kann sein, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen, dass es ihnen gestattet ist, diese Tradition durchzuführen. Um nun eine eindeutige Antwort zu geben: JA, auf jeden Fall. Es ist sogar sehr erwünscht. In der Regel werden Sie auch vom Bestatter auf die Grabbeigaben hingewiesen.

Welche Grabbeigaben sind erlaubt und welche Grabbeigaben darf ich nutzen?

Grabbeigaben, die mit Bedacht ausgewählt worden sind weisen den letzten Liebesdienst gegenüber dem Toten Menschen auf.

Beispiele könnten eine Schachtel der Lieblingsschokolade sein, schöne Fotos, die tolle Erinnerungen zeigen. Das schönste Kleidungsstück, die liebste Kaffeetasse, das geliebte Kuscheltier oder auch die täglich notwendige und genutzte Lesebrille.

Darüber hinaus kann auch Hochzeitsschmuck oder der Ehering, die liebste Zeitschrift, ein Tagebuch, ein persönlicher Abschiedsbrief oder das beste Buch als Grabbeigabe in Betracht kommen.

Grabbeigaben können vielfältig und verrückt sein und vor allem individuell, wie jeder Mensch selbst. Es ist jedoch wichtig für Sie und die verstorbene Person, dass es eine schöne Bedeutung für sie beide hat (hatte) und auch gleichermaßen Trost spendet.

Verbotene Gegenstände für die Grabbeigaben

Wichtig zu wissen: Es gibt Regelungen bezüglich der Sarg- bzw. Grabbeigaben. Geregelt wird dies regional und ist in den jeweiligen Friedhofssatzungen niedergeschrieben. So besagt die allgemeine Regelung, dass sich die Grabbeigabe selbständig zersetzen sollte und die Umwelt nicht schädigen sowie das Grundwasser nicht verunreinigen darf.

Bei Urnenbestattungen lauten die Vorschriften, dass die Sargbeigaben verbrennbar sein müssen und vor allem nicht explosiv sein dürfen. 

Fazit

Bei den Grabbeigaben oder auch Sargbeigaben handelt es sich um sehr persönliche Gegenstände, welche es den Hinterbliebenen sowie Angehörigen erleichtert soll, Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. 

Da es sich hierbei um Gegenstände handelt, zu welchem beide Personen, sowohl die Hinterbliebenen, als auch der Verstorbene eine enge emotionale Bindung hatten, hilft die Grabbeigabe um “Abschied zu nehmen” und somit ebenso bei der Trauerbewältigung. 

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Grabbeigaben als alte Tradition: Ideen, Anregungen
Die katholische Bestattung – alle Traditionen und Rituale 

Eine neue Weltreligion ist vor etwa 2000 Jahren entstanden - das Christentum. Innerhalb des Christentums haben sich zwei unterschiedliche Glaubensrichtungen gebildet - das Evangelium sowie die Katholiken. 

Im Allgemeinen hat die katholische Bestattung keine exakt vorgeschriebenen Ablauf oder Umfang, die Bestattung wird jedoch von einigen Ritualen und Gebräuchen begleitet. So zum Beispiel die Totenmesse, das Rufen eines Geistlichen, die Beichtabnahme, die Segnung und Salbung. 

Der Ablauf der Beisetzung noch vor dem Tod 

Sobald der Tod eines Katholiken absehbar ist, wird in der Regel ein Geistlicher hinzugezogen. Der Geistliche führt die Segnung und Salbung durch. Hierfür wird ein Tisch mit Kreuz, Kerzen und Weihwasser bereitgestellt. 

Bevor der Sterbende ins “Licht” gehen kann, wird ihm die Beichte ein letztes Mal abgenommen. Seine Seele soll sauber und frei von Sünden sein. 

Anschließend liest der Priester einige Verse aus der heiligen Bibel vor. Im Anschluss sprechen der Priester sowie der Sterbende das Vaterunser-Gebet. 

Der Ablauf der Bestattung nach dem Tod

Der Tod des geliebten Menschen ist eingetroffen. Die Hände des Verstorbenen werden ineinander gefaltet, als würde er ein Gebet aufsprechen. Die Totenmesse ist dabei vergleichbar mit einer letzten Andacht an den Verstorbenen. Hier wird dieser gewürdigt und geehrt. 

Die Teilnehmer der Messe beten und bitten für das Heilen seiner Seele. Der Grund: Der Glaube der katholischen Religion besagt, dass die Seele von Gottes Gnade abhängig ist. Die Gnade Gottes wird hierbei nur durch Fürbitten erlangt. 

Der Tod eines Menschen ist das Ende auf der Erde, dadurch wird ein Neustart  ins ewige Leben im Angesicht Gottes erschaffen. Die Totenmesse ist auch bekannt als Requiem oder Seelenmesse.

Der Ablauf einer katholischen Trauerfeier besitzt bestimmte Vorschriften und Strukturen:

  1. Orgelmusik
  2. Segen mit Weihwasser
  3. Begrüßung des Priesters
  4. Kyrie-Rufe
  5. Eingangsgebet
  6. Schriftlesung aus der Bibel
  7. Homilie mit anschließener Stille
  8. Erlösbitten und Gebet
  9. Sarggeleite zur letzten Ruhestätte


Der Beginn der Trauerfeier wird durch Musik eingeleitet. Die Musik kann entweder den Gesang der Gemeinde oder Musikinstrumente wie die Orgel betreffen. Die Wahl der Musik hängt jedoch von dem Ort ab, an dem die Bestattung vollzogen wird. 

Es ist jedoch üblich, dass bei der kirchlichen Zeremonie, die bekannte Orgelmusik gespielt wird. In der Trauerhalle ist es oft die Harmonie oder eine elektrische Orgel, die die musikalische Begleitung zur Trauerfeier geben. 

Nach der Musik wird der Sarg oder die Urne mit dem Weihwasser beträufelt. Dies dient zur Erinnerung an die Taufe.

Nach diesen zwei Punkten folgen die Begrüßungsworte des Pfarrers an die Trauergemeinde. Direkt im Anschluss werden die drei Kyrie-Rufe gesprochen. Der Priester spricht diese vor und die Gemeinde wiederholt diese Rufe.

Kyrie-Rufe sind Rufe, die um Erbarmung und Treue bitten:

  • „Kyrie eleison" oder „Herr, erbarme dich
  • „Christe eleison" oder „Christus, erbarme dich"
  • „Kyrie eleison" oder „Herr, erbarme dich".

Es wird ein Eingangsgebet von dem Priester gesprochen, der die Situation erklärt und um Gottes Gnade bittet. Anschließend folgt die Lesung aus der heiligen Schrift, der Bibel. 

Die darauffolgende Homilie stellt das Leben des Verstorbenen dar. Die Homilie ist eine Trauerrede oder auch Trauerpredigt. Diese Predigt ist ganz speziell auf den geliebten toten Menschen angepasst. Dabei wird zusätzlich das Leben von Jesus Christus und seine Auferstehung nach dem Tod, mit dem Leben des Verstorbenen verknüpft. 

Durch die folgenden Minuten der Stille können die Hinterbliebenen sich auf die Worte der Predigt besinnen und diese auf ihr eigenes Leben reflektieren sowie vor allem auf das Leben des Toten. 

Danach werden gemeinsame Lieder gesungen und Psalmen gesprochen. Es wird noch einmal zusammen für die Erlösung des Toten gebeten. 

Der Sarg oder die Urne wird dann zu seiner Grabstelle geführt. Der Weg zur letzten Ruhestätte wird durch gemeinsamen Gesang (oft wird das Lied „In paradisum“ gesungen) oder das Klingeln der Kirchenglocken begleitet.

An der Grabstelle angekommen wird das Begräbnis mit Weihwasser und einem Kreuzzeichen gesegnet. Wenn der Sarg dann in das Grab hinab gelassen wird, spricht der Priester folgenden Worte: „Wir übergeben den Leib der Erde. Christus, der von den Toten auferstanden ist, wird auch unseren Bruder (unsere Schwester) zum Leben erwecken.“

Anschließend wird mit einer Schaufel etwas Erde über den Sarg gestreut. Dieser Prozess wird mit den Worten begleitet, wie: „Von der Erde bist du genommen und zur Erde kehrst du zurück. Der Herr aber wird dich erwecken.“

Das letzte Gebet an der Grabstätte ist das Vaterunser-Gebet. Nach diesem Gebet können die Angehörigen Erde oder Blumen auf den Sarg werfen und  so noch einmal in Stille an den Verstorbenen gedenken. 

Besonderheiten einer katholischen Bestattung und worauf sollte man achten?

Die Anhänger des katholischen Glaubens haben theoretisch keinerlei Beschränkungen bezüglich der Bestattungswahl.

Anonyme Bestattungen sind in der christlichen Kirche nicht gestattet. Es muss ein gekennzeichneter Platz zur Verfügung stehen, um den Hinterbliebenen einen Ort der Trauer zu ermöglichen. Es muss also ein konkreter Ort, der mit einem Grabstein und einer Bepflanzung sowie Blumengestecken und Kränzen geschmückt werden kann, sein.


Außerdem stellt der Friedhof in der katholischen Kirche einen heiligen Ort dar. Hier soll ein würdevoller, ehrenhafter und angebrachter Abschied garantiert werden. 

Zu den häufigsten Bestattungsformen der katholischen Glaubensanhänger zählt die Erdbestattung in einem Sarg.  

Fazit

Wie zuvor schon angesprochen, ist die Erdbestattung eine der am häufigsten gewählten Bestattungsformen in der katholischen Kirche. Am Tag der Beerdigung findet so für den Verstorbenen eine Trauerfeier in Form einer Zeremonie statt. Meist erfolgt diese direkt in der Kirche. 

Der Priester führt die Trauergemeinde durch die Trauerfeier, die mit der Orgelmusik eingeleitet und mit der Begleitung sowie dem Ablassen des Sarges im Grab beendet wird. 

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Bestattung im katholischen Glauben Messerschmidt
Anonyme Bestattung - Eine moderne Alternative

Anonyme Bestattung - Ablauf, Kosten und Gründe

Wenn von einer anonymen Bestattung gesprochen wird, ist in der Regel gleichzeitig, die stille Beisetzung gemeint. Bei dieser Art der Beisetzung wird keine Grabstätte errichtet, kein Grabstein gestaltet und eine Beerdigung ohne Trauergäste durchgeführt.

Für diese Art der Bestattung entscheiden sich heutzutage immer mehr Menschen. Dabei kann die  anonyme Bestattung auf  unterschiedliche Arten und Weisen ablaufen.

Es gibt die anonyme Erdbestattung, die anonyme Feuerbestattung, die anonyme Seebestattung, die anonyme Waldbestattung und auch die halbanonyme Bestattung.

Anonyme Erdbestattung

Bei dieser Bestattungsart wird der Sarg mit dem Verstorbenen auf einer Wiese beigesetzt. Die Pflege des „Grabes“ wird von der Friedhofsverwaltung übernommen. Das kann unter anderem bedeuten, dass diese im Anschluss das Mähen des Rasens übernimmt. 

Anonyme Feuerbestattung

Bei der anonymen Feuerbestattung wird der Verstorbene kremiert. Die Urne wird ähnlich wie bei der Erdbestattung in einem Wiesengrab beerdigt.  Auch hier kann das Mähen des Rasens ebenfalls  von der Friedhofsverwaltung übernommen werden. Die Grabstätte besitzt kein Namensschild, wodurch die Zuordnung unmöglich ist und dadurch anonym bleibt. Diese Form der Bestattung wird im übrigen relativ häufig durchgeführt.

Anonyme Seebestattung

Für Menschen, die eine Verbindung zu den Meeren und Seen haben, kommt wohl nur eine Seebestattung infrage. Bei der anonymen Seebestattung, auch unbegleitete Seebestattung genannt, wird der Verstorbene nach der Kremierung in einer wasserlöslichen Urne auf dem Grund des Meeres beigesetzt. Diese Bestattung ist mittlerweile an der Nord- oder Ostsee, im Mittelmeer oder im Atlantik möglich.

Anonyme Waldbestattung

Auch bei dieser Bestattungsform wird der Verstorbene eingeäschert. Diese Form der Bestattung wird auch als halbanonyme Waldbestattung bezeichnet.

Für die Durchführung solch einer Bestattung  gibt es sogenannte FriedWälder, die auch als Bestattungswälder bezeichnet werden können. In diesen Wäldern werden die Urnen beigesetzt.

Wird kein Namensschild an dem jeweiligen Baum angebracht, kann nicht bestimmt werden, wer wo beerdigt wurde, und die Anonymität bleibt gewahrt.

Halbanonyme Bestattungen

Von einer halbanonymen Bestattung wird gesprochen, wenn die Grabstätte durch ein Schild oder eine Tafel mit dem Namen gekennzeichnet wird. Damit ist gewährleistet, dass  die Hinterbliebenen einen Ort haben, an dem sie trauern können. Der exakte Platz des Grabmals bleibt Ihnen jedoch unbekannt.

Darüber hinaus ist in diesem Zuge auch eine Trauerfeier möglich, die jedoch bei dieser Bestattungsart nicht  allzu häufig in Anspruch genommen wird.. Findet eine Trauerfeier statt, kann diese entweder direkt am Sarg oder der Urne durchgeführt werden. Die Trauerfeier findet dabei immer vor der eigentlichen Beisetzung statt.  Eine anschließende  Begleitung zum Grab ist nicht gestattet, denn die Grabstätte soll anonym gehalten werden. Die Angehörigen haben jedoch so die Möglichkeit, sich  würdevoll zu verabschieden.

Welche Gründe sprechen für die anonyme Bestattung?

Die Entscheidung zur anonymen Bestattung wird meistens im Laufe des Lebens getroffen. Es sollte vorab bedacht werden, dass die Hinterbliebenen bei einer anonymen Bestattung keinen Ort haben, an dem Sie trauern oder an Sie denken können.

Besitzen Sie keine Familie oder Angehörigen, die sich um Ihre Grabstätte kümmern können, kann eine anonyme Grabstätte durchaus eine für Sie passende Wahl sein.

Ein anderer Grund für diese Art der Bestattung könnte sein, dass Ihre Hinterbliebenen in einer anderen Stadt oder in sogar in einem anderen Land leben. Dadurch wird die Pflege des Grabes durchaus erschwert.

Man möchte seiner Familie den kleinst möglichen Aufwand bereiten, weswegen sich auch immer mehr Menschen für eine anonyme Bestattung entscheiden. Der Pflegeaufwand fällt dadurch weg. Entscheidet man sich auch gegen ein Erkennungsmerkmal, der Grabstätte, fällt zusätzlich der Trauerort weg.

In jedem Fall sollte die Entscheidung für eine anonyme Bestattung von den Angehörigen und Hinterbliebenen gewürdigt und akzeptiert werden.

Die Kosten

Der Kostenaufwand für eine anonyme Bestattung ist weitaus niedriger, als eine übliche Beerdigung. 

Denn bei dieser Art der Bestattung fallen lediglich die Friedhofsgebühren an. Weitere Kosten für z. B. einen Grabstein oder die Grabpflege fallen komplett weg. 

Alle Kosten sind abhängig von der Gemeinde und der zuständigen Friedhofsordnung, daher können diese auch variieren. 

Es fallen folgende Gebühren an:

  • Kosten für die Urkunde sind zu zahlen bei der anonymen Erd-, See-, Feuer- und Waldbestattung. Diese variieren zwischen 90 € und 140 €.
  • Kosten für die Einäscherung der Leiche sind zu zahlen bei der anonymen See-, Feuer- und Waldbestattung. Die Kosten dafür betragen ca. 200 €.
  • Die Friedhofsgebühren sind zu zahlen bei der anonymen Erd- und Feuerbestattung. Je nach Gemeinde fällt ein Betrag zwischen 1.000 € und 2.000 € an.
  • Eine Reederei ist nur bei der anonymen Seebestattung zu zahlen. Die Kosten dafür betragen ca. 430 €
  • Beisetzungsgebühr/ Basisplatz für FriedWald ist nur bei der anonymen Waldbestattung zu zahlen. Die Kosten für die Beisetzungsgebühr betragen etwa 350 € und der Basisplatz beträgt etwa 500 €.
  • Kosten der Bestatterleistungen (inklusiv des Sarges und der Urne) sind zu zahlen bei der anonymen Erd-, See-, Feuer- und Waldbestattung. Der Betrag variiert zwischen 1.500 € und 1.800 €.
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anonyme Bestattungen im Friedwald mit Grabstein
Die Urne: Material, Bestattungsformen und Kosten

Wünscht der Verstorbene, dass er nach seinem Tod verbrannt wird, haben die Hinterbliebenen die Möglichkeit, die Asche des Verstorbenen in einer Urne aufbewahren zu lassen. Hierfür stehen Ihnen unterschiedliche Behälter zur Verfügung, welche Sie sich meist direkt bei dem zuständigen Bestatter aussuchen können. Die Urne wird dann im Anschluss ganz normal - je nach gewählter Bestattungsform - beigesetzt. 

Was ist eine Urne? 

Bei der Urne, oder auch “Überurne” genannt, handelt es sich um einen Behälter, in welchem die Asche des Verstorbenen aufbewahrt und im Anschluss beerdigt wird. Dabei kommt die Urne immer dann zum Einsatz, wenn es sich um eine Feuerbestattung handelt. 

Der Verstorbene wird also zunächst in einem Krematorium eingeäschert, die Asche in einer Aschekapsel gesichert und im Anschluss in der Urne beigesetzt. Da die Asche in einer Aschekapsel aufbewahrt wird, ist eine Urne theoretisch nicht zwingend notwendig. Jedoch ist sie mittlerweile ein fester Bestandteil der Feuerbestattung und wird heute in aller Regel auch aus optischen Gründen genutzt, so z. B. für die Trauerfeier bzw. Bestattung. 

Die Urne kann aus verschiedenen Materialien bestehen sowie ganz individuell von den Hinterbliebenen gestaltet werden. 

Aus welchem Material kann die Urne bestehen?

Die Urne bzw. der Bestattungsbehälter kann aus verschiedenen Materialien bestehen. In der Regel besteht die Urne aus Materialien wie Holz, Metall, Keramik oder auch Marmor. Zudem sind Urnen in den verschiedensten Formen und Farben erhältlich. Je nach Wunsch der Hinterbliebenen können die Urnen außerdem ganz individuell mit Motiven oder Sprüchen verziert werden. 

Für die Baum- und Seebestattung müssen speziell biologisch und schnell abbaubare Materialien verwendet werden. Denn die Behälter müssen nach einer gewissen Zeit verfallen und dürfen keine Belastung für die Natur darstellen. 

Es ist empfehlenswert, dass Sie sich hierzu ausführlich von Ihrem Bestatter beraten lassen. Dieser weiß meist am besten, welche Urne für welche Bestattungsart geeignet ist. 

Bestattungsformen der Urne

Wie auch bei einer Sargbestattung, gibt es ebenso für die Urne verschiedene Bestattungsformen, welche vom Verstorbenen zu Lebzeiten gewählt werden können oder von den Hinterbliebenen gewünscht sind. 

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist auf unseren Friedhöfen die am häufigst gewählte Bestattungsart. Bei dieser Art der Bestattung wird die Urne ganz klassisch in der Erde beigesetzt. Je nach Friedhofssatzung muss das sogenannte Urnengrab meist ca. 80 cm breit und 80 cm tief sein. Die Ruhezeiten für ein Urnengrab liegen zwischen 20 und 25 Jahren. 

Selbstverständlich können auch für das Urnengrab verschiedene Grabstätten gewählt werden. So besteht die Möglichkeit, die Urne in einem Reihengrab oder auch Familiengrab bestatten zu lassen. Darüber hinaus kann auch an einem Urnengrab ein Grabstein platziert werden. 

Eine weitere Möglichkeit der Erdbestattung besteht darin, die Urne anonym oder halb anonym bestatten zu lassen. Bei der anonymen Bestattung dürfen Sie nicht anwesend sein. Auch wird die Grabstätte in keinster Weise beschriftet. Bei der halb anonymen Bestattung haben Sie noch die Möglichkeit, die Urne zur Ruhestätte zu begleiten. Aber auch hier erfolgt schlussendlich keine Kennzeichnung des Urnengrabs.

Naturbestattung

Bei einer Naturbestattung gibt es zwei Arten der Beisetzung, welche für die Urne gewählt werden können. So zum einen die Seebestattung, welche auf hoher See (z. B. Nord- oder Ostsee) vollzogen und bei der die Urne in der See versenkt wird. Sowie zum anderen die Baumbestattung, welche in dafür vorgesehenen Bestattungswäldern stattfindet. 

Der Vorteil der Baumbestattung ist zum einen, das für die Hinterbliebenen dauerhaft eine Trauerstätte vorhanden bleibt und zum anderen, dass die Grabstelle mit Hilfe einer Baumplakette gekennzeichnet wird. 

Kolumbarium

Bei einem Kolumbarium handelt es sich um eine sogenannte Urnenwand, die aus vielen verschiedenen Kammern besteht, in denen die Urne bzw. die Asche der Verstorbenen eingeschlossen wird. Auch diese sind auf fast jedem Friedhof zu finden. 

Die einzelnen Urnenkammern werden mit Stein- oder Glasplatten verschlossen. Genau wie bei jeder Bestattungsart kann auch hier natürlich eine Trauerfeier bzw. Bestattung in Anwesenheit der Hinterbliebenen erfolgen. 

