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Grabmale aus Holz

Vom klassischen Grabmal bis hin zur Gedenkstätte aus Holz

Zu den klassischen und häufigst ausgewählten Grabmalen auf dem Friedhof zählt der Grabstein, welcher aufrecht am Ende des Grabs aufgestellt wird. Neben diesem gibt es jedoch noch einige weitere Möglichkeiten, die Sie als Grabmal nutzen können. 

Welche das sind und wie sich diese unterscheiden, möchten wir Ihnen nachfolgend näher erläutern. 

Das Grabmal: Was ist es und welche Bedeutung hat es? 

Das Wort “Grabmal” wird sehr häufig auch als Synonym für den klassischen Grabstein verwendet. Jedoch können mit einem Grabmal noch einige weitere Arten von Grabdekorationen wie z. B. Grabkreuze, Grabplatten oder auch Grabtafeln gemeint sein. 

Grabmale gibt es darüber hinaus in den verschiedensten Formen. So unter anderem, wie eben schon angesprochen, als Kreuz, Stele, Tafeln oder auch aufgeschlagene Bücher und Engel. Hier kommt es natürlich auch immer auf den Geschmack der Hinterbliebenen an. Diese wählen in aller Regel ein Grabmal aus, welches optisch nicht nur ihren Geschmack trifft, sondern auch am besten zur verstorbenen und geliebten Person passt. 

Im Allgemeinen dient ein Grabmal als eine Ruhe- und Gedenkstätte für die Hinterbliebenen und Angehörigen des Verstorbenen. Denn ein Grabstein, eine Grabplatte, ein Grabkreuz oder ähnliches ist meist das Einzige, an dem sich die Hinterbliebenen am Grab des Toten noch orientieren und sich der Person nahe fühlen können. Ein Grabmal ist ein wichtiges Symbol und kann deshalb auch die Trauerbewältigung unterstützen, um mit dem Verlust der geliebten Person besser zurecht zu kommen. 

Das Grabmal, egal für welche Form Sie sich entscheiden, enthält auch immer eine sogenannte Inschrift. Diese Inschrift beinhaltet neben dem Namen des Verstorbenen auch seinen Geburtstag sowie den Tag, an dem er verstorben ist. Ein Grabmal kann zudem auf Wunsch auch noch mit vielen weiteren Elementen bestückt werden. Hierzu zählen Bilder, Zitate oder andere Texte jeder Art. 

Grabsteine und Grabplatten

Zu den am häufigsten verwendeten Grabmalen gehört der Grabstein sowie die Grabplatte. Der Unterschied zwischen diesen beiden Grabmalarten ist, dass der Grabstein am Grab aufgestellt und die Grabplatte auf das Grab gelegt wird. Dabei wird das Grab bei einer Grabplatte meist komplett bedeckt. Vor allem bei Urnengräbern sind Grabplatten aufgrund ihrer “kleinen” Größe in aller Regel Standard. So wird in diesem Zusammenhang auch häufig von der sogenannten Urnenplatte gesprochen. 

Hier finden Sie viele weitere Informationen zu den Grabsteinplatten

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, beide Arten von Grabmal zu kombinieren, sodass das Grab sowohl mit einer Grabplatte, als auch einem Grabstein bestückt wird. Eine Grabplatte bedeutet für die Hinterbliebenen weniger Pflegeaufwand, denn mit dieser ist eine Grabbepflanzung meist nur begrenzt möglich. Im Gegensatz dazu kann bei einem aufrecht stehenden Grabstein, welcher am Kopf des Grabes aufgestellt ist, das gesamte Grab bepflanzt werden.

Hier finden Sie viele weitere Informationen zur Grabbepflanzung

Jede Grabstätte kann mit einem individuellen Grabmal versehen werden. Dies ist natürlich auch immer abhängig von der Größe des Grabes sowie den Vorgaben, welche jeder Friedhof eigenständig in seiner Friedhofsverordnung regelt. Sollten Sie einen Steinmetz mit der Gestaltung eines Grabmals beauftragen, übernimmt dieser die Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung und kümmert sich um alle Details.

Material

Neben den verschiedenen Arten und Formen der Grabmäler können diese natürlich auch aus den verschiedensten Materialien bestehen. In aller Regel wird das Grabmal aus Naturstein hergestellt. Zu den weiteren häufig verwendeten Materialien zählen außerdem Kalkstein, Marmor, Granit oder auch Sandstein. 

Grabmale müssen allerdings nicht immer nur aus Stein bestehen. So bietet das Material Holz ebenso viele gestalterische Möglichkeiten, um schöne Grabmäler anzufertigen. Den Ideen und Vorstellungen sind hier keinerlei Grenzen gesetzt, denn Holz lässt sich im Gegensatz zu Stein relativ gut verarbeiten und gestalten. 

Inschriften bei einem Grabmal

Inschriften sind das A und O, wenn es um ein würdevolles Grabmal für den Verstorbenen geht. Zu den üblichen Inschriften auf einem klassischen Grabmal zählt der Name, das Geburtsdatum sowie der Todestag der verstorbenen Person.

Sie als Hinterbliebener und Angehöriger haben hier natürlich die Möglichkeit, noch weitere Wünsche zu äußern. So können auf dem Grabmal noch weitere Inschriften in Form von Trauertexten, Abschiedstexten oder Bildelemente erfolgen. Auch die Schriftart der Gravur kann von Ihnen individuell bestimmt werden. 

Was kostet ein Grabmal?

Die Kosten für ein Grabmal können sehr stark variieren, denn für die Preisgestaltung spielen viele Faktoren eine Rolle. So werden die Kosten nach der Größe, dem Material sowie der Art der Inschriften festgelegt. Zudem können Sie zwischen verschiedenen Steinarten (Breitstein, Reihenstein, Urnenstein) wählen, je nachdem ob es sich um ein Doppelgrab, Einzelgrab oder Urnengrab handelt. 

Die Kosten für ein Grabmal lassen sich grob in die folgenden Kategorien unterteilen: 

  • Grabmal
  • Inschriften
  • Grabeinfassungen
  • Transportkosten

Wie Sie sehen, ist die Kostenkalkulation für ein Grabmal sehr komplex. Sie sollten sich deshalb bei einem Steinmetz Ihres Vertrauens ausführlich informieren und beraten lassen. Rechnen Sie jedoch mit Kosten zwischen 500 € und 6.000 €. 