Aufbewahrung zu Hause

Vorab sei gesagt, dass die Aufbewahrung einer Urne zu Hause in Deutschland nicht gestattet ist. Denn jeder Verstorbene muss - egal in welcher Form, auf einem dafür zuständigen Friedhof bestattet werden. Das ist Pflicht.

Jedoch gibt es einige Länder wie z. B. die Schweiz oder Niederlande, in denen die Aufbewahrung der Urne auch zu Hause gestattet wird. 

Urne umbetten

Wenn von einer “Umbettung” die Rede ist, bedeutet das, dass das Ruhebett, in dem die Urne liegt, wieder ausgehoben wird und somit die Überreste des Verstorbenen aus der ursprünglichen Grabstelle herausgeholt werden. Nach Friedhofsverordnung handelt es sich bei einer Umbettung um eine Störung der Totenruhe, weshalb das Umbetten einer Urne nur in dringlichen sowie Ausnahmefällen gestattet wird. 

Soll eine Urne also umgebettet werden, muss hierfür ein Antrag bei der zuständigen Friedhofsverwaltung erfolgen. Die Kosten der Umbettung trägt ebenso der Antragsteller. Natürlich braucht dieser zudem die Genehmigung der Verwandten und Nutzungsberechtigten. 

Urnengrabstein und Urnenschmuck

Genau wie bei einer Sargbestattung haben Sie natürlich auch bei einem Urnengrab die Möglichkeit, an der Grabstelle einen Grabstein (Einzel- / Doppelgrabstein) aufstellen zu lassen. Je nach Friedhofssatzung kann dies unterschiedlich geregelt sein, weshalb Sie sich vorher unbedingt über die Voraussetzungen informieren sollten. 

Möchten Sie die Urne darüber hinaus für die Trauerfeier schön gestalten, steht Ihnen frei, die Urne mit Schmuck zu verzieren. Zu den Klassikern für den Urnenschmuck zählt zum Beispiel ein Kranz und Gesteck. Dies besteht meist aus Rosen, Nelken, Callas und Lilien. 

Kosten einer Urne

Die Kosten für eine Urne können sehr unterschiedlich sein. Ein Preis lässt sich hier leider nicht pauschal nennen. Eine Standard-Urne beginnt in der Regel bei einem Preis von ca. 50 Euro. Möchten Sie eine Urne, welche Sie ganz individuell gestalten können, können die Kosten schnell auf bis zu 200 Euro steigen. Für eine Urne aus biologisch abbaubarem Material müssen Sie mit Kosten von bis zu 300 Euro rechnen. 

Fazit

Eine Urne ist heutzutage eine beliebte Alternative zur klassischen Sargbestattung. Dennoch können auch für die Urne alle Bestattungsformen wie beispielsweise die Erdbestattung oder auch Naturbestattung in Anspruch genommen werden. 

Ein großer Vorteil eines Urnengrabs sind selbstverständlich auch die geringen Kosten für die Pflege der Grabstelle, denn ein Urnengrab ist deutlich kleiner.

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Trauerkranz: Blumenschmuck und Verbundenheit für die Beerdigung

Der Trauerkranz ist ein ganz klassisches Element, welches in aller Regel auf einer Beerdigung oder auf einer Trauerfeier an die Hinterbliebenen verschenkt wird. So gehören Blumen, aus welchem der Trauerkranz überwiegend besteht und verziert wird, schon immer zu einer Schenkung auf solch einem traurigen Anlass. Hiermit soll vor allem die Verbundenheit zum Verstorbenen symbolisiert werden. 

Welchen Zweck der Trauerkranz erfüllt und wie er gestaltet werden kann, möchten wir Ihnen in diesem Artikel näher erläutern. 

Der Trauerkranz

Als klassischer Blumenschmuck gehört der Trauerkranz, auch Totenkranz oder Grabkranz genannt, auf jede Beerdigung oder Trauerfeier. Mit dem Kranz drücken die Trauergäste die Wertschätzung an den Verstorbenen und den Respekt gegenüber den Hinterbliebenen aus. 

Dabei besteht der Trauerkranz im Grundgerüst aus Tannen wie z. B. der Edeltanne und wird zusätzlich mit Blumen, Gräsern oder auch Tannenzapfen verziert. Der Trauerkranz wird auf der Beerdigung direkt am oder auf dem Grab niedergelegt. Wird der Totenkranz im Zuge der Trauerfeier verschenkt, wird dieser meist direkt vor dem Sarg aufgestellt. 

Wo wird der Trauerkranz hergestellt?

Der Trauerkranz wird in fast allen Blumengeschäften oder Gärtnereien hergestellt. Sollten Sie sich nicht sicher sein, empfehlen wir Ihnen, das entsprechende Geschäft vorab zu kontaktieren. 

Für die Auswahl eines passenden Trauerkranzes sollten Sie sich darüber hinaus Zeit lassen. In Floristikfachgeschäften werden Sie ausführlich beraten. So steht Ihnen eine Vielzahl von Blumen und weiteren Materialien, wie z. B. Schleifen, zur Auswahl, welche direkt am Trauerkranz angebracht werden kann. Je nach Jahreszeit kann sich der Blumenschmuck für den Kranz unterscheiden. 

Einige der Dienstleister übernehmen sogar den kompletten Blumenschmuck bei der Beerdigung oder Trauerfeier. Fragen Sie hier am besten nach einem Rund-um-Service für den gegebenen Anlass. 

Wie wird ein Trauerkranz gestaltet? 

Der Trauerkranz besteht immer aus einem Grundgerüst, welches aus immergrünen Zweigen, wie z. B. der Edeltanne, besteht. Dabei kann der Kranz auf verschiedene Arten bzw. Formen gebunden werden. 

Symmetrisch: Die Trauerblumen werden auf dem Scheitelpunkt des Gebindes befestigt. 

Asymmetrisch: Die Trauerblumen werden vom Scheitelpunkt ab versetzt befestigt. 

Rundgesteckt: Die Trauerblumen werden gleichmäßig versetzt befestigt. 

Dabei hat der Trauerkranz in aller Regel einen Durchmesser von 40 cm bis 90 cm. Alle Formen können zusätzlich mit einer Schleife versehen werden, auf welcher der Name des Schenkenden sowie ein Abschiedsgruß steht. 

Blumen für den Trauerkranz

In der Regel können Sie selbst entscheiden, mit welchen Blumen Sie den Trauerkranz versehen möchten. Je nach Jahreszeit können sich die Blumenarten sowie zur Verfügung stehenden Materialien unterscheiden. Deshalb sollten Sie sich, wie weiter oben schon beschrieben, am besten in einem Floristikfachgeschäft ausführlich beraten lassen. 

Für die Dekoration des Totenkranzes werden häufig Blumen wie Callas, Lilien, Nelken, Rosen oder Gerbera verwendet, die entweder einfach nur in den Kranz hineingesteckt oder geflochten werden. Neben den Blumen wird der Trauerkranz zusätzlich mit Efeu, Buchsbaum oder auch Thuja versehen. 

Wer einen Trauerkranz schenkt, kann sich zudem für eine Trauerschleife entscheiden, die dann farblich auf die Auswahl des Blumenschmucks abgestimmt sein sollte. 

Sprüche für Trauerkränze: Individueller Abschiedsgruß

Haben Sie sich für einen Trauerkranz entschieden und diesen in einem Blumengeschäft oder einer Gärtnerei anfertigen lassen, können Sie diesen zusätzlich mit einer Trauerschleife versehen. Hierauf können Sie einen persönlichen Abschiedsgruß an den Verstorbenen hinterlassen. 

Genau genommen wird Ihr Abschiedsgruß dabei immer auf der linken Seite der Schleife platziert. Auf der rechten Seite hingegen steht der Name des Kranzspenders. Eine Trauerschleife verleiht dem Trauerkranz eine persönliche Note und ist deshalb immer zu empfehlen.

Beispiele für Schleifentexte: 

  • Du bleibst unvergessen
  • Wir tragen dich in unserem Herzen
  • Im stillen Gedenken
  • In dankbarer Erinnerung 
  • Du hast deine Spuren hinterlassen 
  • Deine Spuren werden bleiben
  • In Dankbarkeit
  • Ein letzter Gruß
  • Ruhe in Frieden
  • In tiefer Trauer
  • Unserem lieben / Unserer lieben ...

Wer schenkt den Trauerkranz?

Ein Trauerkranz wird meist von Angehörigen, Freunden und Verwandten an den oder die direkten Hinterbliebenen verschenkt. Aber auch Kollegen, Nachbarn oder Vereinskameraden können einen Trauerkranz verschenken. Meist wird in diesem Fall der Kranz zusammen in der Gemeinschaft gespendet, sprich für den Trauerkranz wird zusammengelegt. 

Bei einem Trauerkranz handelt es sich um eine sehr bedeutungsvolle Geste, sodass diese wirklich jedem offen steht, welcher sich mit dem Verstorbenen verbunden fühlte. 

Was kostet ein Trauerkranz?

Bei einem Trauerkranz handelt es sich immer um Handarbeit. Jeder Trauerkranz ist also ein Unikat und wird ausschließlich für den Anlass der Beerdigung oder der Trauerfeier hergestellt. 

Die Kosten für solch einen Kranz können sich dabei stark unterscheiden. Eine pauschale Aussage lässt sich hier leider nicht treffen, denn es spielen verschiedene Faktoren wie die Größe, die Art der Verarbeitung, die Blumen sowie die verwendeten Materialien eine Rolle. 

Dennoch lässt sich sagen, dass Sie für einen Trauerkranz mit Kosten zwischen 50 € und 300 € rechnen können. Hierin ist die Trauerschleife meist bereits mit inbegriffen. 

Trauerkranz Alternative: Trauergesteck

Wenn Sie sich für eine Alternative zum Trauerkranz entscheiden wollen, können Sie auf ein Trauergesteck zurückgreifen. Auch dieses kann, genau wie ein Kranz, als Geste der Anteilnahme und Verbundenheit auf der Beerdigung sowie Trauerfeier geschenkt werden. 

Trauergesteck gibt es in Kreuzform, Rundform oder auch Herzform. Auch hier kann auf Wunsch eine Trauerschleife angebracht werden. Bei dem Trauergesteck handelt es sich um eine kostengünstige Alternative zum Trauerkranz. 

Fazit

Wenn Sie dem Verstorbenen im Zuge einer Beerdigung oder Trauerfeier Ihre Verbundenheit zum Ausdruck bringen möchten, können Sie einen Trauerkranz spenden, welcher für die Hinterbliebenen eine bedeutsame Geste darstellt. 

Ihr Trauerkranz wird nach der Trauerfeier oder noch während der Beerdigung am bzw. auf dem Grab des Verstorbenen abgelegt. Hier verbleibt er, bis er vollständig verwelkt ist und anschließend entsorgt wird. 

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Nachruf richtig formulieren mit Beispieltexten und Sprüchen

Wenn es um eine Geste der Erinnerung für den Verstorbenen geht, ist der Nachruf eine schöne Möglichkeit, um die von uns gegangene Person würdevoll zu verabschieden. Meist wird der Nachruf von Firmen, Mitarbeitern oder Kollegen verfasst und veröffentlicht, aber selbstverständlich können auch nahe Angehörige oder Familienmitglieder solch eine Art der Verabschiedung verfassen. 

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite genau erläutern, um was es sich bei dem sogenannten Nachruf handelt, wo dieser veröffentlicht werden kann und wie dieser in aller Regel aufgebaut wird. 

Was ist ein Nachruf?

Der Tod eines geliebten Menschen ist für Freunde, Angehörige und die Familie ein schlimmer Verlust, der das Leben meist komplett auf den Kopf stellt. Um die Trauer ein wenig erträglicher zu machen und damit zurechtzukommen kann es helfen, sich an die verstorbene Person zu erinnern und sie stets positiv in Erinnerung zu halten. 

Für diese Art von Trauerarbeit bieten die Kirchen sogenannte Gedenkgottesdienste an, bei denen an den Verstorbenen erinnert wird. Eine weitere rechte gängige Möglichkeit, den Toten mittels einer Gedenkrede zur würdigen, ist der Nachruf. Dabei handelt es sich um eine Gedenkrede, welche schriftlich verfasst wird und im Anschluss z. B. in der örtlichen Zeitung veröffentlicht wird. 

Ein Nachruf kann dabei von wirklich jedem verfasst und veröffentlicht werden, der etwas mit der verstorbenen Personen zu Lebzeiten zu tun hatte. Hierzu zählen unter anderem Arbeitskollegen, Vereinskameraden, Freunde und natürlich auch die Familie (Mutter, Vater, Schwester, Bruder etc.).

Nachruf schreiben: So kann er gestaltet werden

Grundsätzlich gibt es keine Regeln oder Vorlagen, wie Sie einen Nachruf gliedern oder welche Inhalte Sie dort verfassen. Jedoch dient der Nachruf vor allem einem Zweck, nämlich auf das Leben der verstorbenen Person zurückzublicken.

Hierzu kann im Nachruf beispielsweise auf verschiedene Stationen (privat, beruflich), auf schöne und schlechte Lebensabschnitte, wie z. B. der Kampf gegen eine schwere Krankheit, oder ähnliches eingegangen werden. Natürlich sollten hier auch persönliche Erfolge und Verdienste im Beruf, privat oder beim Sport nicht vergessen werden. Und auch Anekdoten finden in einem Nachruf Platz.

Wichtig für Sie zu wissen: ein Nachruf sollte immer aus positiven Formulierungen bestehen, denn schließlich dient er den Hinterbliebenen zur Trauer und um die betroffene Person in bester Erinnerung zu halten. 

Der Aufbau eines Nachrufs

Wie zuvor schon kurz angedeutet, gibt es keine festen Vorgaben für den Aufbau eines Nachrufs. Jedoch sollten Sie diesbezüglich einige grundlegende Punkte beachten. Gerade, weil dieser in Printmedien wie der Zeitung veröffentlicht wird. Meist geben Zeitungen den Aufbau sogar bereits vor. 

Grundsätzlich sollte der Nachruf immer aus folgenden Angaben bestehen: 

  • Name des Verstorbenen
  • Lebensdaten des Verstorbenen
  • Text (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
  • Beileidsbekundung
  • Name/n des Verfassers

Kurzer Nachruf

Der kurze Nachruf besteht textlich immer aus einer Einleitung, dem Hauptteil sowie einem Schlussteil. Dieser findet vor allem im privaten Bereich Anwendung. 

Einleitung

In der Einleitung wird auf den Tod des Verstorbenen und auf das Verhältnis des Verfassers zur verstorbenen Person eingegangen. 

Beispiel:

Wir sind zutiefst bestürzt und auch ich kann meine Trauer aufgrund des Todes meines besten Freundes XY nicht verleugnen. Mit diesem Nachruf möchte ich ihn in allerbester Erinnerung behalten und ihm die letzte Ehre erweisen. 

Hauptteil

Im Hauptteil wird aktiv an die verstorbene Person erinnert und ihr die verdiente Wertschätzung entgegengebracht. In diesem Abschnitt kann unter anderem von besonderen Erlebnissen, Leistungen, Verhaltensweisen oder Taten berichtet werden. Es soll hier vor allem an die guten Eigenschaften der geliebten Person erinnert werden und den Charakter dieser widerspiegeln. 

Beispiel:

Wir waren nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde. Wenn ich seine lebensfrohe Art mit einigen Worten beschreiben müsste, dann wären “hilfsbereit”, “zuvorkommend”, “verlässlich” und “liebevoll” genau die Worte, die ihn in seinem Leben auszeichneten. 

Ich kann mich gut an folgende Situation erinnern, ...

Schlussteil

Im Schlussteil wird ein Blick in die Zukunft geworfen, also darauf, wie das Leben ohne den verstorbenen Menschen weitergehen wird. Welche Worte Sie hier wählen sollte gut überlegt sein, denn schließlich ist der Tod dieses Menschen ein schwerer Verlust. Dennoch sollen alle Trauernden wissen, dass das Leben weitergeht und man den geliebten Menschen in Erinnerung behält. 

Beispiel: 

Auch mein Freund XY wollte, dass jeder von uns sein Leben weiterlebt und es genießt. Wie sagte er immer? “Das Leben kann so schön sein, wir müssen nur das Beste daraus machen.”. Natürlich werden wir ihn alle sehr vermissen, aber lasst uns nach vorne blicken und XY in allerbester Erinnerung halten. Denn nur die Erinnerung ist das, was uns heute noch bleibt.

Langer Nachruf

Tatsächlich unterscheidet sich der lange Nachruf nicht wesentlich im Aufbau zum kurzen Nachruf. Einzig und allein die Textlänge, welche Ihnen bei einem langen Nachruf zur Verfügung steht, ist mehr. Deshalb werden für lange Nachrufe meist ganze Seiten in Zeitungen genutzt. 

Da diese Art von Nachruf wesentlich teurer als ein kurzer Nachruf ist, findet man ihn in aller Regel bei Personen des öffentlichen Lebens wieder.

Wann wird der Nachruf veröffentlicht?

Der Nachruf sollte niemals gleichzeitig mit der Traueranzeige durch die Angehörigen und Hinterbliebenen veröffentlicht werden. Im Idealfall erscheint der Nachruf erst einige Tage nach der offiziellen Traueranzeige oder nach der Beerdigung des Verstorbenen. 

Wo wird der Nachruf veröffentlicht?

Meist wird der Nachruf in den Printmedien veröffentlicht, also in lokalen Zeitungen. Heutzutage besteht jedoch auch die Möglichkeiten, Nachrufe auf sogenannten Gedenkseiten zu veröffentlichen, welche online einsehbar sind. Dieser Service wird bereits von vielen Bestattungsinstituten angeboten und kann dort in Anspruch genommen werden. 

Die Kosten zur Veröffentlichung eines Nachrufs

Die Kosten für die Veröffentlichung eines Nachrufs in einer Zeitung unterscheiden sich kaum bis gar nicht von den Preisen, wie sie beispielsweise bei einer Traueranzeige der Fall sind. Denn genau wie die Traueranzeige wird der Nachruf immer im selben Zeitungsabschnitt veröffentlicht. 

Es hängt also immer davon ab, wie viel Platz (Text) in Anspruch genommen wird und wie der Nachruf gestaltet ist. Es lässt sich jedoch sagen, dass je höher die Auflage einer Zeitung ist, desto teurer auch die Veröffentlichung des Nachrufs ist. Handelt es sich um eine örtliche Zeitung, können Sie mit Kosten von bis zu mehreren hundert Euro rechnen. Ist die Zeitung überregional vertreten, dann können sich die Kosten schnell im Tausender-Bereich bewegen.

Fazit

Einen Nachruf zu verfassen kann für die Angehörigen, Bekannten sowie die Familie sehr tröstend sein. Denn schließlich wird der Verstorbene so noch einmal würdevoll geehrt und bleibt dadurch umso mehr in positiver Erinnerung. 

Auch wenn ein Nachruf einem die Trauer nicht nehmen kann, ist dieser eine schöne Möglichkeit, der geliebten Person die letzte Ehre zu erweisen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich bei dem Verfasser um einen Freund, Kollegen oder ein direktes Familienmitglied handelt.

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Nachruf schreiben Zeitung für Freund, Familie
Der Sarg - Materialien, Ausstattung & Kosten

Wird ein Leichnam beerdigt, so muss dieser in Deutschland immer in einem Sarg aufbewahrt und mit diesem bestattet werden (Sargpflicht). Selbst dann, wenn es sich bei der Bestattungs-Art um eine sogenannte Feuerbestattung handelt, bei der die Asche später mittels Urne beigesetzt wird. 

Der Sarg und seine Funktion

Wie zuvor schon kurz erwähnt herrscht in Deutschland die Sargpflicht. Das bedeutet für jede Bestattungs-Art, egal ob Erdbestattung oder Feuerbestattung, dass der Leichnam innerhalb eines Sargs aufbewahrt werden muss. 

Dabei erfüllt der Sarg gleich mehrere Aufgaben. Er wird in der Regel für den Transport, die Aufbewahrung sowie die eigentliche Beisetzung des Verstorbenen genutzt. So gibt es Särge in den unterschiedlichsten Materialien, Ausstattungen und Preisen. 

Grundsätzlich werden Särge in zwei Modelle unterteilt. Hierzu zählt zum einen der sogenannte Verbrennungssarg, welcher ausschließlich für die Feuerbestattung konzipiert wurde und aus kostengünstigen Materialien besteht. Zum anderen gibt es den klassischen Sarg zur Erdbestattung, welcher deutlich stabiler ist, um dem Druck im Erdreich standzuhalten. 

Aus welchen Materialien kann ein Sarg bestehen? 

Ein Sarg kann aus verschiedenen Holzarten bestehen. Klassischerweise wird er aus Kiefer, Fichte, Eiche, Mahagoni oder auch aus Kirschbaumholz gefertigt. Kostengünstige Modelle sind meist aus Fichte und Pappel. Teure Modelle hingegen in der Regel aus Mahagoni oder Kirschbaum. 

Außerdem wird beim Sargbau zwischen Sperrholz und Vollholz unterschieden. Sperrholz wird vor allem bei Särgen verwendet, welche für die Feuerbestattung genutzt werden. Denn Sperrholz ist deutlich dünner und weniger stabil als Vollholz. Für die Erdbestattung ist Vollholz die richtige Wahl, denn nur dieses kann dem Druck im Erdreich auf Dauer standhalten. 

Särge aus Vollholz verfügen zudem über bis zu 6 Griffe an der Außenseite (aus Holz, Metall oder Messing), welche für den Transport durch die Sargträger notwendig sind. 

Wie ist der Sarg ausgestattet? 