Grabmale aus Holz: Die Alternative zum Grabstein

Das Material Holz ist lange in Vergessenheit geraten, dabei hat dieses Material etwas sehr natürliches, lebendiges und vergängliches. Genauso, wie das Leben eines Menschen auch. Heutzutage ist dieses Material auf vielen Friedhöfen leider “nur” als klassisches Kreuz zu finden.

Mit speziellen Fertigungstechniken lässt sich allerdings auch aus Holz ein wunderschönes Grabmal gestalten. Das Holz wird hierfür mehrfach behandelt und kann genau wie der Grabstein oder die Grabplatte in verschiedenen Ausführungen, Größen sowie Beschriftungen zur Verfügung gestellt werden. 

Die Preise für ein Grabmal aus Holz sind ebenfalls nicht genau zu bestimmen. Denn auch hier kommt es natürlich auf die zuvor genannten Faktoren und Wünsche des Kunden an. Jedoch können Sie auch hier mit Kosten zwischen 500 € und 5.000 € rechnen. 

Die Friedhofsverordnung beachten

Damit Sie wissen, welche Art von Grabmal Sie im Detail für das Grab des Verstorbenen nutzen dürfen, müssen Sie die Vorschriften des jeweiligen Friedhofs beachten. So ist in der Friedhofsverordnung genau geregelt, wie das Grabmal aussehen oder welche Größe es haben darf. 

Diese Arbeit wird Ihnen jedoch von Ihrem Steinmetz abgenommen. Sobald Sie dort einen Grabstein oder eine Grabplatte in Auftrag geben, wird sich dieser mit der zuständigen Friedhofsverwaltung in Verbindung setzen sowie alle Formalitäten und Details klären. Denn nur wenn der Steinmetz weiß, welche Maße berücksichtigt werden müssen oder aus welchem Material das Grabmal bestehen darf, kann er mit seiner Arbeit beginnen. Selbstverständlich geschieht dies alles in Abstimmung mit Ihnen als Auftraggeber. 

Fazit

Ein Grabmal gehört für die Hinterbliebenen und Angehörigen zu den wichtigsten Symbolen, wenn es um die Ruhe- und Gedenkstätte des Verstorbenen geht. Sie können hierbei aus einer Vielzahl von Materialien und Varianten wählen und finden so mit Sicherheit ein Grabmal, welches sowohl Ihren Vorstellungen entspricht, als auch zur verstorbenen Person passt. 


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Grabstein aus Holz und Grabmäler aus Holz
Trauerfeiern - Wie ein schöner Abschied gelingt

Bei der Trauerfeier handelt es sich um einen der wichtigsten Abschnitte, wenn es um die Verabschiedung eines geliebten Menschen geht. Denn hier können Sie und die eingeladene Trauergemeinde dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen und den Hinterbliebenen gegebenenfalls Ihr Beileid bekunden.

Die Trauerfeier

Die Trauerfeier ermöglicht Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunden die Abschiednahme vom Verstorbenen. Sie haben hier die Möglichkeit dem Verstorbenen zu gedenken und ihm die letzte Ehre zu erweisen. 

Dabei findet die Gedenkzeremonie, bei der gemeinsam Abschied vom geliebten Menschen genommen wird, je nach örtlichen Gegebenheiten in der Friedhofskapelle oder der Kirche statt. 

Nach der Bestattungsplanung durch die Hinterbliebenen dient die Trauerfeier außerdem zur Trauerbewältigung. Denn dieser Tag ermöglicht diesen, sich selbst intensiv mit der Trauer und Verabschiedung zu befassen. 

Katholische Trauerfeier

Bei der katholischen Trauerfeier findet in der Regel vor oder nach der Trauerfeier ein Gottesdienst in der Pfarrkirche mit Gedenken an den Verstorbenen statt. Heutzutage wird dieser jedoch meist auch in der katholischen Kirche mit der Trauerfeier zusammengelegt. 

Evangelische Trauerfeiern

In der evangelischen Kirche finden Beerdigungen und die damit zusammenhängende Trauerfeier immer im Rahmen eines Gottesdienstes statt. 

Einladung zur Trauerfeier

Damit betroffene Personen, die dem Verstorbenen wichtig waren, von der Trauerfeier erfahren, können diese auf unterschiedliche Weise eingeladen werden. So kann eine Einladung zur Gedenkzeremonie entweder über eine persönliche Einladung oder die klassische Traueranzeige in der Zeitung erfolgen. 

Aber auch persönliche Trauerkarten und Trauerbriefe, die über den Todesfall informieren, können an die betroffenen Personen versandt werden. 

Die Organisation und der Ablauf der Trauerfeier

Die Organisation der Trauerfeier wird in aller Regel vom beauftragten Bestattungsunternehmen übernommen. Sie als Hinterbliebene/r können jedoch selbstverständlich ebenso Aufgaben für die Gedenkzeremonie übernehmen. Hierzu sollten Sie stets Rücksprache mit dem Bestatter halten, damit dieser über Ihre Wünsche und Vorstellungen informiert ist. 

So haben Sie unter anderem die Möglichkeit, die Kapelle bzw. Trauerhalle nach Ihren Wünschen zu gestalten. Beispielsweise können Sie diese mit Blumen oder Bildern dekorieren. Darüber hinaus steht ihnen eine freie Musikauswahl zur Verfügung. Das bedeutet, während der Trauerfeier kann die Lieblingsmusik des Verstorbenen gespielt oder sogar Lieder gesungen werden, wenn dies Ihr Wunsch ist. 

Der Ablauf der Trauerfeier erfolgt dabei immer in mehreren Schritten. Die erste Sitzreihe innerhalb der Kapelle, Trauerhalle oder Kirche ist stets für die engsten Angehörigen reserviert. Vor oder während der Zeremonie, je nach Ablauf, haben alle Trauergäste die Möglichkeit, an den Sarg heranzutreten und sich in Ruhe und in stillem Gedenken vom Verstorbenen zu verabschieden. 