Bevor der Leichnam in den Sarg gelegt wird, wird dieser mit Krepppapier, Folie, einer Matratze, Kissen und einer Decke im Innenraum ausgestattet. Diese Ausstattung ist Standard und die Vorbereitung wird vom zuständigen Bestattungsinstitut übernommen. 

Hinterbliebene können in der Regel bei dem Kissen und der Decke aus verschiedenen Materialien wählen. So stehen hier Leinen oder Baumwolle zur Auswahl. Es ist natürlich auch immer eine Kostenfrage, für welches Material Sie sich schlussendlich entscheiden. 

Unterschied: Offener & geschlossener Sarg

Manchmal wünschen sich die Hinterbliebenen einen offenen Sarg. Das bedeutet, dass dieser vor der eigentlichen Beerdigung aufgebahrt wird und die engsten Angehörigen so die Möglichkeit haben, den Toten ein letztes Mal zu sehen und sich von diesem friedlich zu verabschieden. Vielen Hinterbliebenen hilft dies, um mit dem Tod des Verstorbenen besser zurechtzukommen sowie bei der Trauerverarbeitung.

Mit einem geschlossenen Sarg hingegen haben die Hinterbliebenen keine Möglichkeit mehr, den Verstorbenen vor dem Begräbnis zu sehen. Der Sarg kommt bereits verschlossen zur Kapelle und wird im Anschluss beigesetzt.

Das von Ihnen gewählte Bestattungsinstitut wird Sie hier ausführlich auf das Vorgehen vorbereiten und Ihnen unterstützend zur Seite stehen. 

Der Sargträger und seine Aufgabe

Der Sargträger bzw. die Sargträger erscheinen am Tag der Beerdigung in schwarzen Anzügen und geben dem Verstorbenen das letzte Geleit. Während der Abschiedszeremonie haben sie die Aufgabe, den Sarg von der Kapelle oder Trauerhalle an das frisch ausgehobene Grab zu transportieren. Hierfür werden mindestens vier und maximal sechs Sargträger benötigt. Diese werden vorab entweder vom Bestattungsinstitut oder dem Friedhof selbst beauftragt. Hinterbliebene müssen sich hier also um nichts kümmern. 

An der Grabstelle angekommen, legen die Grabträger zunächst Bretter über die Grabstelle, um den Sarg darauf abzulegen. Der Sarg selbst wird anschließend mit Seilen und Gurten fixiert. Danach wird dieser angehoben, die Bretter entfernt und der Verstorbene mit Seilen in das Grab abgesenkt. Dabei hat das Grab eine Tiefe von 1,8 bis 2,2 Metern. 

Alternativ zur händischen Absenkung des Sargs kann ein sogenannter Sargversenkapparat zum Einsatz kommen. 

Woher stammt der Begriff “Sarg”?

Der Begriff “Sarg”, so wie wir ihn heutzutage kennen, stammt ursprünglich aus dem griechischen und leitet sich dort von dem Wort „sarkophagos“ ab. Als „sarkophagos“ wurde im griechischen ein Kalkstein bezeichnet, welcher zum Leichnam hinzugelegt wurde und so innerhalb von kurzer Zeit, die Verwesung einer Leiche herbeiführen konnte. 

Särge aus Holz wurden bereits in der Jungsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.) aus gespaltenen Baumstämmen gefertigt, welche ausgehöhlt und mit Fell überzogen wurden. Hierin wurden die Verstorbenen im Anschluss abgelegt. Die Baumstämme wurden außerdem bemalt und geschmückt.

Über viele Jahre hinweg übertrug sich dieser Begriff dann auch auf andere Materialien und Steinarten, sodass wir heute das Wort “Sarg” für den uns bekannten Holzsarg nutzen.

Die Kosten eines Sargs

Je nach Sargmodell wird ein Sarg in unterschiedliche Preisklassen unterteilt. Bei der einfachsten Sarg-Variante, dem Modell aus Sperrholz, müssen Sie mit Kosten von bis zu ca. 200 € rechnen. Särge im mittleren Preissegment bestehen meist aus Kiefer und fangen bei ca. 800 € an. Hochwertige Särge, welche unter anderem aus Eichenholz bestehen und mit zusätzlichen Verzierungen ausgestattet sind, beginnen ab einer Preisklasse von 1.500 €. 

Wünschen sich die Hinterbliebenen einen individuellen Sarg, mit aufwendigen Verzierungen und aus besonders hochwertigen Materialien, können diese auf verschiedene Anbieter zurückgreifen, welche Särge nach Kundenwunsch herstellen und anfertigen. Diese Variante ist natürlich sehr kostenintensiv. 

Fazit

Wie Sie sehen, hat der Sarg eine lange Geschichte hinter sich und wurde bereits auf eine andere Art und Weise in der frühen Steinzeit für die Beisetzung der Verstorbenen genutzt. 

Heutzutage kommt ein Sarg grundsätzlich bei einer Feuer- oder Erdbestattung zum Einsatz. Für welche Art von Sarg Sie sich letztendlich entscheiden, bleibt dabei Ihnen überlassen. Sehr gerne stehen wir Ihnen hier natürlich jederzeit beratend zur Seite. 

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Grabsteine aus ethischer Herkunft

Ein schönes Grabmal in Form eines Grabsteins ist für alle Hinterbliebenen des Verstorbenen ein wichtiger Bestandteil, wenn es um die Beerdigung des geliebten Menschen geht. Doch heutzutage geht es nicht mehr nur um einen “schönen” Grabstein, viele Menschen wollen sicher gehen, dass das Grabmal aus einer ethischen Herstellung bzw. Herkunft stammt. 

Was genau dies zu bedeuten hat und ob es hierfür eine Garantie gibt, möchten wir Ihnen heute genauer erläutern. 

Grabsteine und die Entwicklung während der Globalisierung

Waren es zu Beginn ausschließlich die Steinmetzmeister und Bildhauer, die Grabsteine in reiner Handarbeit angefertigt haben, kommen hierfür mittlerweile meist spezielle Maschinen zur Steinbearbeitung zum Einsatz. 

Seit der Globalisierung im letzten Jahrhundert stammt zudem der Großteil aller Natursteine, welche ebenso als Grabmal eingesetzt werden, aus den Herkunftsländern China und Indien. Um den Naturstein in den Steinbrüchen zu gewinnen und die Grabsteine zu produzieren, werden in einigen der Fabriken leider heute immer noch Kinder eingesetzt oder Mitarbeiter zur Zwangsarbeit verpflichtet. 

Diese meist lebensgefährliche und gesundheitsschädliche Arbeit möchten Kunden beim Kauf eines Grabmals verhindern, indem sie ausschließlich auf Grabsteine aus ethischer Herstellung und Herkunft setzen. 

Grabsteine aus dem Ausland - Ethische Herstellung garantiert?

Wenn es um eine möglichst kostengünstige Naturstein-Produktion bzw. das Beziehen von Natursteinen geht, greifen Hersteller aller Branchen auf das Ausland zurück - vor allem China und Indien. Gerade Indien zählt zu den Ländern, welches über eines der reichsten Natursteinvorkommen verfügt. 
Wie zuvor schon kurz erwähnt, kommt es gerade in diesen Ländern nicht selten vor, dass Kinder für die Arbeit eingesetzt werden, schlechte Arbeitsbedingungen herrschen oder auch weniger als ein Mindestlohn gezahlt wird. 

Um dies zu verhindern und Grabsteine aus ethischer Herstellung sowie Herkunft gewährleisten zu können, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Organisationen, welche den Unternehmen Zertifikate bzw. Labels ausstellen, wenn sie alle Voraussetzungen für faire Arbeits- und Sozialbedingungen erfüllen. 

Zertifikate für die ethische Grabsteinherstellung

Es gibt zahlreiche Branchen, welche Naturstein aus dem Ausland einkaufen. Denn Naturstein eignet sich natürlich nicht nur für die Herstellung und die Verarbeitung von Grabsteinen, sondern ebenso für Bodenbeläge, Küchenzeilen und vieles mehr. 

Aus diesem Grund gibt es kein spezielles Zertifikat oder ein Label für Grabmale, sondern ganz allgemein für Natursteine aus dem Ausland. Welche das sind, haben wir Ihnen nachfolgend aufgelistet. 

IGEP - Indo-German Export Promotion Projects

Bei dem Zertifizierungsunternehmen IGEP handelt es sich um ein privates und gemeinnütziges Projekt, welches sich für die Exportförderung sowie die Kooperation nach und mit Deutschland einsetzt. 

Die IGEP Organisation gewährleistet eine ordnungsgemäße Produktion nach vorgeschriebenen Standards und Normen im In- und Ausland. Das bedeutet, alle Sozialstandards werden eingehalten, es findet keine Kinderarbeit oder Zwangsarbeit statt und es sind gesunde sowie ungefährliche Arbeitsbedingungen vorzufinden.

XertifiX (Plus)

Der XertifiX e.V. hat seinen Sitz in Freiburg und wurde in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfsprojekt MISEREOR gegründet. Um das XertifiX-Zertifikat zu erhalten, müssen bestimmte Grundvoraussetzungen bei der Produktion und Herstellung eingehalten werden. 

Hierzu zählen unter anderem Folgende: 

  • keine Kinderarbeit
  • keine Zwangsarbeit
  • Zahlung des Mindestlohns
  • Arbeitsschutzmaßnahmen
  • etc. 

Neben dem normalen Xertifix-Zertifikat vergibt der Verein noch das sogenannte “XertifiX Plus”-Zertifikat. Um dieses erhalten zu können, müssen jedoch weitere Bedingungen aus dem Katalog erfüllt werden. 

WiN - WIN Fair Stone

Das WiN - WIN Fair Stone - Label ist ein Nachhaltigkeitslabel der WIN=WIN GmbH. Das Label ist in Zusammenarbeit mit deutschen Natursteinhändlern sowie vielen weiteren Experten der Branche entstanden. 

Um das Nachhaltigkeitslabel WiN - WIN Fairstone zu erhalten, müssen Bedingungen, welche in vier Stufen unterteilt sind, eingehalten werden. Diese lauten wie folgt:

  • Organisation und Management
  • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Arbeitsrechtliche Kriterien
  • Umweltschutzkriterien

Hinter diesen vier Stufen verbergen sich viele weitere Unterkriterien, wie z.B. die reibungslose Nachverfolgbarkeit des Natursteins, die Zahlung des Mindestlohns, keine Kinder- oder Zwangsarbeit und vieles mehr. 


TFT Responsible Stone-Program

Bei dem TFT Responsible Stone-Program handelt es sich weder um ein Siegel, noch um ein Zertifikat. Es ist vielmehr eine Organisation, welche sich aus einer Vielzahl von Mitgliedern der Steinverarbeitungsbranche zusammensetzt. Alle Mitglieder verpflichten sich hier zur Einhaltung aller Regeln und Arbeitsbedingungen der ILO (International Labour Organization).

Das TFT Responsible Stone-Program wird dabei in insgesamt drei Stufen unterteilt: 

  • Stufe 1: Keine Kinder- und Zwangsarbeit, Mindestlohn, etc. 
  • Stufe 2: Umweltschutz, geregelte Arbeitszeiten, etc. 
  • Stufe 3: Überdurchschnittliche Bezahlung, sehr gute Arbeitsbedingungen, etc. 


Fazit

Wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie einen Grabstein aus ethischer Herstellung und Herkunft kaufen, sollten Sie stets nach den oben genannten Zertifikaten und Labels Ausschau halten oder gegebenenfalls beim Händler nachfragen. 

Das Problem der meisten Organisationen, welche die Zertifizierungen und Labels vergeben ist jedoch, dass diese meist nur alle 1-2 Jahre entsprechende Kontrollen durchführen. Eine beständige Überwachung für die Einhaltung aller Voraussetzungen ist für die teils privaten Organisationen nicht zu schaffen. 

Wenn Sie also wirklich ganz sicher gehen wollen, dass bei der Herstellung die höchstmöglichen Standards eingehalten und weder Kinder- noch Zwangsarbeit gefördert wurden, sollten Sie auf Naturstein aus der Region setzen, wie wir es von Grabstein Steinmetz tun. Alle unsere Grabsteine aus eigener Produktion finden Sie hier


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Grabsteine aus ethischer Herkunft Messerschmidt
Sozialbestattung - würdiger Abschied für sozial Benachteiligte

Den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften ist schmerzhaft und trifft alle Hinterbliebenen und Angehörigen schwer. In dieser schwierigen Situation müssen die direkt betroffenen Verwandten sich neben der Trauer jedoch auch noch um die Bestattung des Verstorbenen kümmern. Leider gibt es hier viele Menschen, die die hohen Bestattungskosten, welche eine würdevolle Bestattung ermöglichen, nicht aus eigenen Mitteln tragen können. 

Genau für diese wurde die sogenannte “Sozialbestattung” eingeführt. Das bedeutet, dass die Bestattungskosten vom zuständigen Sozialamt übernommen werden. Hierfür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Welche das sind und wie genau die Sozialbestattung abläuft, möchten wir Ihnen hier erläutern. 

Die Sozialbestattung - Allgemeine Informationen

Wie zuvor schon kurz erwähnt, liegt der Sinn und Zweck der Sozialbestattung darin, Hinterbliebenen bzw. deren verstorbenen Angehörigen eine würdevolle Bestattung zu ermöglichen, welche sie mit ihren finanziellen Mitteln sonst nicht hätten stemmen können. 

Denn in Deutschland gilt per Gesetz, dass für die Bestattungskosten immer die direkten Angehörigen aufkommen müssen. Selbstverständlich gibt es auch bereits kostengünstige Möglichkeiten der Bestattung, jedoch leben viele Menschen bereits am Existenzminimum, was auch solch eine “günstige” Bestattung nicht möglich macht. 

Trifft dies zu, kann der oder können die Angehörige/n die Sozialbestattung bei dem jeweiligen Sozialamt beantragen. 

Ablauf einer Sozialbestattung:

  1. Zuständiges Sozialamt ermitteln
  2. Antragsstellung zur Kostenübernahme
  3. Unterlagen zur Antragsstellung einreichen
  4. Kostenübernahmebescheid für die Sozialbestattung
  5. Durchführung der Bestattung
  6. Bestatter reicht die Kosten beim Sozialamt ein
  7. Sozialamt bezahlt den Bestatter


Welche Kosten für die Bestattung werden übernommen?

Wie Sie sich vielleicht jetzt schon denken können, wird der Umfang einer Sozialbestattung auf das Nötigste reduziert. Dies ist natürlich verständlich, denn dem Sozialamt stehen hier ebenfalls nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Dennoch kann der Verstorbene bei einer Sozialbestattung würdevoll verabschiedet werden. 

So genehmigt das Sozialamt nur einen ganz bestimmten Umfang, welcher für die Kostenübernahme genehmigt wird. Dies kann sich allerdings von Ort zu Ort bzw. von Kommune zu Kommune unterscheiden. 

Gut zu wissen - hatte der Verstorbene zu Lebzeiten bestimmte Vorstellungen für seine Bestattung, z. B. eine bestimmte Bestattungsart (Seebestattung, Feuerbestattung etc.) und gibt es hierfür eine Bestattungsverfügung, muss diese vom Sozialamt berücksichtigt werden. 

Von vornherein ausgeschlossen ist die Kostenübernahme unter anderem für eine Trauerfeier, die Grabpflege, Trauerkleidung oder auch eine Traueranzeige. Sollten Sie sich also eine Trauerfeier wünschen, müssen Sie hier die Kosten für die Dekoration, Musik, Trauerredner und sonstige Materialien selbst übernehmen. 

Folgende Kosten werden bei der Sozialbestattung übernommen: 

  • Friedhofsgebühren
  • Sarg
  • Überführungskosten
  • Einäscherung 
  • Urne
  • Totenschein
  • ggf. gewünschte Bestattungsart
  • Grabstein
  • Hygienische Versorgung
  • Aufbewahrung des Toten
  • Einkleiden, Einbetten
  • Trauerhalle

Bei der Sozialbestattung werden die Kosten für einen einfachen Sarg sowie einen einfachen Grabstein übernommen. Eine Verpflichtung zur Übernahme der Kosten für einen Grabstein besteht jedoch nur, wenn dieser in der jeweiligen Friedhofssatzung vorgeschrieben ist. 

Wer kann die Kostenübernahme beantragen?

Die Kostenübernahme für eine Sozialbestattung kann nur von demjenigen beantragt werden, der gesetzlich für die Übernahme der Bestattungskosten verpflichtet ist. Sprich, die oder der “nächste/n” Verwandte/n. 

Hat der Verstorbene beispielsweise keinen Ehepartner, müssten in diesem Fall die Geschwister oder dessen Kinder für alle Kosten der Bestattung aufkommen. Sind mehrere Kinder vorhanden, werden die Bestattungskosten auf alle Kinder aufgeteilt. 

Hinterlässt der Verstorbene darüber hinaus ein Erbe, kann auch dieses zur Deckung der Bestattungskosten genutzt werden. Reicht die Höhe des Erbes nicht aus und sind die Kosten der Bestattung für die Hinterblieben nichtsdestotrotz nicht zumutbar, kann die Sozialbestattung in Anspruch genommen werden. 

Einkommensgrenze und Schonvermögen für die Sozialbestattung


Für Sie als Antragsteller der Sozialbestattung ist es wichtig zu wissen, dass Ihr Einkommen sowie das sogenannte “Schonvermögen” bei der Beantragung der Kostenübernahme berücksichtigt werden. 

Bei dem Schonvermögen handelt es sich um eine Art “Freibetrag”, welcher in einer Höhe von 5.000 € existiert. Das bedeutet, dass Vermögen oder auch Einkommen, welches dieses Schonvermögen nicht überschreitet, darf vom Sozialamt nicht als Einkommen oder Vermögen berücksichtigt bzw. zur Begleichung der Bestattungskosten herangezogen werden. 

Der Antrag zur Sozialbestattung

Wie zuvor schon kurz erläutert, kann die Kostenübernahme für eine Sozialbestattung nur von denjenigen Angehörigen beantragt werden, welche nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) für die Bestattungskosten aufkommen müssen. 

Bevor die Sozialbestattung jedoch genehmigt wird, findet eine ausführliche Prüfung aller Unterlagen sowie wirtschaftlichen Verhältnisse des Verstorbenen sowie der Angehörigen statt, welche für die Bestattung zuständig sind. 

Wenn dies mehrere Hinterbliebene betrifft und die Bestattungskosten nur für eine der Personen nicht zumutbar sind, wird der Antrag abgelehnt. Dann müssen alle anderen Hinterbliebenen (z. B. bei Geschwistern) die Kosten tragen. Beantragt nur einer die Kostenübernahme und für alle weiteren betroffenen Angehörigen sind die Kosten für die Bestattung unzumutbar, wird nur ein Teil erstattet. 

Eine Sozialbestattung kann außerdem auch noch beantragt werden, wenn die Bestattung bereits geplant wurde oder stattgefunden hat. Hier ist jedoch zu beachten, dass das Sozialamt nur die notwendigsten Kosten übernimmt, falls Sie Anspruch haben sollten. Übersteigen die Kosten die Verordnung des zuständigen Sozialamts, wird nur ein Teil der Kosten übernommen. 

Wo muss der Antrag gestellt werden? 

Der Antrag zur Sozialbestattung muss in der Regel immer beim örtlich zuständigen Sozialamt beantragt werden, wo ggf. auch der Verstorbene bereits Sozialleistungen erhalten hat. Ist dies nicht der Fall, so ist dennoch eine Kostenübernahme für die Bestattung möglich. Ausschlaggebend hierfür sind nämlich immer die Einkommensverhältnisse der Angehörigen. Die Leistung wird dann jedoch beim Sozialamt direkt vor Ort beantragt. 

Welche Unterlagen werden benötigt? 

Bevor Sie eine Sozialbestattung bei dem zuständigen Sozialamt beantragen, sollten Sie sich über die notwendigen Unterlagen informieren, welche zur Prüfung der Kostenübernahme vorgelegt werden müssen. 

Zu diesen zählen unter anderem folgende: 

  • Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Sparbücher und sonstige Geldanlagen (Aktien etc.)
  • Lebensversicherungen
  • Sterbeurkunde
  • Testament
  • Nachweis von Eigentum
  • Aufstellung und Bewertung des Nachlasses 

Am besten sollten Sie sich vorab persönlich oder telefonisch informieren, ob noch weitere Unterlagen benötigt werden. 

Wie werden die Kosten gezahlt? 

Wurde eine Kostenübernahmeerklärung für eine Sozialbestattung durch das Sozialamt erstellt, können Sie diese Ihrem Bestatter als Nachweis vorlegen. Dieser rechnet die Bestattungskosten im Anschluss direkt mit dem Sozialamt ab. Sie müssen sich hier also um nichts weiter kümmern. Der Bestatter weiß dadurch auch direkt, welche Leistungen für die Bestattung möglich sind und kann Sie so ausführlich beraten. 

Fazit zur Sozialbestattung

Bei der Sozialbestattung handelt es sich um eine staatliche und soziale Unterstützung für finanziell schwache Hinterbliebene bzw. Angehörige. Sie ermöglicht diesen eine würdevolle Bestattung der verstorbenen Person. Damit Sie diese Leistung jedoch in Anspruch nehmen können, müssen Sie alle Voraussetzungen hierfür erfüllen. 

Sollte sich im Nachhinein beispielsweise rausstellen, dass Sie die Kosten für die Beerdigung doch hätten übernehmen können, kann das Sozialamt die bereits gezahlten Leistungen zurückverlangen. Es ist also sehr wichtig, dass Sie bei der Beantragung der Sozialbestattung stets wahrheitsgemäße Angaben machen. 

Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Artikel nicht um eine Rechtsberatung handelt. Wir teilen Ihnen lediglich unsere Erfahrungswerte mit.

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Sozialbestattung für sozial benachteiligte
Bestattungsrituale in unterschiedlichen Kulturen

Bestattungen gibt es überall auf der Welt, doch auf jedem unserer Kontinente und in jedem der dort befindlichen Länder gibt es die unterschiedlichsten Bestattungsrituale, der dort ansässigen Kulturen zu bestaunen. 

Damit Sie sehen, wie Bestattungen auch außerhalb unseres Landes vonstattengehen und welche Kulturen und Zeremonien es gibt, möchten wir Ihnen in diesem Artikel einige sehr interessante Bestattungsrituale anderer Kulturen vorstellen. 

Wir sind sicher, Sie werden über die ein oder anderen Bestattungsrituale staunen, also seien Sie gespannt. 

Ghana: Sargbestattung voller Fantasien

In Ghana finden die Sargbestattung auf eine ganz besondere Art und Weise statt. Denn hier gibt man sich nicht mit einer klassischen und normalen Holzkiste für die Sargbestattung zufrieden. 

Vielmehr werden hier die Särge auf unterschiedlichste Art bunt und fantasievoll verarbeitet bzw. lackiert. Der Sarg soll dabei das Leben des Toten widerspiegeln. Und so werden in Ghana tatsächlich Särge zu Fischen, Flaschen, Flugzeugen, Autos und vielen weiteren Gegenständen verarbeitet. 

China: Buchung von Traueranimateuren

Verstirbt in China ein Angehöriger, ist eine übliche Tradition, während der Trauerzeremonie zu weinen und zu schreien. Da verständlicherweise nicht alle Hinterbliebenen dazu in der Lage sind, diesem Bestattungsritual gerecht zu werden, weil sie der Tod selbst zu sehr belastet, werden sogenannte Traueranimateure gebucht. 

Die Traueranimateure sind ausschließlich dafür da, um dieses Ritual durchzuführen und die Trauergäste sowie Angehörigen dazu zu animieren, mitzuweinen und zu schreien. 

Indonesien: Begräbniszeremonie der Toraja

Auf der indonesischen Insel Sulawesi wird der Leichnam nach dem Tod einbalsamiert und im Haus des Verstorbenen aufbewahrt, bis die mehrtägigen Feierlichkeiten der Toraja durchgeführt werden. 

Dies kann tatsächlich bis zu mehrere Jahren dauern, denn solch ein Bestattungsritual ist für viele Familien eine große finanzielle Belastung, welche erst nach vielen Jahren gestemmt werden kann. Findet die Begräbniszeremonie statt, werden zahlreiche Wasserbüffel und Schweine geschlachtet. 

Die letzte Ruhestätte finden die Toten bei dieser Art der Bestattung mitten in einem Felsen. Die Gräber werden zuvor in den Felsen eingehauen, sodass der Tote dort bestattet werden kann. 

Indien: Seebestattung im Ganges

Tote im Hinduismus werden traditionell verbrannt. Die Asche wird im Anschluss, wie bei einer Seebestattung, im heiligen Fluss der Hindus - üblicherweise im Ganges - verstreut. 

Ein unschöner Nebeneffekt dieses Bestattungsritual ist, dass der Ganges leider bereits sehr verschmutzt ist. Durch die Seebestattungen der Verstorbenen nimmt die Verschmutzung weiterhin zu.

China: Himmelsbestattung in Tibet

Die Himmelsbestattung in Tibet wird seinem Namen allemal gerecht, denn tatsächlich werden die Toten bei diesem Bestattungsritual mit Gerste und Yakbutter eingerieben und im Anschluss in der Steppe den Geiern zum Fressen vorgesetzt. 

Dabei hat die Himmelsbestattung einen einfachen Grund. Denn in dieser Region ist eine Erdbestattung schlicht nicht möglich, weil der Großteil des Erdreichs aus Stein besteht. Die Himmelsbestattung kommt traditionell sogar aus der Mongolei, wird aber heutzutage vor allem in Tibet praktiziert. 

Japan: Bestattung nach buddhistischer Tradition

In Japan werden die Verstorbenen überwiegend nach buddhistischer Tradition beerdigt. Bei diesem Bestattungsritual wird der Leichnam vor der Beisetzung bzw. der Feuerbestattung gebadet und gewaschen. Außerdem wird der Tote mit einem weißen Kimono gekleidet und mit einem weißen Tuch zugedeckt. 

Um die bösen Geister fernzuhalten, erhalten die Toten zudem noch ein Messer oder Schwert, welches auf den Oberkörper gelegt wird. Wurde der Leichnam verbrannt, wird die Asche mittels Urne an die Angehörigen übergeben. 

Philippinen: Hängende Särge in Sagada

Ein sehr besonderes und interessantes Bestattungsritual sind die sogenannten “Hängenden Särge in Sagada”. Das Ritual, welches überwiegend auf den Philippinen zu bestaunen ist, ist auf die dort lebenden Igorots zurückzuführen. Aber auch das Volk Bo aus Südwestchina hat dieses Bestattungsritual genutzt. 

Grund für diese Art von Trauerzeremonie ist, dass die Völker die Toten nicht im Erdreich bestatten wollen, da sie der Meinung waren, dass dort die Seelen der Verstorbenen ersticken könnten. Aus diesem Grund wurden die Särge mitten in Felswänden platziert bzw. die Toten dort bestattet. 

USA: Bestattung mit Jazz-Musik

Seit dem 20. Jahrhundert werden im US-Bundesstaat Louisiana Bestattungszeremonien traditionell mit Jazz-Musik durchgeführt. Das Bestattungsritual wurde erstmals von der dort lebenden afroamerikanischen Bevölkerung durchgeführt und wird vor allem angewandt, wenn ein Musiker verstorben ist. Aber auch normale Bürger können in den Genuss dieser Zeremonie kommen. 

Während der Feierlichkeiten marschieren die Angehörigen vom Haus des Toten zum Friedhof. Sowohl der Marsch, als auch die Beisetzung wird von Jazz-Musik begleitet. Bei der Beisetzung selbst wird sogar zum Tanzen animiert. 

Madagaskar: Famadihana Umbettung

Die sogenannte Famadihana Umbettung zählt zu dem mit Abstand wichtigsten madagaskarschen Ahnenkult. Das Ungewöhnliche bei diesem Bestattungsritual: die Zeremonie findet erst nach der eigentlichen Bestattung statt. 

Sobald die Feierlichkeiten beginnen, werden die Toten aus ihren Gräbern gehoben und das gesamte Dorf tanzt mit ihnen. Hiermit soll den verstorbenen Respekt gezollt und die Vorfahren geehrt werden. Zudem werden die alten Seidentücher der Toten, gegen neue ausgetauscht. Das Ritual wird dabei von Livemusik und einem Festessen begleitet. 

Neuguinea: Bestattung der Dani (Fingeramputation)

In Neuguinea oder besser gesagt in West-Papua lebt das indigene Volk “Dani”. Bestattungen sind für dieses Volk eine Tradition und ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. 

Ist ein Stammesmitglied verstorben, findet hier ein für viele schmerzhaftes und grauenhaftes Bestattungsritual statt. Denn den verwandten Frauen und Kindern des Verstorbenen werden hierbei die Finger amputiert. Dies soll ein Zeichen des Leidens darstellen und der Ehrung des Toten dienen. Glücklicherweise ist dieses Ritual heute in der Praxis verboten. 

Fußballbestattung

Wer wirklich ein eingefleischter Fußballfan seines Vereins war, möchte auch nach dem Tod mit seinem Club verbunden sein. Es mag ungewöhnlich klingen, jedoch wird dieses Bestattungsritual unter anderem in England regelmäßig durchgeführt. 

Ein professionelles Bestattungsinstitut veranstaltet diese Bestattung und kümmert sich um die aufwendige Dekoration im Stadion. Bei der Fußballbestattung wird der Verstorbene zuvor verbrannt. Im Anschluss kann die Asche entweder über dem “heiligen Rasen” verstreut oder hinter der Torlinie beigesetzt werden. 

Weltraumbestattung

Die Weltraumbestattung ist ein wirklich extravagantes und kostspieliges Bestattungsritual, was derzeit nur von der US-amerikanischen Firma Celestic durchgeführt wird. Der sogenannte “Memorial Spaceflight” kostet nämlich bis zu 25.000 €. Dabei wird die Asche des Verstorbenen in eine Kapsel gefüllt und im Anschluss mittels Rakete in den Weltraum transportiert. 

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es neben den Bestattungsritualen, wie wir sie aus Deutschland/Europa kennen, noch viele andere Arten und Rituale, um sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden. 
Auch wenn einige dieser Rituale für uns so in dieser Art und Weise nicht in Frage kommen würden, sind sie in anderen Kulturen gang und gäbe. Mit diesen wird der Verstorbene nicht nur verabschiedet, sondern ihm auch die letzte Ehre erwiesen.

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Schöne Traueranzeigen formulieren - öffentliche Trauer

Mit einer Traueranzeige machen die Hinterbliebenen in der Zeitung öffentlich bekannt, dass ein Familienmitglied, Angehöriger, Bekannter oder auch Freund verstorben ist. Die Anzeige selbst kann dabei unterschiedlich gestaltet und formuliert werden. 

Was Sie hierbei beachten müssen und welche Möglichkeiten es für Traueranzeigen gibt, möchten wir Ihnen nachfolgend erläutern. 

Was ist eine Traueranzeige?

Bei einer Traueranzeige, oder auch “Todesanzeige” genannt, handelt es sich um eine Mitteilung an die entsprechende Zeitung, welche mit der Veröffentlichung bzw. der Bekanntmachung des Todes der verstorbenen Person beauftragt wird. 
Durch die Veröffentlichung und somit Bekanntmachung des Todes werden alle Bekannten und Freunde des Verstorbenen offiziell informiert. Parallel hierzu können die Hinterbliebenen alle engeren Angehörigen und Bekannten natürlich weiterhin mit Hilfe von Trauerbriefen über den Tod informieren. Eine Traueranzeige nimmt ihnen diese Arbeit jedoch ab. 

Eine Traueranzeige kann für jede Art von Person geschaltet werden. So selbstverständlich für Familienangehörige (Vater, Mutter, Kind, etc.), Mitarbeiter oder Kollegen innerhalb eines Unternehmens, Bekannte aus dem Freundeskreis, Vereinsmitglieder oder auch für Menschen ohne Angehörige. 

Jeder der möchte, kann eine Traueranzeige für eine verstorbene Person in Auftrag geben und damit ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck bringen. In der Regel wird dies jedoch immer von den direkten Hinterbliebenen sowie dem beauftragten Bestattungsinstitut übernommen. 

Traueranzeige oder Todesanzeige: Unterschied

In diesem Zusammenhang werden oftmals zwei unterschiedliche Begriffe genutzt, nämlich die “Traueranzeige” selbst sowie das Synonym, die “Todesanzeige”. Dass beide Begriffe eigentlich eine unterschiedliche Bedeutung haben, spielt in aller Regel auch bei den Bestattungsinstituten keine Rolle mehr. Diese umfassen das Angebot sowohl für die Traueranzeige, als auch die Todesanzeige, sodass es für Sie als Hinterbliebener nicht von Relevanz ist, welchen Begriff Sie dafür verwenden. 

Traueranzeige: Wird erst nach der Beisetzung veröffentlicht. So z. B. an einem 1. Jahresgedenken bzw. dem Jahrestag des Verstorbenen. 

Todesanzeige: Wird für die Bekanntmachung des Todes sowie für den Termin der Beisetzung genutzt. 

Die Traueranzeige: Inhalte und Formulierung

Die Traueranzeige ist auf eine gewisse Art und Weise vergleichbar mit dem Grabstein, welcher als letzte Gedenkstätte direkt am Grab platziert wird. Denn auch hier werden der Vor- und Nachname, das Geburts- und Sterbedatum sowie auf Wunsch ein Zitat / Trauersprüche oder Motive eingraviert. 

Ähnlich ist es bei einer Traueranzeige, welche in einer Zeitung veröffentlicht wird. Neben den oben genannten Inhalten können in der Zeitungsanzeige noch Angaben wie Titel- oder besondere Auszeichnungen genannt werden (z. B. Doktor, Professor). Optional kann in der Todesanzeige ebenso der Termin der Beisetzung angegeben werden sowie der Friedhof, auf welchem diese stattfindet. 

Zudem kann innerhalb der Traueranzeige auch ein Hinweis darauf gegeben werden, dass am Grab beispielsweise auf Blumenschmuck verzichtet oder nicht kondoliert werden soll. Alternativ z. B. eine Spende an eine vorher festgelegte, wohltätige Institution geleistet werden kann. Zudem beinhaltet die Anzeige für den Verstorbenen selbstverständlich die Namen der Angehörigen.

Möchten Angehörige auch ein Bild des Verstorbenen veröffentlichen, ist dies jederzeit möglich. Sie müssen jedoch wissen, je mehr Informationen Sie innerhalb der Todesanzeige platzieren, desto mehr Kosten kommen auf Sie für die Veröffentlichung zu. 

Formulierungen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Traueranzeige zu formulieren. Es wird jedoch empfohlen sich auf ein paar wenige Sätze zur Persönlichkeit des Verstorbenen zu äußern. 

Einleitende Sätze können wie folgt sein: 

  • “Nach langer / kurzer schwerer Krankheit verstarb …”
  • “Wir sind glücklich über die wunderbare Zeit mit dir … “
  • “In Liebe und Dankbarkeit …”
  • “Viel zu früh müssen wir Abschied nehmen … “

Wir können Ihnen hierzu folgende Vorlagen empfehlen (Quelle: noz.de): 

Gestaltung

Bei der Gestaltung einer Traueranzeige sind den Angehörigen eigentlich kaum Grenzen gesetzt. So kann eine solche Anzeige mit einem Trauerspruch, Motiven (z. B. Wasser oder Bäume), christlichen Symbolen (z. B. Kreuz), religiösen Zitaten oder Ähnlichem gestaltet werden. 

Das beauftragte Bestattungsinstitut kann Sie hierbei ausführlich beraten, unterstützen und übernimmt die Gestaltung der Traueranzeige sowie die Beauftragung zur Veröffentlichung der Traueranzeige in der jeweiligen Zeitung. 

Wer wird erwähnt?

In der Traueranzeige werden Familienangehörige wie der Ehepartner, die Namen der Kinder, Enkel und Urenkelkinder, die Eltern oder Schwiegereltern sowie Geschwister und Schwäger erwähnt. 

Die Reihenfolge sieht wie folgt aus: 

  1. Ehepartner (wenn der verstorbene verheiratet war)
  2. Kinder nach Alter
  3. Enkel / Urenkel nach Alter
  4. Eltern / Schwiegereltern nach Alter
  5. Geschwister und Schwäger nach Alter

Wie wird eine Traueranzeige geschaltet? 

In der Regel sollte die Traueranzeige so schnell wie möglich geschaltet werden. Dies geschieht bei den meisten Fällen innerhalb von 48 Stunden nach dem Tod der verstorbenen Person. So erfahren alle Mitmenschen und Personen, die dieser nahe gestanden haben, schnellstmöglich von deren Tod. 

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, eine Trauer- bzw. Todesanzeige erst nach der Beisetzung zu veröffentlichen, wenn beabsichtigt ist, dass die Beisetzung ausschließlich im Rahmen des engsten Familienkreises stattfindet. 

Die Kosten einer Traueranzeige in der Zeitung

Ein fixer Preis für die Veröffentlichung einer Traueranzeige innerhalb einer Zeitung ist schwer zu beziffern. Denn dieser ist zum einen davon abhängig, wie namhaft/bekannt die Zeitung ist und wie viele Leser sie hat sowie vom Platz und der Gestaltung der Traueranzeige. 

Je höher die Auflage einer Zeitung ist, desto teurer ist auch die Anzeige. Hinzu kommt, dass die Todesanzeige in Höhe und Breite in Millimetern gemessen wird. Sprich jeder Millimeter, den die Todesanzeige einnimmt, kostet Geld. Ebenso, wenn Motive oder sogar Farben mit ins Spiel kommen. 

Es ist jedoch grob zu sagen, dass eine Standard-Anzeige in einer örtliche Zeitung einige hundert Euro kosten kann. Ist die Zeitung regional vertreten, kann sich der Preis auch auf mehrere tausend Euro belaufen. 

Fazit

Eine Trauer- oder Todesanzeige dient vor allem dazu, Menschen über den Tod des Verstorbenen zu informieren und es ihnen gegebenenfalls zu ermöglichen, von dieser Person Abschied zu nehmen. 

In welcher Art und Weise eine Traueranzeige veröffentlicht wird, bleibt dabei jedem Hinterbliebenen sowie Angehörigen selbst überlassen. Am besten lassen Sie sich jedoch hierzu von dem beauftragten Bestattungsinstitut kompetent beraten. 

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Traueranzeigen in der Zeitung
Grabmale aus Holz

Vom klassischen Grabmal bis hin zur Gedenkstätte aus Holz

Zu den klassischen und häufigst ausgewählten Grabmalen auf dem Friedhof zählt der Grabstein, welcher aufrecht am Ende des Grabs aufgestellt wird. Neben diesem gibt es jedoch noch einige weitere Möglichkeiten, die Sie als Grabmal nutzen können. 

Welche das sind und wie sich diese unterscheiden, möchten wir Ihnen nachfolgend näher erläutern. 

Das Grabmal: Was ist es und welche Bedeutung hat es? 

Das Wort “Grabmal” wird sehr häufig auch als Synonym für den klassischen Grabstein verwendet. Jedoch können mit einem Grabmal noch einige weitere Arten von Grabdekorationen wie z. B. Grabkreuze, Grabplatten oder auch Grabtafeln gemeint sein. 

Grabmale gibt es darüber hinaus in den verschiedensten Formen. So unter anderem, wie eben schon angesprochen, als Kreuz, Stele, Tafeln oder auch aufgeschlagene Bücher und Engel. Hier kommt es natürlich auch immer auf den Geschmack der Hinterbliebenen an. Diese wählen in aller Regel ein Grabmal aus, welches optisch nicht nur ihren Geschmack trifft, sondern auch am besten zur verstorbenen und geliebten Person passt. 

Im Allgemeinen dient ein Grabmal als eine Ruhe- und Gedenkstätte für die Hinterbliebenen und Angehörigen des Verstorbenen. Denn ein Grabstein, eine Grabplatte, ein Grabkreuz oder ähnliches ist meist das Einzige, an dem sich die Hinterbliebenen am Grab des Toten noch orientieren und sich der Person nahe fühlen können. Ein Grabmal ist ein wichtiges Symbol und kann deshalb auch die Trauerbewältigung unterstützen, um mit dem Verlust der geliebten Person besser zurecht zu kommen. 

Das Grabmal, egal für welche Form Sie sich entscheiden, enthält auch immer eine sogenannte Inschrift. Diese Inschrift beinhaltet neben dem Namen des Verstorbenen auch seinen Geburtstag sowie den Tag, an dem er verstorben ist. Ein Grabmal kann zudem auf Wunsch auch noch mit vielen weiteren Elementen bestückt werden. Hierzu zählen Bilder, Zitate oder andere Texte jeder Art. 

Grabsteine und Grabplatten

Zu den am häufigsten verwendeten Grabmalen gehört der Grabstein sowie die Grabplatte. Der Unterschied zwischen diesen beiden Grabmalarten ist, dass der Grabstein am Grab aufgestellt und die Grabplatte auf das Grab gelegt wird. Dabei wird das Grab bei einer Grabplatte meist komplett bedeckt. Vor allem bei Urnengräbern sind Grabplatten aufgrund ihrer “kleinen” Größe in aller Regel Standard. So wird in diesem Zusammenhang auch häufig von der sogenannten Urnenplatte gesprochen. 

Hier finden Sie viele weitere Informationen zu den Grabsteinplatten

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, beide Arten von Grabmal zu kombinieren, sodass das Grab sowohl mit einer Grabplatte, als auch einem Grabstein bestückt wird. Eine Grabplatte bedeutet für die Hinterbliebenen weniger Pflegeaufwand, denn mit dieser ist eine Grabbepflanzung meist nur begrenzt möglich. Im Gegensatz dazu kann bei einem aufrecht stehenden Grabstein, welcher am Kopf des Grabes aufgestellt ist, das gesamte Grab bepflanzt werden.

Hier finden Sie viele weitere Informationen zur Grabbepflanzung

Jede Grabstätte kann mit einem individuellen Grabmal versehen werden. Dies ist natürlich auch immer abhängig von der Größe des Grabes sowie den Vorgaben, welche jeder Friedhof eigenständig in seiner Friedhofsverordnung regelt. Sollten Sie einen Steinmetz mit der Gestaltung eines Grabmals beauftragen, übernimmt dieser die Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung und kümmert sich um alle Details.

Material

Neben den verschiedenen Arten und Formen der Grabmäler können diese natürlich auch aus den verschiedensten Materialien bestehen. In aller Regel wird das Grabmal aus Naturstein hergestellt. Zu den weiteren häufig verwendeten Materialien zählen außerdem Kalkstein, Marmor, Granit oder auch Sandstein. 

Grabmale müssen allerdings nicht immer nur aus Stein bestehen. So bietet das Material Holz ebenso viele gestalterische Möglichkeiten, um schöne Grabmäler anzufertigen. Den Ideen und Vorstellungen sind hier keinerlei Grenzen gesetzt, denn Holz lässt sich im Gegensatz zu Stein relativ gut verarbeiten und gestalten. 