Nach der Trauerfeier folgt die Trauergemeinde den Sargträgern sowie dem Sarg oder der Urne an die vorgesehene Grabstätte. Hier hat im Anschluss jeder Trauergast nochmals einige Minuten Zeit, um sich vom Verstorbenen zu verabschieden und den Hinterbliebenen ihr Beileid auszusprechen. Wünschen Sie keine Beileidsbekundungen am Grab, lassen Sie dies Ihre Trauergemeinde vorab wissen. 

Wo kann eine Trauerfeier stattfinden?

Wird der Verstorbene im Rahmen einer Erd- oder Urnenbestattung am Grab und somit auf dem Friedhof beigesetzt, findet die Trauerfeier in aller Regel in der Friedhofskapelle vor Ort oder in der Kirche statt. Es kommt jedoch auch immer auf die Bestattungsart und den Beisetzungsort des Verstorbenen an. 

So bieten heutzutage unter anderem auch die Bestattungsunternehmen selbst eigene Räumlichkeiten an, in denen Trauerfeiern stattfinden können. 

Trauerreden und Gestaltung der Trauerfeier

Trauerfeiern können je nach Konfession des Verstorbenen unterschiedlich gestaltet werden. So können zum einen kirchliche Trauerredner in Form eines Pfarrers an der Gedenkzeremonie teilnehmen oder freie Redner für die Trauerrede engagiert werden. 

Bei der Trauerrede geht es vor allem darum, die verstorbene Person und ihr Leben zu beleuchten sowie der Trauergemeinde die Möglichkeit zu geben, den Verstorbenen in guter Erinnerung zu behalten. In diesem Zusammenhang haben Angehörige oder Freunde außerdem die Möglichkeit, eigene Gedichte oder Wünsche an die Hinterbliebenen vorzutragen. 

Alles zum Thema Trauerreden haben wir Ihnen außerdem in diesem Artikel ausführlich zusammengefasst: Link zum Artikel.

Musik bei der Trauerfeier

Wie bereits erwähnt, kann die Trauerfeier auf Wunsch auch von Musik begleitet werden. In aller Regel wird hier die Lieblingsmusik des Verstorbenen gewählt, um Trost zu spenden und die Erinnerung an diesen Menschen aufleben zu lassen. 

Die musikalische Begleitung kann dabei von einem Chor, einem Sänger, einem Orgelspiel oder aus einer einfachen Musikanlage erfolgen. 

Die Kleidung zur Trauerfeier

Die Kleidung auf einer Trauerfeier sollte immer so ausgewählt werden, dass sie dem Verstorbenen gegenüber Respekt bekundet. Die klassische Farbe hierfür ist Schwarz. Aber auch andere dunkle Farben, wie z. B. Dunkelblau oder Dunkelbraun, sind angemessen, um an einer solchen Zeremonie teilzunehmen. 

Der allgemeine Kleidungsstil sollte zudem konservativ sein. So sollten Männer einen dunklen Anzug, eine dunkle Krawatte und dunkle Schuhe tragen. Frauen ein dunkles Kleid oder Kostüm. Darüber hinaus wird bei diesem Anlass auf auffälligen Schmuck sowie auffälliges Make-up verzichtet. 

Wie geht es nach der Trauerfeier weiter? 

Wie es nach der Trauerfeier weiter geht, bleibt den Hinterbliebenen und ihren Bedürfnissen überlassen. So möchten einige Hinterbliebene nach der Trauerfeier alleine sein, andere wiederum scheuen dies und möchten die Zeit bei Kaffee und Kuchen mit ihrer Familie verbringen. 

Hier werden dann Anekdoten über den Verstorbenen erzählt oder Beileidskarten gelesen, um mit der Trauer besser zurechtzukommen. 

Die Trauerfeier von Michael Jackson - Dem “King of Pop”

Eine ganz besondere Trauerfeier durften die Hinterbliebenen vom “King of Pop” - Michael Jackson - im Jahr 2009 erleben. Denn dieser wurde sowohl im privaten Kreis, als auch auf einer öffentlichen Trauerfeier mit über 20.000 Freunden und Fans verabschiedet. 

Nachdem die private Gedenkzeremonie auf einem Friedhof in den Hollywood Hills zu Ende war, wurde der Sarg von Michael Jackson in das Staples Center in Los Angeles gebracht, wo er öffentlich verabschiedet wurde. Nach mehreren Schweigeminuten wurde der “King of Pop” von befreundeten Sängern wie z. B. Mariah Carey und vielen anderen mit deren Songs gewürdigt. 

Fazit

Die Trauerfeier ist die letzte Gedenkzeremonie für Verstorbene und so für die Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunde die letzte Chance, sich würdevoll von dem geliebten Menschen zu verabschieden. 

Sie als Hinterbliebene/r haben jederzeit die Möglichkeit, die Zeremonie nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen mitzugestalten und diese ganz individuell auf die geliebte Person abzustimmen.

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Trauerfeier - aufgebahrter Sarg und Abschiednahme
Seebestattung: Organisation, Regeln, Ablauf und Kosten

Die Seebestattung ist heutzutage eine beliebte Alternative zu den üblichen und bereits bekannten Bestattungsformen wie der Feuer- oder Erdbestattung. Dabei war diese Art der Beisetzung früher nur möglich, wenn der Verstorbene einen besonderen Bezug zur See hatte. 

Heute steht die Seebestattung jedermann frei und das ist auch gut so, denn immer mehr Menschen fühlen sich mit der Natur und gerade mit dem Element Wasser verbunden. Gerade deshalb möchten sie ihre letzte Ruhestätte auf hoher See haben. Dennoch gelten für die Seebestattung einige Regeln und es müssen eine Vielzahl von behördlichen Formalitäten erledigt werden. 

Die Seebestattung: Nach dem Tod mit dem Meer verbunden

Die Seebestattung ist eine besondere Art der Beisetzung, für die sich der bereits Verstorbene zu Lebzeiten entscheiden kann. Hat er das nicht, kann diese auch ein stellvertretender Angehöriger nach dem Tod übernehmen. Dabei steht Ihnen frei, ob die Seebestattung an der Nordsee, Ostsee, dem Mittelmeer oder sogar im Atlantik erfolgen soll. 