Inschriften bei einem Grabmal

Inschriften sind das A und O, wenn es um ein würdevolles Grabmal für den Verstorbenen geht. Zu den üblichen Inschriften auf einem klassischen Grabmal zählt der Name, das Geburtsdatum sowie der Todestag der verstorbenen Person.

Sie als Hinterbliebener und Angehöriger haben hier natürlich die Möglichkeit, noch weitere Wünsche zu äußern. So können auf dem Grabmal noch weitere Inschriften in Form von Trauertexten, Abschiedstexten oder Bildelemente erfolgen. Auch die Schriftart der Gravur kann von Ihnen individuell bestimmt werden. 

Was kostet ein Grabmal?

Die Kosten für ein Grabmal können sehr stark variieren, denn für die Preisgestaltung spielen viele Faktoren eine Rolle. So werden die Kosten nach der Größe, dem Material sowie der Art der Inschriften festgelegt. Zudem können Sie zwischen verschiedenen Steinarten (Breitstein, Reihenstein, Urnenstein) wählen, je nachdem ob es sich um ein Doppelgrab, Einzelgrab oder Urnengrab handelt. 

Die Kosten für ein Grabmal lassen sich grob in die folgenden Kategorien unterteilen: 

  • Grabmal
  • Inschriften
  • Grabeinfassungen
  • Transportkosten

Wie Sie sehen, ist die Kostenkalkulation für ein Grabmal sehr komplex. Sie sollten sich deshalb bei einem Steinmetz Ihres Vertrauens ausführlich informieren und beraten lassen. Rechnen Sie jedoch mit Kosten zwischen 500 € und 6.000 €. 

Grabmale aus Holz: Die Alternative zum Grabstein

Das Material Holz ist lange in Vergessenheit geraten, dabei hat dieses Material etwas sehr natürliches, lebendiges und vergängliches. Genauso, wie das Leben eines Menschen auch. Heutzutage ist dieses Material auf vielen Friedhöfen leider “nur” als klassisches Kreuz zu finden.

Mit speziellen Fertigungstechniken lässt sich allerdings auch aus Holz ein wunderschönes Grabmal gestalten. Das Holz wird hierfür mehrfach behandelt und kann genau wie der Grabstein oder die Grabplatte in verschiedenen Ausführungen, Größen sowie Beschriftungen zur Verfügung gestellt werden. 

Die Preise für ein Grabmal aus Holz sind ebenfalls nicht genau zu bestimmen. Denn auch hier kommt es natürlich auf die zuvor genannten Faktoren und Wünsche des Kunden an. Jedoch können Sie auch hier mit Kosten zwischen 500 € und 5.000 € rechnen. 

Die Friedhofsverordnung beachten

Damit Sie wissen, welche Art von Grabmal Sie im Detail für das Grab des Verstorbenen nutzen dürfen, müssen Sie die Vorschriften des jeweiligen Friedhofs beachten. So ist in der Friedhofsverordnung genau geregelt, wie das Grabmal aussehen oder welche Größe es haben darf. 

Diese Arbeit wird Ihnen jedoch von Ihrem Steinmetz abgenommen. Sobald Sie dort einen Grabstein oder eine Grabplatte in Auftrag geben, wird sich dieser mit der zuständigen Friedhofsverwaltung in Verbindung setzen sowie alle Formalitäten und Details klären. Denn nur wenn der Steinmetz weiß, welche Maße berücksichtigt werden müssen oder aus welchem Material das Grabmal bestehen darf, kann er mit seiner Arbeit beginnen. Selbstverständlich geschieht dies alles in Abstimmung mit Ihnen als Auftraggeber. 

Fazit

Ein Grabmal gehört für die Hinterbliebenen und Angehörigen zu den wichtigsten Symbolen, wenn es um die Ruhe- und Gedenkstätte des Verstorbenen geht. Sie können hierbei aus einer Vielzahl von Materialien und Varianten wählen und finden so mit Sicherheit ein Grabmal, welches sowohl Ihren Vorstellungen entspricht, als auch zur verstorbenen Person passt. 


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Grabstein aus Holz und Grabmäler aus Holz
Trauerfeiern - Wie ein schöner Abschied gelingt

Bei der Trauerfeier handelt es sich um einen der wichtigsten Abschnitte, wenn es um die Verabschiedung eines geliebten Menschen geht. Denn hier können Sie und die eingeladene Trauergemeinde dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen und den Hinterbliebenen gegebenenfalls Ihr Beileid bekunden.

Die Trauerfeier

Die Trauerfeier ermöglicht Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunden die Abschiednahme vom Verstorbenen. Sie haben hier die Möglichkeit dem Verstorbenen zu gedenken und ihm die letzte Ehre zu erweisen. 

Dabei findet die Gedenkzeremonie, bei der gemeinsam Abschied vom geliebten Menschen genommen wird, je nach örtlichen Gegebenheiten in der Friedhofskapelle oder der Kirche statt. 

Nach der Bestattungsplanung durch die Hinterbliebenen dient die Trauerfeier außerdem zur Trauerbewältigung. Denn dieser Tag ermöglicht diesen, sich selbst intensiv mit der Trauer und Verabschiedung zu befassen. 

Katholische Trauerfeier

Bei der katholischen Trauerfeier findet in der Regel vor oder nach der Trauerfeier ein Gottesdienst in der Pfarrkirche mit Gedenken an den Verstorbenen statt. Heutzutage wird dieser jedoch meist auch in der katholischen Kirche mit der Trauerfeier zusammengelegt. 

Evangelische Trauerfeiern

In der evangelischen Kirche finden Beerdigungen und die damit zusammenhängende Trauerfeier immer im Rahmen eines Gottesdienstes statt. 

Einladung zur Trauerfeier

Damit betroffene Personen, die dem Verstorbenen wichtig waren, von der Trauerfeier erfahren, können diese auf unterschiedliche Weise eingeladen werden. So kann eine Einladung zur Gedenkzeremonie entweder über eine persönliche Einladung oder die klassische Traueranzeige in der Zeitung erfolgen. 

Aber auch persönliche Trauerkarten und Trauerbriefe, die über den Todesfall informieren, können an die betroffenen Personen versandt werden. 

Die Organisation und der Ablauf der Trauerfeier

Die Organisation der Trauerfeier wird in aller Regel vom beauftragten Bestattungsunternehmen übernommen. Sie als Hinterbliebene/r können jedoch selbstverständlich ebenso Aufgaben für die Gedenkzeremonie übernehmen. Hierzu sollten Sie stets Rücksprache mit dem Bestatter halten, damit dieser über Ihre Wünsche und Vorstellungen informiert ist. 

So haben Sie unter anderem die Möglichkeit, die Kapelle bzw. Trauerhalle nach Ihren Wünschen zu gestalten. Beispielsweise können Sie diese mit Blumen oder Bildern dekorieren. Darüber hinaus steht ihnen eine freie Musikauswahl zur Verfügung. Das bedeutet, während der Trauerfeier kann die Lieblingsmusik des Verstorbenen gespielt oder sogar Lieder gesungen werden, wenn dies Ihr Wunsch ist. 

Der Ablauf der Trauerfeier erfolgt dabei immer in mehreren Schritten. Die erste Sitzreihe innerhalb der Kapelle, Trauerhalle oder Kirche ist stets für die engsten Angehörigen reserviert. Vor oder während der Zeremonie, je nach Ablauf, haben alle Trauergäste die Möglichkeit, an den Sarg heranzutreten und sich in Ruhe und in stillem Gedenken vom Verstorbenen zu verabschieden. 

Nach der Trauerfeier folgt die Trauergemeinde den Sargträgern sowie dem Sarg oder der Urne an die vorgesehene Grabstätte. Hier hat im Anschluss jeder Trauergast nochmals einige Minuten Zeit, um sich vom Verstorbenen zu verabschieden und den Hinterbliebenen ihr Beileid auszusprechen. Wünschen Sie keine Beileidsbekundungen am Grab, lassen Sie dies Ihre Trauergemeinde vorab wissen. 

Wo kann eine Trauerfeier stattfinden?

Wird der Verstorbene im Rahmen einer Erd- oder Urnenbestattung am Grab und somit auf dem Friedhof beigesetzt, findet die Trauerfeier in aller Regel in der Friedhofskapelle vor Ort oder in der Kirche statt. Es kommt jedoch auch immer auf die Bestattungsart und den Beisetzungsort des Verstorbenen an. 

So bieten heutzutage unter anderem auch die Bestattungsunternehmen selbst eigene Räumlichkeiten an, in denen Trauerfeiern stattfinden können. 

Trauerreden und Gestaltung der Trauerfeier

Trauerfeiern können je nach Konfession des Verstorbenen unterschiedlich gestaltet werden. So können zum einen kirchliche Trauerredner in Form eines Pfarrers an der Gedenkzeremonie teilnehmen oder freie Redner für die Trauerrede engagiert werden. 

Bei der Trauerrede geht es vor allem darum, die verstorbene Person und ihr Leben zu beleuchten sowie der Trauergemeinde die Möglichkeit zu geben, den Verstorbenen in guter Erinnerung zu behalten. In diesem Zusammenhang haben Angehörige oder Freunde außerdem die Möglichkeit, eigene Gedichte oder Wünsche an die Hinterbliebenen vorzutragen. 

Alles zum Thema Trauerreden haben wir Ihnen außerdem in diesem Artikel ausführlich zusammengefasst: Link zum Artikel.

Musik bei der Trauerfeier

Wie bereits erwähnt, kann die Trauerfeier auf Wunsch auch von Musik begleitet werden. In aller Regel wird hier die Lieblingsmusik des Verstorbenen gewählt, um Trost zu spenden und die Erinnerung an diesen Menschen aufleben zu lassen. 

Die musikalische Begleitung kann dabei von einem Chor, einem Sänger, einem Orgelspiel oder aus einer einfachen Musikanlage erfolgen. 

Die Kleidung zur Trauerfeier

Die Kleidung auf einer Trauerfeier sollte immer so ausgewählt werden, dass sie dem Verstorbenen gegenüber Respekt bekundet. Die klassische Farbe hierfür ist Schwarz. Aber auch andere dunkle Farben, wie z. B. Dunkelblau oder Dunkelbraun, sind angemessen, um an einer solchen Zeremonie teilzunehmen. 

Der allgemeine Kleidungsstil sollte zudem konservativ sein. So sollten Männer einen dunklen Anzug, eine dunkle Krawatte und dunkle Schuhe tragen. Frauen ein dunkles Kleid oder Kostüm. Darüber hinaus wird bei diesem Anlass auf auffälligen Schmuck sowie auffälliges Make-up verzichtet. 

Wie geht es nach der Trauerfeier weiter? 

Wie es nach der Trauerfeier weiter geht, bleibt den Hinterbliebenen und ihren Bedürfnissen überlassen. So möchten einige Hinterbliebene nach der Trauerfeier alleine sein, andere wiederum scheuen dies und möchten die Zeit bei Kaffee und Kuchen mit ihrer Familie verbringen. 

Hier werden dann Anekdoten über den Verstorbenen erzählt oder Beileidskarten gelesen, um mit der Trauer besser zurechtzukommen. 

Die Trauerfeier von Michael Jackson - Dem “King of Pop”

Eine ganz besondere Trauerfeier durften die Hinterbliebenen vom “King of Pop” - Michael Jackson - im Jahr 2009 erleben. Denn dieser wurde sowohl im privaten Kreis, als auch auf einer öffentlichen Trauerfeier mit über 20.000 Freunden und Fans verabschiedet. 

Nachdem die private Gedenkzeremonie auf einem Friedhof in den Hollywood Hills zu Ende war, wurde der Sarg von Michael Jackson in das Staples Center in Los Angeles gebracht, wo er öffentlich verabschiedet wurde. Nach mehreren Schweigeminuten wurde der “King of Pop” von befreundeten Sängern wie z. B. Mariah Carey und vielen anderen mit deren Songs gewürdigt. 

Fazit

Die Trauerfeier ist die letzte Gedenkzeremonie für Verstorbene und so für die Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunde die letzte Chance, sich würdevoll von dem geliebten Menschen zu verabschieden. 

Sie als Hinterbliebene/r haben jederzeit die Möglichkeit, die Zeremonie nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen mitzugestalten und diese ganz individuell auf die geliebte Person abzustimmen.

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Trauerfeier - aufgebahrter Sarg und Abschiednahme
Seebestattung: Organisation, Regeln, Ablauf und Kosten

Die Seebestattung ist heutzutage eine beliebte Alternative zu den üblichen und bereits bekannten Bestattungsformen wie der Feuer- oder Erdbestattung. Dabei war diese Art der Beisetzung früher nur möglich, wenn der Verstorbene einen besonderen Bezug zur See hatte. 

Heute steht die Seebestattung jedermann frei und das ist auch gut so, denn immer mehr Menschen fühlen sich mit der Natur und gerade mit dem Element Wasser verbunden. Gerade deshalb möchten sie ihre letzte Ruhestätte auf hoher See haben. Dennoch gelten für die Seebestattung einige Regeln und es müssen eine Vielzahl von behördlichen Formalitäten erledigt werden. 

Die Seebestattung: Nach dem Tod mit dem Meer verbunden

Die Seebestattung ist eine besondere Art der Beisetzung, für die sich der bereits Verstorbene zu Lebzeiten entscheiden kann. Hat er das nicht, kann diese auch ein stellvertretender Angehöriger nach dem Tod übernehmen. Dabei steht Ihnen frei, ob die Seebestattung an der Nordsee, Ostsee, dem Mittelmeer oder sogar im Atlantik erfolgen soll. 

Bevor die Seebestattung allerdings erfolgen kann, geht dem immer die Einäscherung des Verstorbenen voraus. Das bedeutet, im Krematorium wird die verbleibende Asche in eine eigens für die Seebestattung wasserlösliche Urne gefüllt und anschließend vom Bestattungsinstitut an die Reederei übergeben, welche die Beisetzung auf hoher See übernimmt. 

Zudem kann zwischen einer begleiteten oder anonymen Seebestattung gewählt werden. Die begleitete Seebestattung umfasst unter anderem eine Trauerfeier mit Trauergästen. Bei der anonymen Beisetzung kümmert sich die beauftragte Reederei alleine und somit anonym um die Bestattung. 

Eine Seebestattung hat darüber hinaus sowohl finanzielle, als auch emotionale Vorteile. Gegenüber einer klassischen Bestattung ist sie auf lange Sicht deutlich günstiger, da beispielsweise keinerlei Kosten für die Grabpflege anfallen. Aus emotionaler Sicht fällt es vielen Trauernden nach der Beisetzung einfacher, mit dem Tod des Verstorbenen abzuschließen, da nach der Seebestattung rein die Erinnerung bleibt und keine Möglichkeit besteht, den Verstorbenen zu besuchen. 

Voraussetzungen & Regeln für die Seebestattung

In Deutschland gibt es das sogenannte Bestattungsrecht, welches von jedem Bundesland unterschiedlich geregelt wird. Weiß der Verstorbene bereits zu Lebzeiten, dass er eine Bestattung auf See möchte, sollte er sich um eine Seebestattungsverfügung bemühen. Diese erleichtert im Nachhinein die behördlichen Hürden und gilt als Nachweis dafür, dass diese Art der Bestattung gewünscht war. 

In einigen Bundesländern ist solch eine Verfügung bzw. Willenserklärung notwendig, damit die Bestattung genehmigt werden kann. Liegt keine Seebestattungsverfügung vor, muss vom Stellvertreter des Verstorbenen eine schriftliche Willenserklärung unterzeichnet werden. Das Bestattungsinstitut kümmert sich im Anschluss um alle behördlichen Angelegenheiten sowie natürlich um die Seebestattung selbst. 

Auch für die Seebestattung an sich gibt es einige Regeln, an die sich die Reedereien halten müssen. So darf die Beisetzung nur mit mindestens einem Abstand von 3 Seemeilen zur Küste erfolgen und nur auf rauem Grund, was bedeutet, dass die wasserlösliche Urne nur außer Reichweite von Fischen und Wassersportlern in die See gelassen werden darf. 

So wird die Seebestattung vorbereitet

Nach dem eingetroffenen Sterbefall sollten Sie innerhalb eines Tages ein Bestattungsinstitut beauftragen, welches die Versorgung des Verstorbenen übernimmt. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass eine Seebestattung nur mittels Bestattungsinstitut möglich ist. 

Dieses übernimmt unter anderem die Überführung des Verstorbenenen, die Versorgung (Waschen, Ankleiden, etc.), die Einäscherung im Krematorium, die Behördengänge jeglicher Art sowie natürlich die Übergabe der Urne an die zuständige Reederei. 

Sprechen Sie sich im besten Fall vorher genau über die Vorgehensweise mit dem Bestattungsinstitut ab. Dies spielt besonders eine Rolle, wenn die Seebestattung im Ausland erfolgen soll. Denn bei der Überführung ins Ausland möchten Sie schließlich genau wissen, wer die Urne entgegen nimmt und wie die Beisetzung erfolgt. 

Der Ablauf einer Seebestattung

Wie bereits angesprochen, müssen Sie sich als Angehöriger bei einer Seebestattung um nichts kümmern. Das von Ihnen beauftragte Bestattungsinstitut setzt sich mit der zuständigen Reederei in Verbindung und übergibt die Urne für die Beisetzung auf hoher See. 

Wünschen Sie jedoch eine begleitete Seebestattung, müssen Sie dies der Reederei bzw. dem Bestattungsinstitut frühzeitig mitteilen. Diese kann dann für Sie und die eingeladenen Trauergäste Vorbereitungen in Form von Blumenschmuck, Kuchen und einem Leichenschmaus sorgen. 

Sobald Sie an Bord des Schiffes sind, finden Sie die Urne meist im Innenbereich, wo diese schön aufbereitet und dekoriert platziert ist. Sobald die Beisetzungsposition angesteuert wird, wird die Flagge auf Halbmast gesetzt. Ist die Beisetzungsposition erreicht, stoppt das Schiff und die Schiffsglocke gibt ein Signal ab. 

Im Anschluss wird die Urne gemeinsam mit dem Kapitän an das Heck des Schiffes gebracht, wo Sie und alle Trauergäste Abschied nehmen können, bevor die Urne ins Wasser gelassen wird. Selbstverständlich können in diesem Zuge auch Blumen oder Blütenblätter ins Wasser gegeben werden. 

Ganz vom Ablauf der Seebestattung abgesehen, sollten Sie nicht vergessen, die Trauergäste auf geeignete Kleidung hinzuweisen. Eine Seebestattung auf hoher See kann aufgrund von starken Winden sehr kühl und frisch sein. Sie selbst und alle Trauergäste sollten sich daher warm anziehen. 

Was kostet eine Seebestattung?

Gegenüber der klassischen Bestattungsformen, wie z. B. der Beisetzung auf einem Friedhof, ist die Seebestattung auf lange Sicht deutlich günstiger. Denn nach erfolgter Beisetzung müssen Sie sich als Angehöriger oder Verwandter des Verstorbenen weder um einen Grabstein noch um die Grabpflege oder ähnliches kümmern. 

Trotzdem ist eine Seebestattung natürlich ebenso eine finanzielle Belastung, wie jede andere Bestattungsform auch. Die Kosten einer Seebestattung setzen sich vor allem aus den Verwaltungskosten (u. a. dem Totenschein und der Sterbeurkunde), den Leistungen des Bestatters (Kremierung, Kremationssarg, Seeurne) sowie der Beisetzung durch die Reederei zusammen. 

Möchten Sie außerdem eine begleitete Seebestattung oder soll die Beisetzung im Ausland erfolgen, müssen Sie mit einigen Mehrkosten rechnen, die für den Mehraufwand bzw. die Überführung anfallen. Bei der anonymen Seebestattung auf der Nord- oder Ostsee handelt es sich folglich um die günstigste Variante dieser Bestattungsform. 

Wichtig: Bevor Sie sich für ein Bestattungsinstitut inklusive Seebestattung entscheiden, sollten Sie zwei bis drei Bestatter vergleichen. Denn gerade bei der Seebestattung können die Preise stark variieren. 

Sie sollten jedoch von Anfang an mit Kosten zwischen 1.000 € und 3.500 € rechnen. Diese sind wie eben schon erwähnt selbstverständlich auch abhängig davon, welche Art von Seebestattung Sie wählen. 

Fazit

Die Seebestattung zählt mittlerweile zu einer beliebten und immer häufiger gewählten Bestattungsform. In Deutschland werden Seebestattungen ausschließlich auf der Ostsee und Nordsee durchgeführt. Auf Wunsch ist natürlich aber auch die Bestattung im Mittelmeer und auf dem Atlantik möglich. 

Außerdem haben Sie bei der Seebestattung die Wahl, ob die Beisetzung in Begleitung, also im Beisein der Angehörigen, erfolgen soll oder anonym durchgeführt wird. Um dem Verstorbenen gerecht zu werden, sollten Sie diese Frage bereits zu Lebzeiten mit Ihrem / Ihrer Liebsten klären. 

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Seebestattung Informationen
Trauerkarte richtig schreiben


Wer einen wichtigen Menschen verloren hat - sei es ein Familienmitglied, ein Freund, Verwandter oder Kollege - möchte mit Hilfe einer Trauerkarte in Form eines Kondolenzschreibens allen Hinterbliebenen und Angehörigen Trost und Hoffnung spenden. 
Damit Sie erkennen, wie wichtig Trauerkarten sind und welchen Zweck sie erfüllen, finden Sie hierzu nachfolgend die wichtigsten Informationen zusammengefasst. 

Was sind Trauerkarten?

Trauerkarten dienen in erster Linie dazu, den Angehörigen und Hinterbliebenen sein Beileid auszusprechen. Auch wenn es sich bei dem Verstorbenen vielleicht nur um einen Arbeitskollegen oder fernen Bekannten handelt, besteht so die Möglichkeit, den Angehörigen die eigene Trauer mitzuteilen.

Dabei handelt es sich bei den Trauerkarten um eine Form des Kondolenzschreibens. Denn auch die Trauerkarte wird direkt an die Angehörigen des Verstorbenen versendet. Sie hat sowohl für diejenigen, die die Trauerkarte schreiben, als auch für die Person, die die Trauerkarte erhält, eine große Bedeutung. 

Mit Hilfe von Trauerkarten haben Sie die Möglichkeit, den Angehörigen zu zeigen, dass sie mit ihrem Leid nicht alleine sind. Das hilft den Hinterbliebenen oftmals sehr, da diese Art der Geborgenheit und Unterstützung von Außen die Trauerarbeit erleichtern kann. 

Der Inhalt von Trauerkarten kann aus Gedichten, persönlichen Worten oder religiösen Trauersprüchen bestehen. Im Zusammenhang damit wird die Trauerkarte auch sinngemäß als Beileidskarte bezeichnet. 

Trauerkarten schreiben

Trauerkarten müssen persönlich sein, denn es handelt sich dabei schließlich um eine Geste, die Beileid, Mitgefühl und Hoffnung zum Ausdruck bringen soll. Damit diese Art von persönlicher Geste ernst genommen werden kann, sollte die Trauerkarte stets handschriftlich verfasst und auf den Ausdruck mittels Schreibmaschine oder Drucker verzichtet werden. 

Neben dem handschriftlichen Verfassen einer Trauerkarte sollten Sie zudem niemals einen allgemeinen Text wählen, denn das könnte den Eindruck erwecken, dass Ihnen der Verstorbene nicht wichtig war und Sie sich zu dieser Art der Beileidsbekundung verpflichtet fühlten. 

Sie sollten den Angehörigen und Hinterbliebenen mit Ihrem Text signalisieren, dass der Verstorbene einen gewissen Stellenwert für Sie hatte. Es fällt natürlich schwer, in solch einer Situation die richtigen Worte für die Trauerkarte zu finden. Sie können sich deshalb hierzu an Beispielformulierungen orientieren, die Sie im Anschluss auf den Verstorbenen anpassen. 

Die Texte innerhalb von Trauerkarten können sich von Person zu Person unterscheiden. Es hängt immer davon ab, wie nah Sie dem Verstorbenen gestanden haben. Dennoch ist zu jederzeit darauf zu achten, dass die Trauerkarte als eine persönliche und wertschätzende Beileidsbekundung wahrgenommen wird. 

Trauerkarten: Wann sollten Sie eine schreiben? 

Zu welchem Zeitpunkt Trauerkarten geschrieben werden, hängt davon ab, wie gut Sie die verstorbene Person kannten. Denn Sie können eine Trauerkarte erst schreiben, wenn Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. Nahe Verwandte und direkte Angehörige erfahren dies meist taggleich, wohingegen Arbeitskollegen oder entfernte Bekannte erst einige Tage später von diesem Ereignis erfahren. 

Der richtige Moment zum Schreiben einer Trauerkarte ist immer dann, wenn Sie über den Tod des Verstorbenen informiert wurden. Sie können die Trauerkarte bzw. Beileidskarte aber auch erst am Tag der Beisetzung überreichen, was jedoch nicht unbedingt der beste Zeitpunkt ist. Aus diesem Grund empfiehlt sich immer der Versand auf dem Postweg. 

Wem können Sie Trauerkarten schreiben? 

Trauerkarten können immer an all diejenigen Personen geschrieben werden, die sich direkt oder indirekt vom Tod oder der Trauer betroffen fühlen. Hierzu zählen etwa Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen oder sogar Nachbarn. 

Geschrieben und versendet werden die Trauerkarten in der Regel aber immer nur an eine einzige Person - und zwar an die, die dem Verstorbenen zuletzt am nächsten Stand. Das kann also die Ehefrau / der Ehemann, die Mutter / der Vater oder das Kind / die Kinder sein. 

Trauerkarten: Die Karte selbst

Die Auswahl von Trauerkarten ist groß. Es gibt sie in unterschiedlichen Variationen mit verschiedenen Beschriftungen, Sprüchen und Motiven. Sie fragen sich jetzt vielleicht, auf was Sie bei der richtigen Trauerkarten achten sollten? Aus diesem Grund, möchten wir Ihnen ein paar Kriterien zur Auswahl einer angemessenen Trauerkarte in Form eines Kondolenzschreibens nennen. 

Zu diesen Auswahlkriterien zählt:

  • der Preis
  • das Motiv
  • das Kuvert

Trauerkarten sind in unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich. Dies sollte für Sie jedoch erst einmal im Hintergrund stehen. Schließlich möchten Sie mit der Trauerkarte Ihr Beileid und Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Dies geschieht am besten, wenn es sich dabei um eine angemessene Beileidskarte handelt. 

Die Motive der Trauerkarten sind oft sehr ähnlich. Sie können hier also bei der Auswahl generell nicht viel falsch machen. Doch auch wenn die Unterschiede oftmals nur sehr gering sind, empfiehlt es sich, auf Details zu achten und eine Trauerkarte zu wählen, die am ehesten zum Verstorbenen passt. 

Neben den zuvor genannten Punkten kommt es bei Trauerkarten außerdem auf das richtige Kuvert an. Denken Sie daran - das Erste was die Angehörigen sehen werden, ist das Kuvert. 

Achten Sie also darauf, dass der wertschätzenden Trauerkarte ein passendes und hochwertiges Kuvert beiliegt. In aller Regel gibt es Trauerkarten direkt zusammen mit dem passenden Kuvert zu kaufen. Sie werden merken, dass diese aus hochwertigem Papier bestehen und deutlich dicker als normale Briefumschläge sind. 

Welcher Text eignet sich für Trauerkarten? 

Wie zuvor bereits erwähnt, ist es wichtig, dass Sie der Trauerkarte eine persönliche Geste verleihen. Das bedeutet, Sie sollten eine Trauerkarte stets handschriftlich verfassen und auf eine digitale Beileidskarte vollkommen verzichten. 

Bevor Sie sich jedoch mit dem Text für Ihre Trauerkarte auseinandersetzen, müssen Sie wissen, dass Trauerkarten nach einem bestimmten Prinzip aufgebaut sind. Sie bestehen aus verschiedenen Abschnitten: Anrede, Einleitung, Beileidsbekundung, persönlicher Bezug, Signalisierung der Unterstützung und den Abschlussworten. 

An dieser Textaufteilung innerhalb der Trauerkarten können Sie sich richten, es bleibt aber natürlich Ihnen selbst überlassen, in welcher Form Sie das Kondolenzschreiben verfassen. 

Textbeispiele für die Trauerkarten:

Anrede: 

Liebe/r ….. (Vorname, Angehörige, Familie)

Einleitung

Leider habe ich soeben von Ihrem Verlust erfahren. Ich bin zutiefst erschüttert und traurig zugleich.

Beileidsbekundung: 

Ich fühle mich mit Ihnen und Ihrer Familie verbunden. Diese Worte können Ihnen Ihren Schmerz nicht nehmen. Sie sind jedoch nicht alleine mit Ihrer Trauer. 

Persönlicher Bezug: 

Immer an das Gute im Menschen glaubend, immer hilfsbereit und darauf bedacht, Großes zu bewirken - das war der Mensch ….., den wir fortan vermissen werden und an dessen gute Taten wir immer wieder und gerne zurückdenken. 

Signalisation der Unterstützung

Sollte es Tage geben, an denen Sie Unterstützung brauchen oder Sie einfach nur reden möchten, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. 

Abschlussworte

Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und verbleiben mit den aufrichtigsten Wünschen.

Sollten Sie Geld zur Trauerkarte legen? 

Passen Geld und Trauerkarten zusammen? Ja und nein! Jedoch wissen Sie sicherlich, dass eine Beisetzung mit Feierlichkeiten schnell mehrere tausend Euro kosten kann. In einigen Regionen Deutschlands ist es deshalb gang und gäbe, dass der Trauerkarte Geld beigelegt wird. 

Es mag für viele etwas ungewöhnlich oder mit einem schlechten Bauchgefühl verbunden sein, denn schließlich möchte man ja nicht, dass das Geld zu Missverständnissen führt. Um dies zu vermeiden und von vornherein zu umgehen, können Sie in der Trauerkarte darauf hinweisen. So z. B. als “Geld für die Grabbepflanzung” oder ähnlichem. 

Trauerkarten: Unterschrift und Versand

Trauerkarten beinhalten meist bereits ein schönes Motiv sowie einen passenden Spruch. Dennoch möchten Sie noch ein paar persönliche Worte für die wertschätzende Geste innerhalb der Trauerkarte hinterlassen. Hierzu zählt natürlich auch Ihre Unterschrift. 

Bitte vermeiden Sie hier jedoch die üblichen Phrasen wie “Viele Grüße” oder “Freundliche Grüße”. Dies ist innerhalb einer Trauerkarte eher unangemessen. Vielmehr sollte es etwas herzliches wie z. B. “Wir umarmen euch”, “Wir sind in Gedanken bei euch”, “Herzliche Anteilnahme” oder ähnliches sein. 

Der Versand von Trauerkarten sollte zudem immer auf dem klassischen Weg erfolgen, also mit der Post. Auch wenn das digitale Zeitalter das Übermitteln von Nachrichten durch E-Mail, WhatsApp oder das Fax schneller und einfacher gemacht hat, ist der Postweg nach wie vor der angemessenere Weg, um eine Trauerkarte zu verschicken. Denn nur so können die Angehörigen auch Ihre handschriftliche Nachricht empfangen. 

Fazit: Trauerkarten

Trauerkarten bieten Ihnen die beste Möglichkeit, den betroffenen Angehörigen und Hinterbliebenen Ihr persönliches Mitgefühl sowie Beileid auszusprechen. Für das Schreiben der Trauerkarte sollten Sie versuchen, möglichst persönliche Worte zu finden und auf Phrasen und Floskeln verzichten. 

Bei einer Trauerkarte handelt es sich um etwas sehr Persönliches. Genau aus diesem Grund sollte die Karte handschriftlich verfasst und auf dem Postweg übermittelt werden, sobald Sie über den Tod des Verstorbenen informiert wurden.



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Trauerka
Grabbepflanzungen für ein würdevolles Grab

Mit der Grabbepflanzung erweisen Sie dem Verstorbenen die letzte Aufmerksamkeit an der Grabstätte. Ein schön und würdevoll gestaltetes Grab hilft Ihnen zudem, über den Tod des Familienmitglieds hinweg zu kommen. Denn damit tun Sie etwas “sichtbar” Gutes, was Sie Dankbarkeit und Zufriedenheit fühlen lässt. 

Worauf es bei der Grabbepflanzung ankommt und welche Pflanzen sich zu welcher Jahreszeit am besten eignen, möchten wir Ihnen innerhalb dieses Artikels näher erklären. 

Die Grabbepflanzung: Deshalb ist sie wichtig

Dass ein geliebter Mensch verstorben ist, ist für alle Angehörigen ein schmerzhafter Verlust, der nur mit viel Trauerarbeit überwunden werden kann. So außergewöhnlich es vielleicht klingen mag, aber die Grabbepflanzung gehört genau zu dieser Art von Trauerarbeit. 

Denn mit der Bepflanzung des Grabes kommen Sie dem Verstorbenen auf eine gewisse Art und Weise näher. Sie machen das Grab zu einer würdevollen Gedenkstätte und zu einem Ort, an dem die Erinnerung an die verstorbene Person nicht schöner sein kann. 

Bei der Grabbepflanzung geht es in erster Linie also nicht nur darum, das Grab zu bepflanzen, sondern auch seine Trauer zu verarbeiten und die Erinnerung an die geliebte Person zu wahren. 

Was Sie vor der Grabbepflanzung wissen sollten

Bevor Sie sich über die Grabbepflanzung Gedanken machen, müssen Sie wissen, an welchem Standort sich das Grab befindet. Denn der Standort des Grabes, also ob es sich im Schatten, Halbschatten oder in der Sonne befindet, entscheidet darüber, welche Pflanzen für das Grab geeignet sind. Informieren Sie sich vorher bei der Friedhofsverwaltung über die Bodenbeschaffenheit.

Die Bepflanzung des Grabes unterscheidet sich in der Regel kaum bis gar nicht von der üblichen Gartenarbeit. Für die Grabbepflanzung sollten Sie ausschließlich niedrig wachsende Pflanzen auswählen, um den Pflegeaufwand gering zu halten. Außerdem müssen Sie die verschiedenen Jahreszeiten beachten, damit das Grab stets mit blühenden Pflanzen versorgt ist. 

Beginnen Sie mit der Grabbepflanzung erst, wenn der Grabstein aufgestellt ist bzw. die Urne vergraben wurde.

Bodendecker zur Grabbepflanzung

Bodendecker zählen zu den Klassikern, wenn es um die Grabbepflanzung geht. Der große Vorteil von Bodendeckern ist, dass sie sehr pflegeleicht sind und das gesamte Grab begrünen können. Sie wachsen nicht in Höhe, sondern in die Breite. Die dicht wachsende Pflanze verhindert darüber hinaus, dass Unkraut wachsen kann. 

Bodendecker werden am besten im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Die robusten Pflanzen müssen zu Anfang regelmäßig gegossen werden. Als robuste Bodendecker eignen sich vor allem die Schaumblüte, Dickmännchen oder die Fiederpolster. 

Natürlich können Sie sich auch für eine Kombination aus Bodendeckern und normaler Grabbepflanzung entscheiden. Dies hängt ganz davon ab, wie viel Pflegeaufwand und Zeit Sie in die Grabpflege investieren können. 

Narzissen

Die richtige Grabbepflanzung zur passenden Jahreszeit

Neben den bereits genannten Faktoren, wie z. B. dem Standort für die Grabbepflanzung, kommt es ebenso auf die verschiedenen Jahreszeiten an. 

Denn je nach Jahreszeit müssen Sie sich für andere Pflanzen entscheiden, damit diese auf dem Grab sprießen und blühen können. Wenn Sie hier den Pflegeaufwand in Grenzen halten möchten, sollten Sie sich vor allem für robuste Pflanzen entscheiden, die zudem wenig Wasser benötigen. 

Welche Pflanzen sich für welche Jahreszeiten eignen, möchten wir Ihnen nachfolgend beispielhaft zeigen. 

Grabbepflanzung Frühling

Sobald der Winter vorbei ist, kommt mit dem Frühling die Zeit, an dem das Grab wieder zu blühen beginnen kann. Für die ersten warmen Sonnenstrahlen eignen sich Früh- und Spätblüher hervorragend. 

Pflanzen für den Frühling:

  • Narzissen
  • Krokus
  • Stiefmütterchen
  • Tulpen

Grabbepflanzung Sommer

Der Sommer zählt wohl zur schönsten Zeit, wenn es um die Grabbepflanzung geht. Denn zu dieser Zeit blühen die Pflanzen auf dem Friedhof in ihrer schönsten und vollsten Pracht. Für den Sommer eignen sich vor allem bunte und hitzebeständige Pflanzen - gerade wenn das Grab der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. 

Für ein schattiges Grab können Sie Pflanzen aller Art wählen. Bevor Sie im Sommer mit der Bepflanzung beginnen, sollten Sie den trockenen Boden vorab nochmal gut durchnässen, um eine einfache Bepflanzung gewährleisten zu können. 

Pflanzen für den Sommer: 

  • Fuchsien
  • Geranien
  • Margeriten
  • Begonien
Christrosen


Grabbepflanzung für den Herbst

Der Herbst zählt zur goldenen Jahreszeit und die Pflanzen sind in vielen verschiedenen Farben zu sehen. Auch zu dieser Zeit können Sie das Grab mit den letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zum Blühen bringen. 

Für den Herbst sollten vor allem Pflanzen gewählt werden, die niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden können und frostbeständig sind. 

Pflanzen für den Herbst: 

  • Christrosen
  • Chrysanthemen
  • Alpenveilchen

Das Ende dieser Jahreszeit spielt auf dem Friedhof eine wichtige Rolle. Denn mit Ende des Herbstes wird am Totensonntag die Winterbepflanzung gesetzt. 

Grabbepflanzung für den Winter

Im Winter können Sie das Grab aufgrund der kalten Temperaturen nur bedingt bepflanzen. Wie zuvor schon kurz erwähnt, werden zum Totensonntag bzw. zu Allerheiligen die Gräber auf den Winter vorbereitet. 

In der Regel werden die Gräber hierzu mit Tannenzweigen eingedeckt. Sollten Sie sich außerdem für eine Grabbepflanzung entscheiden, müssen Sie Pflanzen wählen, die niedrige Temperaturen und kommenden Frost gut überstehen können. 

Um das Grab auch in der Winterzeit würdevoll zu gestalten, können Sie neben einer Bepflanzung zudem Kränze und Gestecke niederlegen. Pflanzen für den Winter: 

Pfllanzen für den Winter

  • Scheinbeeren
  • Silberblatt
  • Silberkörbche
Scheinbeeren

Ganzjährige Grabbepflanzung

Die ganzjährige Grabbepflanzung eignet sich für all diejenigen, die keine oder wenig Zeit in die Grabpflege investieren können oder möchten. Für diese Art von Bepflanzung sollten Sie eine Kombination aus Dauerbepflanzung und Wechselbepflanzung wählen. 

Für die Dauerbepflanzung eignen sich in diesem Fall vor allem Bodendecker bzw. robuste Pflanzen, die wenig Wasser brauchen. Eine gewisse Wechselbepflanzung lässt das Grab zudem in den verschiedenen Jahreszeiten in einem neuen Glanz erscheinen. Auf Sie kommt so nur ein geringer Pflegeaufwand für die Grabpflege zu.

Können Sie sich aus zeitlichen Gründen gar nicht um die Grabpflege und somit um die Grabbepflanzung kümmern, haben Sie die Möglichkeit, einen zuständigen Friedhofsgärtner zu beauftragen. Dieser gießt das Grab regelmäßig, entfernt Laub und Unkraut und übernimmt die Neubepflanzung in den einzelnen Jahreszeiten. 

Dieser Service ist jedoch mit Kosten verbunden, die jährlich mehrere tausend Euro betragen können. 

Fazit: Die Grabbepflanzung 

Die Grabbepflanzung sorgt am Grab nicht nur für ein würdevolles Aussehen, sondern auch für eine schöne Erinnerung an den Verstorbenen. Das Abschiednehmen und die Trauerarbeit kann durch eine stilvolle Bepflanzung der Grabstätte erleichtert werden. 

Für ein möglichst dauerhaft blühendes Grab müssen Sie vor allem den Standort des Grabes berücksichtigen, damit Sie die entsprechenden Pflanzen für die Grabbepflanzung auswählen können. Mit Hilfe der sogenannten Bodendecker können Sie den Pflegeaufwand so gering wie möglich halten. 

Sollten Sie sich aus zeitlichen Gründen nur bedingt um die Grabpflege kümmern können, steht Ihnen hierzu entweder die zugehörige Friedhofsgärtnerei oder der zuständige Friedhofsgärtner zur Verfügung. 

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Grabbepflanzung im ganzen Jahr
Trauerreden - Gedenken an der Verstorbenen

Trauerreden ermöglichen Hinterbliebenen, Angehörigen, Freunden und Bekannten ein letztes Mal an die verstorbene Person zu gedenken und sich von dieser “offiziell” zu verabschieden. 

Dabei soll die Trauerrede - oder auch Grabrede - das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen im Rahmen der Beisetzung widerspiegeln. Der Verstorbene steht während der gesamten Rede im Fokus, um dessen positives Wesen hervorzuheben und der Trauergemeinde den Abschied zu erleichtern.


Trauerreden: Gedenken und Abschied nehmen

Trauerreden können sowohl von Hinterbliebenen, Angehörigen, Freunden sowie von einem professionellen Trauerredner gehalten werden. Wobei die meisten Hinterbliebenen hierbei auf einen religiösen oder weltlichen Trauerredner zurückgreifen. 

Der Schmerz, die Trauer und die emotionale Belastung sind für die Hinterbliebenen oder Angehörigen oftmals zu groß, um eine eigene Trauerrede halten zu können. Teilen Sie dem Trauerredner hierzu einfach die wichtigsten Informationen über die verstorbene Person mit, damit er diese in seiner Trauerrede bestmöglichst beschreiben kann. 

Ein professioneller Trauerredner wird Ihnen vorab die richtigen Fragen hierzu stellen, da dieser genau weiß, welche Informationen er für eine gelungene Trauerrede benötigt. Sollte die Rede durch Sie als Hinterbliebener, Angehöriger oder Freund gehalten werden, sollten Sie wissen, dass es für eine Trauerrede keine Vorgaben gibt. 

Sie können die Rede also so gestalten, wie Sie es für richtig halten. Was jedoch vermieden werden sollte, sind kritische Worte gegenüber dem Verstorbenen. Damit Sie ein Gefühl für den Aufbau einer Trauerrede erhalten, haben wir Ihnen nachfolgend einen beispielhaften Aufbau dargestellt. 