Bevor die Seebestattung allerdings erfolgen kann, geht dem immer die Einäscherung des Verstorbenen voraus. Das bedeutet, im Krematorium wird die verbleibende Asche in eine eigens für die Seebestattung wasserlösliche Urne gefüllt und anschließend vom Bestattungsinstitut an die Reederei übergeben, welche die Beisetzung auf hoher See übernimmt. 

Zudem kann zwischen einer begleiteten oder anonymen Seebestattung gewählt werden. Die begleitete Seebestattung umfasst unter anderem eine Trauerfeier mit Trauergästen. Bei der anonymen Beisetzung kümmert sich die beauftragte Reederei alleine und somit anonym um die Bestattung. 

Eine Seebestattung hat darüber hinaus sowohl finanzielle, als auch emotionale Vorteile. Gegenüber einer klassischen Bestattung ist sie auf lange Sicht deutlich günstiger, da beispielsweise keinerlei Kosten für die Grabpflege anfallen. Aus emotionaler Sicht fällt es vielen Trauernden nach der Beisetzung einfacher, mit dem Tod des Verstorbenen abzuschließen, da nach der Seebestattung rein die Erinnerung bleibt und keine Möglichkeit besteht, den Verstorbenen zu besuchen. 

Voraussetzungen & Regeln für die Seebestattung

In Deutschland gibt es das sogenannte Bestattungsrecht, welches von jedem Bundesland unterschiedlich geregelt wird. Weiß der Verstorbene bereits zu Lebzeiten, dass er eine Bestattung auf See möchte, sollte er sich um eine Seebestattungsverfügung bemühen. Diese erleichtert im Nachhinein die behördlichen Hürden und gilt als Nachweis dafür, dass diese Art der Bestattung gewünscht war. 

In einigen Bundesländern ist solch eine Verfügung bzw. Willenserklärung notwendig, damit die Bestattung genehmigt werden kann. Liegt keine Seebestattungsverfügung vor, muss vom Stellvertreter des Verstorbenen eine schriftliche Willenserklärung unterzeichnet werden. Das Bestattungsinstitut kümmert sich im Anschluss um alle behördlichen Angelegenheiten sowie natürlich um die Seebestattung selbst. 

Auch für die Seebestattung an sich gibt es einige Regeln, an die sich die Reedereien halten müssen. So darf die Beisetzung nur mit mindestens einem Abstand von 3 Seemeilen zur Küste erfolgen und nur auf rauem Grund, was bedeutet, dass die wasserlösliche Urne nur außer Reichweite von Fischen und Wassersportlern in die See gelassen werden darf. 

So wird die Seebestattung vorbereitet

Nach dem eingetroffenen Sterbefall sollten Sie innerhalb eines Tages ein Bestattungsinstitut beauftragen, welches die Versorgung des Verstorbenen übernimmt. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass eine Seebestattung nur mittels Bestattungsinstitut möglich ist. 

Dieses übernimmt unter anderem die Überführung des Verstorbenenen, die Versorgung (Waschen, Ankleiden, etc.), die Einäscherung im Krematorium, die Behördengänge jeglicher Art sowie natürlich die Übergabe der Urne an die zuständige Reederei. 

Sprechen Sie sich im besten Fall vorher genau über die Vorgehensweise mit dem Bestattungsinstitut ab. Dies spielt besonders eine Rolle, wenn die Seebestattung im Ausland erfolgen soll. Denn bei der Überführung ins Ausland möchten Sie schließlich genau wissen, wer die Urne entgegen nimmt und wie die Beisetzung erfolgt. 

Der Ablauf einer Seebestattung

Wie bereits angesprochen, müssen Sie sich als Angehöriger bei einer Seebestattung um nichts kümmern. Das von Ihnen beauftragte Bestattungsinstitut setzt sich mit der zuständigen Reederei in Verbindung und übergibt die Urne für die Beisetzung auf hoher See. 

Wünschen Sie jedoch eine begleitete Seebestattung, müssen Sie dies der Reederei bzw. dem Bestattungsinstitut frühzeitig mitteilen. Diese kann dann für Sie und die eingeladenen Trauergäste Vorbereitungen in Form von Blumenschmuck, Kuchen und einem Leichenschmaus sorgen. 

Sobald Sie an Bord des Schiffes sind, finden Sie die Urne meist im Innenbereich, wo diese schön aufbereitet und dekoriert platziert ist. Sobald die Beisetzungsposition angesteuert wird, wird die Flagge auf Halbmast gesetzt. Ist die Beisetzungsposition erreicht, stoppt das Schiff und die Schiffsglocke gibt ein Signal ab. 

Im Anschluss wird die Urne gemeinsam mit dem Kapitän an das Heck des Schiffes gebracht, wo Sie und alle Trauergäste Abschied nehmen können, bevor die Urne ins Wasser gelassen wird. Selbstverständlich können in diesem Zuge auch Blumen oder Blütenblätter ins Wasser gegeben werden. 

Ganz vom Ablauf der Seebestattung abgesehen, sollten Sie nicht vergessen, die Trauergäste auf geeignete Kleidung hinzuweisen. Eine Seebestattung auf hoher See kann aufgrund von starken Winden sehr kühl und frisch sein. Sie selbst und alle Trauergäste sollten sich daher warm anziehen. 

Was kostet eine Seebestattung?

Gegenüber der klassischen Bestattungsformen, wie z. B. der Beisetzung auf einem Friedhof, ist die Seebestattung auf lange Sicht deutlich günstiger. Denn nach erfolgter Beisetzung müssen Sie sich als Angehöriger oder Verwandter des Verstorbenen weder um einen Grabstein noch um die Grabpflege oder ähnliches kümmern. 

Trotzdem ist eine Seebestattung natürlich ebenso eine finanzielle Belastung, wie jede andere Bestattungsform auch. Die Kosten einer Seebestattung setzen sich vor allem aus den Verwaltungskosten (u. a. dem Totenschein und der Sterbeurkunde), den Leistungen des Bestatters (Kremierung, Kremationssarg, Seeurne) sowie der Beisetzung durch die Reederei zusammen. 

Möchten Sie außerdem eine begleitete Seebestattung oder soll die Beisetzung im Ausland erfolgen, müssen Sie mit einigen Mehrkosten rechnen, die für den Mehraufwand bzw. die Überführung anfallen. Bei der anonymen Seebestattung auf der Nord- oder Ostsee handelt es sich folglich um die günstigste Variante dieser Bestattungsform. 

Wichtig: Bevor Sie sich für ein Bestattungsinstitut inklusive Seebestattung entscheiden, sollten Sie zwei bis drei Bestatter vergleichen. Denn gerade bei der Seebestattung können die Preise stark variieren. 

Sie sollten jedoch von Anfang an mit Kosten zwischen 1.000 € und 3.500 € rechnen. Diese sind wie eben schon erwähnt selbstverständlich auch abhängig davon, welche Art von Seebestattung Sie wählen. 

Fazit

Die Seebestattung zählt mittlerweile zu einer beliebten und immer häufiger gewählten Bestattungsform. In Deutschland werden Seebestattungen ausschließlich auf der Ostsee und Nordsee durchgeführt. Auf Wunsch ist natürlich aber auch die Bestattung im Mittelmeer und auf dem Atlantik möglich. 

Außerdem haben Sie bei der Seebestattung die Wahl, ob die Beisetzung in Begleitung, also im Beisein der Angehörigen, erfolgen soll oder anonym durchgeführt wird. Um dem Verstorbenen gerecht zu werden, sollten Sie diese Frage bereits zu Lebzeiten mit Ihrem / Ihrer Liebsten klären. 

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Seebestattung Informationen
Trauerkarte richtig schreiben


Wer einen wichtigen Menschen verloren hat - sei es ein Familienmitglied, ein Freund, Verwandter oder Kollege - möchte mit Hilfe einer Trauerkarte in Form eines Kondolenzschreibens allen Hinterbliebenen und Angehörigen Trost und Hoffnung spenden. 
Damit Sie erkennen, wie wichtig Trauerkarten sind und welchen Zweck sie erfüllen, finden Sie hierzu nachfolgend die wichtigsten Informationen zusammengefasst. 

Was sind Trauerkarten?

Trauerkarten dienen in erster Linie dazu, den Angehörigen und Hinterbliebenen sein Beileid auszusprechen. Auch wenn es sich bei dem Verstorbenen vielleicht nur um einen Arbeitskollegen oder fernen Bekannten handelt, besteht so die Möglichkeit, den Angehörigen die eigene Trauer mitzuteilen.

Dabei handelt es sich bei den Trauerkarten um eine Form des Kondolenzschreibens. Denn auch die Trauerkarte wird direkt an die Angehörigen des Verstorbenen versendet. Sie hat sowohl für diejenigen, die die Trauerkarte schreiben, als auch für die Person, die die Trauerkarte erhält, eine große Bedeutung. 

Mit Hilfe von Trauerkarten haben Sie die Möglichkeit, den Angehörigen zu zeigen, dass sie mit ihrem Leid nicht alleine sind. Das hilft den Hinterbliebenen oftmals sehr, da diese Art der Geborgenheit und Unterstützung von Außen die Trauerarbeit erleichtern kann. 

Der Inhalt von Trauerkarten kann aus Gedichten, persönlichen Worten oder religiösen Trauersprüchen bestehen. Im Zusammenhang damit wird die Trauerkarte auch sinngemäß als Beileidskarte bezeichnet. 

Trauerkarten schreiben

Trauerkarten müssen persönlich sein, denn es handelt sich dabei schließlich um eine Geste, die Beileid, Mitgefühl und Hoffnung zum Ausdruck bringen soll. Damit diese Art von persönlicher Geste ernst genommen werden kann, sollte die Trauerkarte stets handschriftlich verfasst und auf den Ausdruck mittels Schreibmaschine oder Drucker verzichtet werden. 

Neben dem handschriftlichen Verfassen einer Trauerkarte sollten Sie zudem niemals einen allgemeinen Text wählen, denn das könnte den Eindruck erwecken, dass Ihnen der Verstorbene nicht wichtig war und Sie sich zu dieser Art der Beileidsbekundung verpflichtet fühlten. 

Sie sollten den Angehörigen und Hinterbliebenen mit Ihrem Text signalisieren, dass der Verstorbene einen gewissen Stellenwert für Sie hatte. Es fällt natürlich schwer, in solch einer Situation die richtigen Worte für die Trauerkarte zu finden. Sie können sich deshalb hierzu an Beispielformulierungen orientieren, die Sie im Anschluss auf den Verstorbenen anpassen. 

Die Texte innerhalb von Trauerkarten können sich von Person zu Person unterscheiden. Es hängt immer davon ab, wie nah Sie dem Verstorbenen gestanden haben. Dennoch ist zu jederzeit darauf zu achten, dass die Trauerkarte als eine persönliche und wertschätzende Beileidsbekundung wahrgenommen wird. 

Trauerkarten: Wann sollten Sie eine schreiben? 

Zu welchem Zeitpunkt Trauerkarten geschrieben werden, hängt davon ab, wie gut Sie die verstorbene Person kannten. Denn Sie können eine Trauerkarte erst schreiben, wenn Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. Nahe Verwandte und direkte Angehörige erfahren dies meist taggleich, wohingegen Arbeitskollegen oder entfernte Bekannte erst einige Tage später von diesem Ereignis erfahren. 

Der richtige Moment zum Schreiben einer Trauerkarte ist immer dann, wenn Sie über den Tod des Verstorbenen informiert wurden. Sie können die Trauerkarte bzw. Beileidskarte aber auch erst am Tag der Beisetzung überreichen, was jedoch nicht unbedingt der beste Zeitpunkt ist. Aus diesem Grund empfiehlt sich immer der Versand auf dem Postweg. 

Wem können Sie Trauerkarten schreiben? 

Trauerkarten können immer an all diejenigen Personen geschrieben werden, die sich direkt oder indirekt vom Tod oder der Trauer betroffen fühlen. Hierzu zählen etwa Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen oder sogar Nachbarn. 

Geschrieben und versendet werden die Trauerkarten in der Regel aber immer nur an eine einzige Person - und zwar an die, die dem Verstorbenen zuletzt am nächsten Stand. Das kann also die Ehefrau / der Ehemann, die Mutter / der Vater oder das Kind / die Kinder sein. 