Der Aufbau: Trauerreden im Überblick

Wie zuvor schon kurz erwähnt, können Trauerreden vom Trauerredner so aufgebaut und gestaltet werden, wie er es für richtig hält. Eine Norm oder Vorgabe gibt es für Reden dieser Art nicht. Schließlich soll eine Trauer- und Grabrede individuell und immer auf die verstorbene Person zugeschnitten sein. 

Die Trauer- und Grabrede kann außerdem an passenden Stellen mit entsprechenden Sprüchen oder Zitaten ausgeschmückt werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die richtigen Worte zu finden und bedenken Sie, dass Sie die verstorbene Person in der Trauerrede so präsentieren, dass sich die gesamte Trauergemeinde mit dieser identifizieren kann. 

Begrüßung

In der Begrüßung sollten Sie sich immer an die Hinterbliebenen (Mutter / Vater, Frau / Mann, Kinder) wenden und alle weiteren Familienmitglieder sowie die restliche Trauergemeinde begrüßen. 

Einleitung

Nach der Begrüßung folgt die Einleitung, mit der in die Trauerrede eingestiegen wird. Hier geht es darum, dass Sie etwas über die Person erzählen und in welcher Beziehung Sie zueinander standen: 

  • Wer war der Verstorbene?
  • Was hat ihn ausgemacht?
  • Woher kennen Sie ihn (Bruder / Schwester, Freund, Kollege)?
  • Wie haben Sie die Person erlebt?
  • Wie betroffen Sie sind vom Tod dieser Person?

Hauptteil

Im Hauptteil der Trauerrede geht es um die Hintergründe des Todes. Also darum, wie die Person verstorben ist: 

  • Krankheit
  • Unfall
  • Altersbedingt

Als Nächstes folgt eine Beschreibung des Verstorbenen. So sollte hier unter anderem auf folgende Punkte eingegangen werden: 

  • Charaktereigenschaften
  • Hobbys
  • Leidenschaften
  • Besonderheiten
  • Auszeichnungen
  • etc. 

Es geht hier darum, der Trauergemeinschaft zu vermitteln, wie Sie die Person in Erinnerung halten werden. 

Nachdem Sie den Verstorbenen bestmöglichst widergespiegelt haben, folgen noch einige wenige Sätze zu den folgenden Fragen: 

  • Was haben Sie von ihm gelernt?
  • Was hinterlässt er? 
  • Welche Werte haben Sie geschätzt? 

Abschluss

Im Abschluss der Trauerrede geht es vor allem darum, gemeinsam von dem Verstorbenen Abschied zu nehmen. Sie können in dieser Phase Ihrer Trauerrede die Trauergemeinschaft dazu auffordern, sich nun zu verabschieden und dieser zu gedenken. 

Trauerreden: Beispiele, Vorlagen und Muster

Für Trauerreden gibt es eine Vielzahl von Beispielen, Vorlagen und Mustern, die Sie ebenso dabei unterstützen, Ihre eigene Trauerrede bestmöglichst vorzubereiten und zu gestalten. 

Es gibt sogar ganze Bücher, die sich sich mit der Thematik “Trauerfeier / Trauerrede” befassen und die Sie Schritt für Schritt durch die Phasen eines solchen Anlasses führen. Nachfolgend möchten wir Ihnen drei solcher Bücher empfehlen: 

  1. TrauerReden: Leitfaden für Traueransprachen (Praxisratgeber für Bestatter)
  2. Wenn es einen Himmel gibt…: Trauerreden
  3. Trauerfeier Ansprache und Gestaltung - Trauerkultur - einfühlsam und professionell(Ratgeber-Line)

Was ist ein Trauerredner?

Trauerreden werden immer von einem sogenannten Trauerredner gehalten. Jedoch muss ein Trauerredner nicht zwingend ein religiöser oder weltlicher sein. Auch Hinterbliebene, Angehörige, Freunde oder Bekannte können diese Reden halten. 

Wenn sich kein Trauerredner aus dem privaten Umfeld findet, kann selbstverständlich auch ein professioneller Redner engagiert werden. Diese können in der Regel beim entsprechenden Bestattungsinstitut beauftragt werden. Oftmals sind sogar die Bestatter selbst ausgebildete Trauerredner. 

Unterschied: Religiöser- und weltlicher Trauerredner

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von professionellen Trauerrednern. Zum einen den “religiösen” und zum anderen den “weltlichen” Redner. Auf welche Art und Weise sich die beiden Trauerredner unterscheiden, zeigen wir Ihnen nachfolgend.

Religiöser Trauerredner

Der religiöse Trauerredner wird immer dann beauftragt, wenn der Verstorbene selbst religiös, gläubig und einer Gemeinde zugehörig war. In den Trauerreden richtet sich der Redner vor allem mit religiösen Worten und dem Glauben Gottes an die Trauergemeinschaft.

Es werden biblische Zitate, Bibelverse und Gedichte zitiert, um den Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunden Trost zu spenden. Diese Trauerreden sind weniger auf das Leben der verstorbenen Person ausgerichtet. 

Weltlicher Trauerredner

Eine weltliche Trauerrede kann von jedem gehalten werden. Dabei handelt es sich entweder um einen professionellen Redner ohne religiösen Hintergrund oder die Hinterbliebenen, Angehörigen sowie Freunde selbst. 

Innerhalb dieser Trauerreden geht es weniger um religiöse Zitate oder Verse. Es werden vor allem Anekdoten oder Geschichten erzählt, die voll und ganz auf die verstorbene Person zugeschnitten sind. 

Wie lange sollten Trauerreden dauern? 

Genau wie beim Aufbau einer Trauerrede, gibt es auch beim zeitlichen Umfang der Trauerreden keine festen Vorgaben. Dennoch sollte der Trauerredner darauf achten, dass sich seine Trauerrede in Grenzen hält. 

In der Regel haben Trauerreden einen Umfang von 5 bis 15 Minuten. Das ist eine gute Länge, um die wichtigsten Werte, Erinnerungen und Eigenschaften an den Verstorbenen aufleben zu lassen und schlussendlich zusammen mit der Trauergemeinschaft Abschied nehmen zu können. 

Wo werden Trauerreden gehalten? 

Trauerreden können den unterschiedlichsten Orten gehalten werden. Hier kommt es immer darauf an, wo die Trauerfeier stattfindet. So beispielsweise direkt am Grab, in einer Trauerhalle, einem Krematorium, einer Friedhofskapelle oder in einem separaten Raum, der vom Friedhof zur Verfügung gestellt wird. 


Professionelle Trauerreden: Die Kosten für einen Trauerredner

Wenn die Trauerrede von einem Hinterbliebenen, Angehörigen oder Freund übernommen wird, entstehen keinerlei Kosten. Beauftragen Sie jedoch einen geistlichen oder weltlichen Trauerredner, müssen Sie mit Kosten zwischen 150 € und 500 € rechnen. 

Bei geistlichen bzw. religiösen Trauerredner wird das Honorar meist als Spende an die Kirchengemeinde gezahlt. 


Fazit

Trauerreden ermöglichen es, dem Verstorbenen nochmal mit einigen sehr einfühlsamen und bedachten Worten zu gedenken und ihn zu würdigen. Der Trauerredner ermöglicht es, Erinnerungen nochmals aufleben zu lassen und so Trost zu spenden. 

Die Trauerrede kann sowohl aus dem privaten Umfeld erfolgen oder durch einen professionellen Trauerredner vorbereitet und gesprochen werden. 


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Trauerredner - Trauerreden für Vater und Mutter
Grabsteinplatten - die gute Grabsteinalternative

Nicht selten kommt es heutzutage vor, dass Gräber ohne stehende Grabsteine oder Grabsteinplatten ausgestattet sind. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Grabsteine aller Art sehr teuer sind und Hinterbliebene oder Verwandte sich diese nicht leisten können. 

Dennoch sind Grabsteine die letzte sichtbare Erinnerung und das letzte sichtbare Denkmal an den Verstorbenen. Hinterbliebene können hierauf Texte, Ziffern, Bilder oder Motive eingravieren lassen und so den Grabstein passend zum Wesen des Verstorbenen gestalten. 

Grabsteinplatten gibt es in vielen verschiedenen Formen, Farben, Arten und Materialien. Sie bieten sich vor allem immer dann an, wenn Hinterbliebene wenig Zeit für die Pflege des Grabes haben und dennoch wollen, dass das Grab gepflegt aussieht. 

Wir möchten Ihnen nachfolgend genauer erläutern, was eine Grabplatte bzw. Liegeplatte ist, auf was sie achten sollten und was sie kosten kann. 

Was ist eine Grabsteinplatte?

Die Grabsteinplatten oder auch Grabplatten erfüllen ebenfalls den Zweck eines klassischen Grabsteins. Kleinere Ausführungen dieser Platten werden auch als “Liegestein” oder “Kissenstein” bezeichnet. 

Das besondere an dieser Art von Grabstein ist, dass Grabsteinplatten - wie der Name es schon sagt, auf das Grab gelegt werden. Es handelt sich dann um ein sogenanntes Wiesengrab oder Rasengrab. 

Grabsteinplatten benötigen in aller Regel keinerlei Pflege. Sie bestehen fast immer aus dem Material Granit, welches nicht nur sehr robust und widerstandsfähig ist, sondern auch ein Leben lang hält.

Genau wie bei einem stehenden Grabstein können auch die Grabsteinplatten mit dem Namen des Verstorbenen sowie seinen Lebensdaten graviert werden. Solch eine Liegeplatte eignet sich sowohl für Einzel- und Doppelgräber, als auch für Urnengräber. 

Grabsteinplatten gibt es nicht nur in verschiedenen Formen und Materialien, sondern auch in verschiedenen Ausführungsarten wie der Grabplatte mit Ausschnitt oder in Vollabdeckung. 

Bei Grabsteinplatten mit Ausschnitt haben Sie unter anderem die Möglichkeit, ein kleines Grabbeet anzulegen und dort Blumen zu pflanzen. Dies bedeutet dann allerdings auch wieder einen höheren Pflegeaufwand. 

Welcher Grabstein eignet sich für ein Urnengrab?

Das Urnengrab ist eine spezielle Variante des Begräbnis, denn es ist mit einem Einzel- oder Doppelgrab nicht zu vergleichen. Die Größe des Urnengrabes unterscheidet sich erheblich von der eines normalen Grabes. 

Nichtsdestotrotz können Sie auch dieses angemessen gestalten und mit einem Grabstein wie z. B. einem Liegestein bzw. einer Steinplatte versehen. Bei der Urnengrabgestaltung wird häufig eine aus Granit gefertigte Grabplatte verwendet. Die zwei Klassiker sind hier das liegende Buch oder Herz.

Die Grabsteinplatten für das Urnengrab haben dabei meist eine Größe von ca. 80 x 80 cm. Das entspricht dem Standard des Urnengrabes auf deutschen Friedhöfen. Aufgrund der geringen Größe können Angehörige die Grabplatte nach der Bestattung selbst auf das Urnengrab legen. 

Grabsteinplatten-Materialien: Naturstein und Granit

Grabsteine können aus verschiedenen Materialien wie z. B. Naturstein, Granit, Holz oder auch Glas bestehen. Speziell Grabsteinplatten bestehen fast immer aus Granit. Denn dieses Material ist wetter- und wasserbeständig und eignet sich optimal für den Einsatz im Freien. 

Eine Alternative ist der Naturstein, welcher entweder aus Sandstein oder Kalkstein besteht. Dieser kommt in der Regel jedoch nur beim stehenden Grabstein zum Einsatz. 

Das liegt unter anderem daran, dass Naturstein sehr gut formbar ist und hier jede Art von Kundenwunsch umgesetzt werden kann, was bei einer Grabplatte nur in gewissem Maße und Umfang möglich ist. Jedoch hat der Naturstein, im Gegensatz zu Granit, nur eine gewisse Haltbarkeit. 

Wie werden Grabsteinplatten befestigt

Grabsteinplatten bzw. Liegeplatten können, genauso wie stehende Grabsteine, erst nach ca. einem Jahr auf dem Grab angebracht werden. Unmittelbar nach der Bestattung ist die Aufstellung eines Grabsteins sowie das Legen einer Grabplatte nicht möglich. 

Das liegt daran, dass das Grab eine gewisse Zeit braucht, bis es sich gesetzt und das Erdreich sich verfestigt hat. Würde eine Grabplatte kurz nach der Bestattung auf das Grab gelegt werden, bestünde die Gefahr, dass sich dieses absenkt und so die Platte beschädigt wird. 

Außerdem ist für das Anbringen einer Grabsteinplatte eine grundlegende Fundamentierung notwendig, die erst durchgeführt werden kann, wenn sich das Grab nicht mehr absenkt. Ist dies der Fall, wird die Grabsteinplatte nach der Fundamentierung mit dem Fundament verdübelt. 

Dieser Vorgang darf nur von einem Fachbetrieb bzw. Steinmetz vorgenommen werden.

Genehmigungsverfahren für Grabsteinplatten

Genau wie bei stehenden Grabsteinen ist auch bei Grabsteinplatten in aller Regel ein Genehmigungsverfahren notwendig. Jeder deutsche Friedhof verfügt nämlich über seine eigene Satzung, in der geregelt ist, wie die Grabsteinplatten aussehen dürfen (Farbe, Größe, Arten etc.) und welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen.

Ist auf Ihrem Friedhof ein Genehmigungsverfahren Pflicht, übernehmen wir die Antragstellung und fertigen die Grabsteinplatte erst dann, wenn uns die Genehmigung des Friedhofs vorliegt. 

Die Kosten von Grabsteinplatten? 

Bei den Grabsteinplatten handelt es sich um die kostengünstigste Grabmalgestaltung, die Familie und Hinterbliebene nutzen können, um den Verstorbenen in Erinnerung zu behalten. In die Grab- und Liegeplatten werden meist nur der Name sowie das Sterbedatum eingraviert. 

Die Kosten für eine Grabsteinplatte können je nach Größe und Design stark variieren. Folgende Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um die Preisgestaltung geht:

  • Steinart / Steinqualität
  • Gewicht der Grabplatte
  • Aufwand sowie Art der Bearbeitung

Kostengünstige Modelle von Grabsteinplatten sind bereits für wenige hundert Euro 

erhältlich. Die Preise beginnen hier bei ca. 150,00 Euro. Je nach Kundenwunsch und Aufwand (z. B. die Gravur eines aufwendigen Fotos oder Trauerspruchs) kann solch eine Grabplatte aber auch schnell bis zu 800 oder 1800 Euro kosten.

Um die Kosten für eine Grabsteinplatte bestmöglich einschätzen zu können, empfehlen wir Ihnen eine individuelle Beratung. Gerne gehen wir im persönlichen Gespräch auf Ihre Vorstellungen und Wünsche ein und erstellen Ihnen ein für Sie passendes Angebot.

Fazit

Grabsteinplatten sind optisch für all diejenigen eine tolle Lösung, die mit der Grabpflege so wenig Aufwand wie möglich haben möchten und dem Verstorbenen dennoch ein hochwertiges und langlebiges Denkmal setzen möchten. Außerdem sind die Grabplatten bzw. Liegeplatten deutlich günstiger als die stehenden Grabsteine. 

Bevor Sie sich jedoch für eine Grabsteinplatte entscheiden, sollten Sie vorher genau prüfen, ob der zuständige Friedhof ein Genehmigungsverfahren für Grabsteine und Grabsteinplatten voraussetzt. Ist dies der Fall, übernehmen wir die Antragsstellung für Sie und kümmern uns um das Setzen der Grabsteinplatte.




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Friedhöfe in München im Überblick

Jedes Jahr sterben in München mehr als 10.000 Menschen. Gerechnet auf die Anzahl der Einwohner Münchens ist dies eine durchschnittliche Sterberate. Trotzdem müssen die Verstorbenen auch an einem Ort bestattet werden, an dem sie würdig ihre letzte Ruhe finden und an den die Angehörigen kehren können, um dem Verstorbenen zu denken. Trotz der weiter sinkenden Anzahl der Gläubigen in unserer heutigen Gesellschaft, sind immer noch mehr als 40% der Münchener dem katholischen oder evangelischen Glauben zuzuschreiben. Aber auch für die Mehrheit der Konfessionslosen oder anders Gläubigen stellen mehrere Institutionen in München unterschiedliche Friedhöfe zur Verfügung. Welche das sind, wird im Folgenden ausführlich beleuchtet.

Liste der städtischen Friedhöfe in München

  • Friedhof Allach
  • Friedhof Aubing
  • Friedhof Baumkirchen
  • Friedhof Bogenhausen
  • Friedhof Daglfing
  • Friedhof Englschalking
  • Friedhof Feldmoching
  • Friedhof Forstenried
  • Friedhof Freimann
  • Friedhof Haidhausen
  • Friedhof Johanneskirchen
  • Friedhof Laim
  • Friedhof Lochhausen
  • Neuer / Alter Israelitischer Friedhof
  • Waldfriedhof
  • Westfriedhof
  • Alter / Neuer Südfriedhof
  • Alter- / Nordfriedhof
  • Friedhof am Perlacher Forst
  • Ostfriedhof
  • Waldfriedhof Obermenzing
  • Parkfriedhof Untermenzing
  • Friedhof Riem
  • Friedhof Pasing
  • Waldfriedhof Solln
  • Friedhof Oberföhring
  • Friedhof Perlach
  • Friedhof Moosach
  • Friedhof Haumkirchen

Die 4 wichtigsten Friedhöfe in München

Waldfriedhof

Der Waldfriedhof ist der größte Friedhof in München. Er untergliedert sich in einen alten und einen neuen Teil. Bereits 1905 wurde der alte Teil angelegt. Damals war es der erste Friedhof in Deutschland, der nach diesem Konzept naturnah in Verbundenheit mit einem Wald angelegt wurde.
Aber auch auf dem neuen Teil des Friedhofs hat man zu seiner Zeit neue Wege eingeschlagen. So wurde hier das erste islamische Gräberfeld angelegt.
Nicht zu vergessen sind hier natürlich auch die Grabfelder, die an die Menschen erinnern, die in einem Krieg oder durch Gewalt gestorben sind. Auf diesem bedeutenden Friedhof in München wird auch ihnen gedacht.

Alter Südfriedhof

Dieser geschichtsträchtige Friedhof wurde im Rahmen der Pestepidemie als Pestfriedhof angelegt. Als ältester noch erhaltener Zentralfriedhof in München spiegelt er einen Durchschnitt der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts wieder. Geschlossen wurde der Friedhof dann letztendlich durch Platzmangel. Heute steht er allerdings nicht nur unter Denkmalschutz, er wurde bis 2007 auch umfassend renoviert, um die zahlreichen historischen Gräber und Gebäude zu erhalten. Er lädt ein zur Zeitreise durch die Münchner Geschichte. Wer zu den Persönlichkeiten hinter den Gräbern mehr wissen möchte, kann sich den Inhalten des Projektes "Wo Sie ruhen" bedienen. Hier werden zu 34 Grabstellen informative Texte und Audiomaterial über das Leben der Verstorbenen bereitgestellt.

Ostfriedhof

Noch in Benutzung ist heute der Ostfriedhof in München. Neben den pompösen Gebäuden und den schön anzusehenden Kaskaden hat dieser Friedhof auch eine dunkle Vergangenheit. Daduch, dass das Krematorium Münchens auf diesem Friedhof steht, wurden während der Zeit des Dritten Reichs hier politische Gegner eingeäschert. Ein Großteil der Einäscherungen waren Leichen von Häftlingen aus unterschiedlichen Konzentrationslagern, die hier versteckt hergebracht und anonym begraben wurden.

Nordfriedhof

Genauso wie auf dem Südfriedhof sind auch auf dem Nordfriedhof 25 Grabstellen in 64 Minuten Audiomaterial im Rahmen des Projekts "Wo Sie ruhen" dokumentiert. Damals und heute einer der größten Friedhöfe in München, leidet der Ort an der Zerstörung seiner Monumente. So wurden 2019 die Sphingen vor dem Eingang der Aussegnungshalle rekonstruiert und wiederaufgestellt. Ebenfalls soll zur Erhaltung des historischen Bauwerks die Westseite restauriert werden.

Berühmte Persönlichkeiten auf Friedhöfen in München

Waldfriedhof München

  • Winfried Zehetmeier, 2019, ehemaliger Bürgermeister
  • Hansjörg Felmy, 2007, Schauspieler
  • Michael Ende, 1995, Schriftsteller
  • Alfons Goppel, 1991, Ministerpräsident Bayern

Alter Südfriedhof

  • Eugen Albert, 1929, Chemiker
  • Carl Spitzweg, 1885, Maler
  • Ludwig von Schwanthaler, 1848, Bildhauer
  • Leo von Klenze, 1864, Architekt

Friedhof Bogenhausen - Prominentenfriedhof

  • Friedrich Meyer, 1993, Komponist
  • Rainer Werner Fassbinder, 1982, Regisseur
  • Erich Kästner, 1974, Schriftsteller
  • Helmut Fischer, 1997, Schauspieler

Nordfriedhof

  • Johannes Heesters, 2011, Schauspieler
  • Beppo Brehm, 1990, Schauspieler
  • Sammy Drechsel, 1986, Kaberettist
  • Wolfgang Koeppen, 1996, Schriftsteller

Ostfriedhof

  • Rudolf Moshammer, 2005, Modedesigner
  • Tomas Wimmer, 1964, Oberbürgermeister
  • Rex Gildo, 1999, Schlagersänger
  • Erni Singerl, 2005, Schauspielerin

Friedhof am Perlacher Forst

  • Sophie Scholl, 1943, Widerstandskämpferin
  • Hans Scholl, 1943, Widerstandskämpfer
  • Christoph Probst, 1943, Widerstandskämpfer
  • Wilhelm Hoegner, 1980, Ministerpräsident

Bedeutung der Friedhöfe in München

Ein Friedhof ist mehr als nur letzter Ruheort oder Bestattungspunkt. Ein Friedhof kann für einen Angehörigen ein wichtiger Ort der Trauer und des Abschiednehmens sein. Je nach Wunsch findet die Bestattung auf einem Friedhof in München im Rahmen einer Trauerfeier mit Trauerreden und Trauertraditionen statt. Dieser Prozess gibt einen Anhaltspunkt für die Angehörigen und unterstützt die Verarbeitung des Todes der geliebten Person.