Trauerkarten: Die Karte selbst

Die Auswahl von Trauerkarten ist groß. Es gibt sie in unterschiedlichen Variationen mit verschiedenen Beschriftungen, Sprüchen und Motiven. Sie fragen sich jetzt vielleicht, auf was Sie bei der richtigen Trauerkarten achten sollten? Aus diesem Grund, möchten wir Ihnen ein paar Kriterien zur Auswahl einer angemessenen Trauerkarte in Form eines Kondolenzschreibens nennen. 

Zu diesen Auswahlkriterien zählt:

  • der Preis
  • das Motiv
  • das Kuvert

Trauerkarten sind in unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich. Dies sollte für Sie jedoch erst einmal im Hintergrund stehen. Schließlich möchten Sie mit der Trauerkarte Ihr Beileid und Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Dies geschieht am besten, wenn es sich dabei um eine angemessene Beileidskarte handelt. 

Die Motive der Trauerkarten sind oft sehr ähnlich. Sie können hier also bei der Auswahl generell nicht viel falsch machen. Doch auch wenn die Unterschiede oftmals nur sehr gering sind, empfiehlt es sich, auf Details zu achten und eine Trauerkarte zu wählen, die am ehesten zum Verstorbenen passt. 

Neben den zuvor genannten Punkten kommt es bei Trauerkarten außerdem auf das richtige Kuvert an. Denken Sie daran - das Erste was die Angehörigen sehen werden, ist das Kuvert. 

Achten Sie also darauf, dass der wertschätzenden Trauerkarte ein passendes und hochwertiges Kuvert beiliegt. In aller Regel gibt es Trauerkarten direkt zusammen mit dem passenden Kuvert zu kaufen. Sie werden merken, dass diese aus hochwertigem Papier bestehen und deutlich dicker als normale Briefumschläge sind. 

Welcher Text eignet sich für Trauerkarten? 

Wie zuvor bereits erwähnt, ist es wichtig, dass Sie der Trauerkarte eine persönliche Geste verleihen. Das bedeutet, Sie sollten eine Trauerkarte stets handschriftlich verfassen und auf eine digitale Beileidskarte vollkommen verzichten. 

Bevor Sie sich jedoch mit dem Text für Ihre Trauerkarte auseinandersetzen, müssen Sie wissen, dass Trauerkarten nach einem bestimmten Prinzip aufgebaut sind. Sie bestehen aus verschiedenen Abschnitten: Anrede, Einleitung, Beileidsbekundung, persönlicher Bezug, Signalisierung der Unterstützung und den Abschlussworten. 

An dieser Textaufteilung innerhalb der Trauerkarten können Sie sich richten, es bleibt aber natürlich Ihnen selbst überlassen, in welcher Form Sie das Kondolenzschreiben verfassen. 

Textbeispiele für die Trauerkarten:

Anrede: 

Liebe/r ….. (Vorname, Angehörige, Familie)

Einleitung

Leider habe ich soeben von Ihrem Verlust erfahren. Ich bin zutiefst erschüttert und traurig zugleich.

Beileidsbekundung: 

Ich fühle mich mit Ihnen und Ihrer Familie verbunden. Diese Worte können Ihnen Ihren Schmerz nicht nehmen. Sie sind jedoch nicht alleine mit Ihrer Trauer. 

Persönlicher Bezug: 

Immer an das Gute im Menschen glaubend, immer hilfsbereit und darauf bedacht, Großes zu bewirken - das war der Mensch ….., den wir fortan vermissen werden und an dessen gute Taten wir immer wieder und gerne zurückdenken. 

Signalisation der Unterstützung

Sollte es Tage geben, an denen Sie Unterstützung brauchen oder Sie einfach nur reden möchten, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. 

Abschlussworte

Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und verbleiben mit den aufrichtigsten Wünschen.

Sollten Sie Geld zur Trauerkarte legen? 

Passen Geld und Trauerkarten zusammen? Ja und nein! Jedoch wissen Sie sicherlich, dass eine Beisetzung mit Feierlichkeiten schnell mehrere tausend Euro kosten kann. In einigen Regionen Deutschlands ist es deshalb gang und gäbe, dass der Trauerkarte Geld beigelegt wird. 

Es mag für viele etwas ungewöhnlich oder mit einem schlechten Bauchgefühl verbunden sein, denn schließlich möchte man ja nicht, dass das Geld zu Missverständnissen führt. Um dies zu vermeiden und von vornherein zu umgehen, können Sie in der Trauerkarte darauf hinweisen. So z. B. als “Geld für die Grabbepflanzung” oder ähnlichem. 

Trauerkarten: Unterschrift und Versand

Trauerkarten beinhalten meist bereits ein schönes Motiv sowie einen passenden Spruch. Dennoch möchten Sie noch ein paar persönliche Worte für die wertschätzende Geste innerhalb der Trauerkarte hinterlassen. Hierzu zählt natürlich auch Ihre Unterschrift. 

Bitte vermeiden Sie hier jedoch die üblichen Phrasen wie “Viele Grüße” oder “Freundliche Grüße”. Dies ist innerhalb einer Trauerkarte eher unangemessen. Vielmehr sollte es etwas herzliches wie z. B. “Wir umarmen euch”, “Wir sind in Gedanken bei euch”, “Herzliche Anteilnahme” oder ähnliches sein. 

Der Versand von Trauerkarten sollte zudem immer auf dem klassischen Weg erfolgen, also mit der Post. Auch wenn das digitale Zeitalter das Übermitteln von Nachrichten durch E-Mail, WhatsApp oder das Fax schneller und einfacher gemacht hat, ist der Postweg nach wie vor der angemessenere Weg, um eine Trauerkarte zu verschicken. Denn nur so können die Angehörigen auch Ihre handschriftliche Nachricht empfangen. 

Fazit: Trauerkarten

Trauerkarten bieten Ihnen die beste Möglichkeit, den betroffenen Angehörigen und Hinterbliebenen Ihr persönliches Mitgefühl sowie Beileid auszusprechen. Für das Schreiben der Trauerkarte sollten Sie versuchen, möglichst persönliche Worte zu finden und auf Phrasen und Floskeln verzichten. 

Bei einer Trauerkarte handelt es sich um etwas sehr Persönliches. Genau aus diesem Grund sollte die Karte handschriftlich verfasst und auf dem Postweg übermittelt werden, sobald Sie über den Tod des Verstorbenen informiert wurden.



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Trauerka
Grabbepflanzungen für ein würdevolles Grab

Mit der Grabbepflanzung erweisen Sie dem Verstorbenen die letzte Aufmerksamkeit an der Grabstätte. Ein schön und würdevoll gestaltetes Grab hilft Ihnen zudem, über den Tod des Familienmitglieds hinweg zu kommen. Denn damit tun Sie etwas “sichtbar” Gutes, was Sie Dankbarkeit und Zufriedenheit fühlen lässt. 

Worauf es bei der Grabbepflanzung ankommt und welche Pflanzen sich zu welcher Jahreszeit am besten eignen, möchten wir Ihnen innerhalb dieses Artikels näher erklären. 

Die Grabbepflanzung: Deshalb ist sie wichtig

Dass ein geliebter Mensch verstorben ist, ist für alle Angehörigen ein schmerzhafter Verlust, der nur mit viel Trauerarbeit überwunden werden kann. So außergewöhnlich es vielleicht klingen mag, aber die Grabbepflanzung gehört genau zu dieser Art von Trauerarbeit. 

Denn mit der Bepflanzung des Grabes kommen Sie dem Verstorbenen auf eine gewisse Art und Weise näher. Sie machen das Grab zu einer würdevollen Gedenkstätte und zu einem Ort, an dem die Erinnerung an die verstorbene Person nicht schöner sein kann. 

Bei der Grabbepflanzung geht es in erster Linie also nicht nur darum, das Grab zu bepflanzen, sondern auch seine Trauer zu verarbeiten und die Erinnerung an die geliebte Person zu wahren. 

Was Sie vor der Grabbepflanzung wissen sollten

Bevor Sie sich über die Grabbepflanzung Gedanken machen, müssen Sie wissen, an welchem Standort sich das Grab befindet. Denn der Standort des Grabes, also ob es sich im Schatten, Halbschatten oder in der Sonne befindet, entscheidet darüber, welche Pflanzen für das Grab geeignet sind. Informieren Sie sich vorher bei der Friedhofsverwaltung über die Bodenbeschaffenheit.

Die Bepflanzung des Grabes unterscheidet sich in der Regel kaum bis gar nicht von der üblichen Gartenarbeit. Für die Grabbepflanzung sollten Sie ausschließlich niedrig wachsende Pflanzen auswählen, um den Pflegeaufwand gering zu halten. Außerdem müssen Sie die verschiedenen Jahreszeiten beachten, damit das Grab stets mit blühenden Pflanzen versorgt ist. 

Beginnen Sie mit der Grabbepflanzung erst, wenn der Grabstein aufgestellt ist bzw. die Urne vergraben wurde.

Bodendecker zur Grabbepflanzung

Bodendecker zählen zu den Klassikern, wenn es um die Grabbepflanzung geht. Der große Vorteil von Bodendeckern ist, dass sie sehr pflegeleicht sind und das gesamte Grab begrünen können. Sie wachsen nicht in Höhe, sondern in die Breite. Die dicht wachsende Pflanze verhindert darüber hinaus, dass Unkraut wachsen kann. 

Bodendecker werden am besten im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Die robusten Pflanzen müssen zu Anfang regelmäßig gegossen werden. Als robuste Bodendecker eignen sich vor allem die Schaumblüte, Dickmännchen oder die Fiederpolster. 

Natürlich können Sie sich auch für eine Kombination aus Bodendeckern und normaler Grabbepflanzung entscheiden. Dies hängt ganz davon ab, wie viel Pflegeaufwand und Zeit Sie in die Grabpflege investieren können. 

Narzissen

Die richtige Grabbepflanzung zur passenden Jahreszeit

Neben den bereits genannten Faktoren, wie z. B. dem Standort für die Grabbepflanzung, kommt es ebenso auf die verschiedenen Jahreszeiten an. 

Denn je nach Jahreszeit müssen Sie sich für andere Pflanzen entscheiden, damit diese auf dem Grab sprießen und blühen können. Wenn Sie hier den Pflegeaufwand in Grenzen halten möchten, sollten Sie sich vor allem für robuste Pflanzen entscheiden, die zudem wenig Wasser benötigen. 

Welche Pflanzen sich für welche Jahreszeiten eignen, möchten wir Ihnen nachfolgend beispielhaft zeigen. 

Grabbepflanzung Frühling

Sobald der Winter vorbei ist, kommt mit dem Frühling die Zeit, an dem das Grab wieder zu blühen beginnen kann. Für die ersten warmen Sonnenstrahlen eignen sich Früh- und Spätblüher hervorragend. 

Pflanzen für den Frühling:

  • Narzissen
  • Krokus
  • Stiefmütterchen
  • Tulpen

Grabbepflanzung Sommer

Der Sommer zählt wohl zur schönsten Zeit, wenn es um die Grabbepflanzung geht. Denn zu dieser Zeit blühen die Pflanzen auf dem Friedhof in ihrer schönsten und vollsten Pracht. Für den Sommer eignen sich vor allem bunte und hitzebeständige Pflanzen - gerade wenn das Grab der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. 

Für ein schattiges Grab können Sie Pflanzen aller Art wählen. Bevor Sie im Sommer mit der Bepflanzung beginnen, sollten Sie den trockenen Boden vorab nochmal gut durchnässen, um eine einfache Bepflanzung gewährleisten zu können. 

Pflanzen für den Sommer: 

  • Fuchsien
  • Geranien
  • Margeriten
  • Begonien
Christrosen


Grabbepflanzung für den Herbst

Der Herbst zählt zur goldenen Jahreszeit und die Pflanzen sind in vielen verschiedenen Farben zu sehen. Auch zu dieser Zeit können Sie das Grab mit den letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres zum Blühen bringen. 

Für den Herbst sollten vor allem Pflanzen gewählt werden, die niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden können und frostbeständig sind. 

Pflanzen für den Herbst: 

  • Christrosen
  • Chrysanthemen
  • Alpenveilchen

Das Ende dieser Jahreszeit spielt auf dem Friedhof eine wichtige Rolle. Denn mit Ende des Herbstes wird am Totensonntag die Winterbepflanzung gesetzt. 