Häufig wird ein Friedhof aber auch zum Gedenken an den Verstorbenen genutzt. Besonders, wenn der akute seelische Schmerz nachlässt, kann ein Besuch des Grabmals des Verstorbenen auf einem Friedhof in München von Bedeutung sein. Bei einem Besuch kann an die schöne Zeit mit dem Verstorbenen gedacht werden und ein Austausch mit anderen Hinterbliebenen stattfinden.

Aber auch als Naturerholungsgebiet dient ein Friedhof. Gerade in einer Großstadt wie München, stellen Friedhöfe kleine grüne Enklaven inmitten der Stadt dar. Sowohl als Habitat für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten,als auch für die Nähe des Menschen an der Natur und kurze Atempause von der Lautstärke und dem Schmutz der Stadt kann ein Friedhof in München dienen.

Hier außerdem noch weitere Informationen zu Friedhöfen von der Stadt München

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Friedhöfe in München mit Grabsteinen
Beileidsbekundung professionell verfassen

Wer eine Beileidskarte schreibt, hat leider einen Freund, Verwandten, Kollegen oder ein Familienmitglied verloren. Dabei ist das Schreiben einer Beileidskarte ein sehr persönlicher Akt, der dem direkt betroffenen Angehörigen das Beileid, den Trost und die Hoffnung schenken soll.
Wir möchten Ihnen deshalb nachfolgend erläutern, welchen Zweck eine Trauer- und Beileidskarte erfüllt und welchen Text Sie für das Kondolenzschreiben wählen sollten. 


Was ist eine Beileidskarte?

Die Beileidskarte oder auch Trauerkarte ist eine Form des Kondolenzschreibens, welches an den direkt betroffenen Angehörigen des Verstorbenen gesendet wird. Dabei hat die Beileidskarte eine große Bedeutung und das sowohl für den, der die Beileidskarte schreibt, als auch den denjenigen, der die Trauerkarte erhält. Denn die Beileidskarte dient vor allem dazu, dem Angehörigen des Verstorbenen das eigene Beileid auszusprechen und so dem Trauernden über die belastende und schwierige Situation hinweg zu helfen. Das Kondolenzschreiben hat die Aufgabe, dem Angehörigen zu signalisieren: “Du bist nicht alleine. Wir sind da, wenn du uns brauchst”. Dieses Signal erzielt beim Hinterbliebenen eine gewissen Geborgenheit sowie Sicherheit. Die Beileidskarte selbst beinhaltet tröstende Worte, die in aller Regel aus religiösen Trauersprüchen, Gedichten und / oder auch persönlichen Worten bestehen kann. Für welche Variante Sie sich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen.
Wie Sie sehen, dient die Beileids- oder auch Trauerkarte zum ersten Schritt der Beileidsbekundung und soll das eigene Beileid am Tod des Verstorbenen, gegenüber des Angehörigen zum Ausdruck bringen. 


Beileidskarte schreiben: Das sollten Sie wissen

Bei der Beileidskarte handelt es sich um eine sehr persönliche Geste, die zum Ausdruck des Beileids, Mitgefühl und der Hoffnung dient. Sie sollte deshalb niemals aus mehrfach verwendeten Floskeln oder Phrasen bestehen. 

Eine Beileidskarte muss persönlich sein!

Persönlich ist eine Beileidskarte vor allem dann, wenn sie handschriftlich an den Angehörigen verfasst wird. Bitte verzichten Sie beim Verfassen eines Textes für die Beileidskarte auf eine Schreibmaschine oder auf einen Computer. Zudem sollten Sie einen möglichst persönlichen Text an den Hinterbliebenen des Verstorbenen richten. Er sollte also nicht das Gefühl haben, dass Sie sich zum Schreiben der Beileidskarte verpflichtet fühlen und nur deshalb ein Kondolenzschreiben verfasst haben. Persönliche-, mitfühlende- und trauernde Worte sind genau das, was eine Beileidskarte beinhalten sollte. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um die richtigen Worte zu finden und den Text niederzuschreiben. Gerade in solch einer Situation fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden. Sollten Sie sich unsicher sein, schreiben Sie den Text für die Beileidskarte erst einmal auf einem Blanko-Papier vor und übernehmen Sie ihn erst später in die Trauerkarte. Wichtig ist, Sie sollten dem Angehörigen signalisieren, dass Ihnen der Verstorbene wichtig war. Sie können sich hierzu an zahlreichen Beispielformulierungen orientieren, welche wir Ihnen nachfolgend zur Verfügung stellen und welche Sie natürlich auch im Internet finden. Je nachdem,  wie nah Sie dem Verstorbenen gestanden haben, müssen Sie den Text entsprechend anpassen. 

Wann sollten Sie eine Beileidskarte schreiben? 

Der Zeitpunkt für das Schreiben einer Beileidskarte hängt immer von dem Zeitpunkt ab, wann Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. Nahe Verwandte und Freunde erfahren dies meist am selben Tag. Wohingegen Freunde, Arbeitskollegen oder Nachbarn erst einige Tage später vom Versterben des Freundes, Kollegen oder Nachbarn erfahren. In aller Regel sollten Sie das Kondolenzschreiben in Form einer Beileidskarte immer dann Schreiben, sobald Sie über den Tod des Verstorbenen informiert wurden. Es ist aber auch möglich das Kondolenzschreiben dem Angehörigen am Tag der Beisetzung zu überreichen. Der Zeitpunkt am Tag der Beisetzung jedoch ist nicht ganz optimal, denn der Angehörige ist an diesem Tag seelisch und gedanklich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Es ist aber natürlich nichts verwerflich daran. Schließlich können Sie auch erst zu einem sehr späten Zeitpunkt vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. 

Wem können Sie eine Beileidskarte schreiben? 

Eine Beileidskarte können Sie an all diejenigen richten, die sich vom Tod und der Trauer betroffen fühlen. Das müssen nicht immer die nahen Verwandten sein, sondern auch Freunde, Arbeitskollegen oder Nachbarn. In der Praxis ist es jedoch so, dass die Beileidskarte oder das Kondolenzschreiben direkt an eine/einen nahen Angehörigen wie z. B. die Ehefrau / der Ehemann, die Mutter / der Vater oder die Kinder verschickt wird. Richten Sie sich mit Ihren Worten in der Beileidskarte also am besten an diejenige Person, die dem Verstorbenen zum Zeitpunkt des Todes am nahesten stand. 

Die Auswahl der Beileidskarte

Bevor Sie eine Beileidskarte schreiben, fragen Sie sich vielleicht, was Sie bei der Auswahl der Trauer- und Beileidskarte beachten sollten. Sie können beruhigt sein, denn viel falsch machen können Sie nicht. Jedoch gibt es ein paar wenige Kriterien, auf die Sie achten sollten. 

Der Preis

Der Preis bei einer Beileids- und Trauerkarte sollte im Hintergrund stehen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Beileidskarten, die Sie fast in jedem Geschäft kaufen können. Achten Sie hier vor allem darauf, dass das Papier für das Kondolenzschreiben hochwertig ist. Schließlich wollen Sie dem Verstorbenen gegenüber Wertschätzung zum Ausdruck bringen. 

Das Motiv

Das Motiv auf der Beileidskarte sollte in keinem Fall zu kitschig sein. Aber auch das ist in der Regel nicht der Fall. Denn die Motive auf den Trauerkarten ähneln sich in vielen Fällen sehr und es gibt nur wenige, bis keine Unterschiede. Dennoch ist es gut, wenn Sie darauf achten, dass Sie ein passenden Motiv für die Beileidskarte auswählen. 

Das Kuvert

Wenn Sie eine Beileidskarte kaufen, sollte diese auch immer ein passenden Kuvert beigefügt sein. Denn das Kondolenzschreiben wird in aller Regel immer an den Empfänger bzw. Angehörigen versendet. So gilt es hier darauf zu achten, dass Sie die Beileidskarte nicht einfach in einen normalen Briefumschlag packen. Das Kuvert, welches der Trauerkarte bereits beiliegt, besteht aus hochwertigem Papier und dieses sollte unbedingt verwendet werden. 


Welchen Text sollten Sie in einer Beileidskarte schreiben? 

Wie zuvor schon erwähnt, ist eine Beileidskarte etwas sehr persönliches. Es ist verständlich, dass es schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Doch der Text, welchen Sie in die Beileidskarte schreiben, sollte persönlich, tröstend und hoffnungsvoll sein. Es kommt auch wirklich nicht auf eine schöne Handschrift an - falls Sie sich davor fürchten, nein! Ganz im Gegenteil! Viel wichtiger sind die Worte, die Sie an den Angehörigen oder die Hinterbliebenen richten. Für das Schreiben der Beileidskarte sollten Sie noch Folgendes wissen. Sie besteht immer aus einer Anrede, einer Einleitung, der Beileidsbekundung, einem persönlichen Bezug zum Verstorbenen, der Signalisation der Unterstützung sowie den Abschlussworten. Es ist natürlich kein Muss, sich an diese Vorgaben oder Reihenfolge zu halten, doch es macht Sinn, diese Form des Kondolenzschreibens einzuhalten. 

Der Aufbau der Beileidskarte: 

  • Anrede
  • Einleitung
  • Beileidsbekundung
  • Persönlicher Bezug
  • Signalisation der Unterstützung
  • Abschlussworte

Die Anrede in der Beileidskarte

Welche Anrede Sie auf der Beileidskarte wählen, hängt immer davon ab, wie nah bzw. in welchem Verhältnis Sie zu der verstorbenen Person standen. 

Beispiel:

  • Liebe/r ….. (Vorname, Angehörige, Familie)
  • Sehr geehrte/r Frau/Herr ….. (Name)
  • An die trauernde/n (Familie, Angehörigen)

Die Text-Einleitung: Betroffenheit

In der Einleitung der Beileidskarte geht es darum, dass Sie Ihre Betroffenheit niederschreiben und zum Ausdruck bringen. Sie können zum Beispiel damit anfangen, darüber zu schreiben, wie Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben und wie fassungslos bzw. bestürzt Sie dies gemacht hat. 

Beispiel:

Leider habe ich soeben vom Tod und Ihrem Verlust erfahren. Ich bin zutiefst erschüttert und traurig zugleich. Ich sende Ihnen für diese schwierige Zeit, mein tiefstes Mitgefühl.

Beileidsbekundung Teil 1: Mitgefühl

Im ersten Teil der Beileidsbekundung sollten Sie dem Angehörigen und den Hinterbliebenen Ihr Mitgefühl ausdrücken. Zeigen Sie, dass Sie dem Angehörigen in der Trauerphase beistehen und dass auch Sie um den Verstorbenen trauern. 

Beispiel:

Ich fühle mich mit Ihnen und Ihrer Familie verbunden. Diese Worte können Ihnen Ihren Schmerz nicht nehmen. Sie sind jedoch nicht alleine mit Ihrer Trauer. 


Beileidsbekundung Teil 2: Hoffnung & Trost

Der zweite Teil der Beileidsbekundung soll dem Angehörigen und den Hinterbliebenen Hoffnung und Trost schenken. Machen Sie Mut und zeigen Sie, dass der Verstorbene nicht für immer fort ist. 

Beispiel: 

Einen geliebten Menschen zu verlieren und gehen zu lassen, ist das schwierigste, was das Leben an Herausforderung mit sich bringt. Aber in Gedanken und in Erinnerung wird ….. immer weiter leben. Wir werden ihn nie vergessen!

Persönlicher Bezug

Nachdem Sie in der Beileids- und Trauerkarte Ihr Mitgefühl niedergeschrieben sowie Hoffnung und Trost gespendet haben, sollte der Text noch ein paar Worte zu Ihrem Bezug zur verstorbenen Person beinhalten. Dies hilft dem Angehörigen, den Verstorbenen in Gedanken zu sehen und ihn in Erinnerung zu behalten. Darüber hinaus zeigen Sie dem Empfänger des Kondolenzschreibens, welch toller Mensch von uns gegangen ist. 

Beispiel: 

Immer an das Gute im Menschen glauben, immer hilfsbereit sein und großes bewirken - das war der Mensch ….., den wir fortan vermissen werden und an dessen gute Taten wir immer wieder und gerne zurückdenken. 

Signalisierung der Unterstützung

In diesem Abschnitt soll es darum gehen, dass Sie dem Angehörigen und den Hinterbliebenen signalisieren, dass Sie nicht alleine sind und jederzeit auf Ihre Unterstützung zählen können. 

Beispiel: 

Sollte es Tage geben, an denen Sie Unterstützung brauchen oder Sie einfach nur reden möchten, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. 

Abschlussworte

Wenn Sie eine Beileidskarte schreiben, dann dürfen die Abschlussworte in keinem Fall fehlen. Diese bestehen nochmal aus kurzen Worten der Anteilnahme, dem Mitgefühl und dem Beileid. 

Beispiel: 

Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und verbleiben mit den aufrichtigsten Wünschen.

Vergessen Sie außerdem dem nicht, die Beileidskarte bzw. das Kondolenzschreiben nach den Abschlussworten zu unterschreiben. 


Sollten Sie Geld zur Beileidskarte legen? 

In der Tat ist es so, dass in manchen Regionen Deutschlands den Beileidskarten Geld für Blumenschmuck oder der Grabpflege beigelegt wird. Sollten Sie sich jedoch unsicher sein, ob dies angebracht ist, können Sie innerhalb der Beileids- und Trauerkarte einen Vermerk wie zum Beispiel “Geld für die Grabpflege” hinterlassen. Damit beugen Sie eventuellen Missverständnissen vor und weisen darauf hin, für welchen Zwecke Sie das Geld beigefügt haben. 


Wie wird die Beileidskarte versandt?

Auch wenn es heutige zahlreiche Möglichkeiten gibt, eine Beileidskarte zu erstellen und zu versenden, sollten Sie aus Respekt auf einen digitalen Versand in Form einer E-Mail oder einer SMS verzichten. Das Schreiben sowie der Versand einer Beileidskarte geschieht ganz klassisch, per Handschrift und Post. Achten Sie, wie bereits angesprochen darauf, dass der Beileids- und Trauerkarte ein angemessenes Kuvert beiliegt, in dem Sie das Kondolenzschreiben versenden können.

 

Fazit: Beileidskarte schreiben - Eine sehr persönliche Geste

Der Verlust eines geliebten Menschen ist schmerzhaft und auch wenn Sie nicht direkt betroffen sind, fällt es schwer, die richtigen Worte für die Beileidskarte zu finden. Versuchen Sie sich in die Lage des betroffenen Angehörigen zu versetzen. Dann sollte Ihnen das Schreiben für die Beileidskarte leichter fallen. 
Und denken Sie beim Schreiben der Beileidskarte immer daran: Ein Kondolenzschreiben sollte niemals Phrasen oder Floskeln beinhalten. Es ist etwas sehr persönliches, mit dem Sie dem Angehörigen Ihr Beileid aussprechen möchten. 

Beileidskarte selber machen:

Video zur DIY Trauerkarte:


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Beileidskarte richtig schreiben, Textvorschläge
Grabsteine für Hunde und Haustiere

Das Haustier wird meistens auch als „der Beste Freund des Menschen“ bezeichnet, zu dem der Besitzer eine besonders enge Bindung hat. Sei es Hund, Katze oder auch andere Tiere: Das Haustier ist ein enger Begleiter für die ganze Familie.

Leider ist es im Normalfall so, dass der Besitzer sein Haustier um viele Jahrzehnte überlebt. Im Todesfall lässt die Trauer dann den Wunsch nach einer angemessenen Bestattung laut werden. So möchten viele ihre Katze oder Hund im Garten beerdigen. Doch was ist hier möglich?

Wir wollen ein paar Anhaltspunkte geben.

Das Rechtliche

Oft wird gefragt, was überhaupt erlaubt ist. Selbst das Gesetz regelt das Thema Tierbestattungen seit langer Zeit mit dem sogenannten „Tierkörperbeseitigungsgesetz“ (§ 5.1). Dieses besagt, dass Tiere nicht beigesetzt werden dürfen.

Das ist natürlich nicht der Wunsch eines Haustierbesitzers. Dementsprechend regelt § 5.2, dass Kleintiere wie Hunde,Katzen, Hasen, Hamster oder ähnliche Kleintiere sehr wohl beigesetzt werden dürfen. Dies gilt allerdings nur für einzelne Haustiere und nicht für die massenhafte Bestattung von Tieren.

Die nächste Frage, die sich oft stellt ist, ob ich mein Haustier im eigenen Garten beerdigen darf. Unter Umständen darf man tatsächlich sein Haustier auf dem eigenen Grundstück vergraben, aber dabei ist einiges zu beachten. Die Unterscheidung zwischen Nutz- und Heimtieren ist ein Aspekt.

Heimtiere sind

  • Hunde,
  • Katzen,
  • Hamster,
  • Kaninchen,
  • Meerschweinchen,
  • Wellensittiche,
  • Reptilien und
  • Amphibien.

Diese Tiere dürfen im eigenen Garten beerdigt werden.

Des Weiteren ist die Größe zu beachten. Kleintiere wie Meerschweinchen, Wellensittiche bedürfen keiner Genehmigung. Die Beerdigung größerer Tiere allerdings, wie beispielsweise die eines Hundes, muss vom zuständigen Veterinäramt genehmigt werden.

Es gibt noch weitere Punkte, die bei der Beerdigung des Haustieres im eigenen Garten zu beachten sind:

  1. Das Grab darf nur auf eigenem Grundstück sein. Der Eigentümer des Grundstücks muss also der Beerdigung zustimmen.
  2. Das Grundstück darf nicht zu einem Wasser- oder Naturschutzgebiet gehören, da sonst das Wasser durch Leichengifte verunreinigt werden kann.
  3. Das Grab muss zwei Meter vom nächstgelegenen öffentlichen Weg beziehungsweise von der Grundstücksgrenze entfernt sein.
  4. Mindesttiefe der Aushebung beträgt 50cm.
  5. Das verstorbene Tier sollte in Handtücher, Wolldecken oder Zeitungen eingewickelt werden (leicht kompostierendes Material)
  6. Und jetzt kommt noch ein spezieller Fall: In Bremen ist es grundsätzlich nicht gestattet sein Haustier im eigenen Garten zu beerdigen. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes kann die Qualität des Grundwassers sonst nicht gewährleistet werden.

Bestattung auf dem Tierfriedhof

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, seinen verstorbenen Freund auf einem Tierfriedhof bestatten zu lassen. Hier kann zwischen einer Erdbestattung und einer Einäscherung gewählt werden.
Wobei bei der Einäscherung meist Sammeleinäscherungen vorgenommen werden, was zur Folge hat, dass die Urnenbestattungen kostengünstiger sind als die Erdbestattungen. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 100-300 Euro, hinzukommt dann noch die Grabmiete.

Grabsteine für Hunde und Haustiere

Auch bei der Wahl des Grabsteins gibt es viele Möglichkeiten. Mögliche Grabsteine für Hunde und Haustiere sind zum Beispiel:

  • Herz
  • Stern
  • Wolke
  • Hundehütte
  • Halbmond/Mond
  • Buch
  • Pyramide
  • ...

Auch Verzierungen in Form von Ornamenten oder sogar Bildern ist möglich. Häufig werden Grabsteine für Hunde aus Schieferziegeln angefertigt.

Häufige Fragen

Wie tief darf ich mein Haustier begraben?

Die Mindesttiefe beider Bestattung des Haustiers beträgt 50cm. Der Aushub kann mit einer handelsüblichen Schaufel vorgenommen werden. Aufgefüllt wird das Grab des Haustiers dann wieder mit Erde.

Wo kann ich mein Haustier begraben?

Ihr Haustier dürfen Sie grundsätzlich auf dem eigenen Grundstück begraben, wenn das Grundstück nicht in einem Schutzgebiet liegt.
Auch die Beisetzung auf einem Tierfriedhof ist eine Möglichkeit. Dabei sollten aber besonder die damit verbundenen Kosten beachtet werden.

Gibt es einen Grabstein für Hund mit Foto?

Es gibt Betriebe, die sich auf die Herstellung von Grabsteinen für Hunde mit Foto spezialisiert haben. Meist wird das Motiv auf eine Schiefer aufgetragen, sodass es dauerhaft besteht.

Wie viel kostet die Beerdigung eines Haustiers?

Wer seinen Hund, seine Katze oder anderes Haustier beerdigen möchte, muss nicht unbedingt mit Kosten rechnen. Die Beerdigung im eigenen Garten ist beispielsweise nur mit Kosten verbunden, wenn ein Grabstein für den Hund oder ein Grabstein für die Katze angeschafft werden soll.
Die Kosten für die Beerdigung eines Hundes auf einem Friedhof belaufen sich auf 100-300€ für die Bestattung. Hinzu kommt dann noch die Grabmiete.
Ein Grabstein für Hund oder Katze beläuft sich auf die gleiche Summe.

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Grabsteine für Katzen
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