Grabbepflanzung für den Winter

Im Winter können Sie das Grab aufgrund der kalten Temperaturen nur bedingt bepflanzen. Wie zuvor schon kurz erwähnt, werden zum Totensonntag bzw. zu Allerheiligen die Gräber auf den Winter vorbereitet. 

In der Regel werden die Gräber hierzu mit Tannenzweigen eingedeckt. Sollten Sie sich außerdem für eine Grabbepflanzung entscheiden, müssen Sie Pflanzen wählen, die niedrige Temperaturen und kommenden Frost gut überstehen können. 

Um das Grab auch in der Winterzeit würdevoll zu gestalten, können Sie neben einer Bepflanzung zudem Kränze und Gestecke niederlegen. Pflanzen für den Winter: 

Pfllanzen für den Winter

  • Scheinbeeren
  • Silberblatt
  • Silberkörbche
Scheinbeeren

Ganzjährige Grabbepflanzung

Die ganzjährige Grabbepflanzung eignet sich für all diejenigen, die keine oder wenig Zeit in die Grabpflege investieren können oder möchten. Für diese Art von Bepflanzung sollten Sie eine Kombination aus Dauerbepflanzung und Wechselbepflanzung wählen. 

Für die Dauerbepflanzung eignen sich in diesem Fall vor allem Bodendecker bzw. robuste Pflanzen, die wenig Wasser brauchen. Eine gewisse Wechselbepflanzung lässt das Grab zudem in den verschiedenen Jahreszeiten in einem neuen Glanz erscheinen. Auf Sie kommt so nur ein geringer Pflegeaufwand für die Grabpflege zu.

Können Sie sich aus zeitlichen Gründen gar nicht um die Grabpflege und somit um die Grabbepflanzung kümmern, haben Sie die Möglichkeit, einen zuständigen Friedhofsgärtner zu beauftragen. Dieser gießt das Grab regelmäßig, entfernt Laub und Unkraut und übernimmt die Neubepflanzung in den einzelnen Jahreszeiten. 

Dieser Service ist jedoch mit Kosten verbunden, die jährlich mehrere tausend Euro betragen können. 

Fazit: Die Grabbepflanzung 

Die Grabbepflanzung sorgt am Grab nicht nur für ein würdevolles Aussehen, sondern auch für eine schöne Erinnerung an den Verstorbenen. Das Abschiednehmen und die Trauerarbeit kann durch eine stilvolle Bepflanzung der Grabstätte erleichtert werden. 

Für ein möglichst dauerhaft blühendes Grab müssen Sie vor allem den Standort des Grabes berücksichtigen, damit Sie die entsprechenden Pflanzen für die Grabbepflanzung auswählen können. Mit Hilfe der sogenannten Bodendecker können Sie den Pflegeaufwand so gering wie möglich halten. 

Sollten Sie sich aus zeitlichen Gründen nur bedingt um die Grabpflege kümmern können, steht Ihnen hierzu entweder die zugehörige Friedhofsgärtnerei oder der zuständige Friedhofsgärtner zur Verfügung. 

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Grabbepflanzung im ganzen Jahr
Trauerreden - Gedenken an der Verstorbenen

Trauerreden ermöglichen Hinterbliebenen, Angehörigen, Freunden und Bekannten ein letztes Mal an die verstorbene Person zu gedenken und sich von dieser “offiziell” zu verabschieden. 

Dabei soll die Trauerrede - oder auch Grabrede - das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen im Rahmen der Beisetzung widerspiegeln. Der Verstorbene steht während der gesamten Rede im Fokus, um dessen positives Wesen hervorzuheben und der Trauergemeinde den Abschied zu erleichtern.


Trauerreden: Gedenken und Abschied nehmen

Trauerreden können sowohl von Hinterbliebenen, Angehörigen, Freunden sowie von einem professionellen Trauerredner gehalten werden. Wobei die meisten Hinterbliebenen hierbei auf einen religiösen oder weltlichen Trauerredner zurückgreifen. 

Der Schmerz, die Trauer und die emotionale Belastung sind für die Hinterbliebenen oder Angehörigen oftmals zu groß, um eine eigene Trauerrede halten zu können. Teilen Sie dem Trauerredner hierzu einfach die wichtigsten Informationen über die verstorbene Person mit, damit er diese in seiner Trauerrede bestmöglichst beschreiben kann. 

Ein professioneller Trauerredner wird Ihnen vorab die richtigen Fragen hierzu stellen, da dieser genau weiß, welche Informationen er für eine gelungene Trauerrede benötigt. Sollte die Rede durch Sie als Hinterbliebener, Angehöriger oder Freund gehalten werden, sollten Sie wissen, dass es für eine Trauerrede keine Vorgaben gibt. 

Sie können die Rede also so gestalten, wie Sie es für richtig halten. Was jedoch vermieden werden sollte, sind kritische Worte gegenüber dem Verstorbenen. Damit Sie ein Gefühl für den Aufbau einer Trauerrede erhalten, haben wir Ihnen nachfolgend einen beispielhaften Aufbau dargestellt. 

Der Aufbau: Trauerreden im Überblick

Wie zuvor schon kurz erwähnt, können Trauerreden vom Trauerredner so aufgebaut und gestaltet werden, wie er es für richtig hält. Eine Norm oder Vorgabe gibt es für Reden dieser Art nicht. Schließlich soll eine Trauer- und Grabrede individuell und immer auf die verstorbene Person zugeschnitten sein. 

Die Trauer- und Grabrede kann außerdem an passenden Stellen mit entsprechenden Sprüchen oder Zitaten ausgeschmückt werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die richtigen Worte zu finden und bedenken Sie, dass Sie die verstorbene Person in der Trauerrede so präsentieren, dass sich die gesamte Trauergemeinde mit dieser identifizieren kann. 

Begrüßung

In der Begrüßung sollten Sie sich immer an die Hinterbliebenen (Mutter / Vater, Frau / Mann, Kinder) wenden und alle weiteren Familienmitglieder sowie die restliche Trauergemeinde begrüßen. 

Einleitung

Nach der Begrüßung folgt die Einleitung, mit der in die Trauerrede eingestiegen wird. Hier geht es darum, dass Sie etwas über die Person erzählen und in welcher Beziehung Sie zueinander standen: 

  • Wer war der Verstorbene?
  • Was hat ihn ausgemacht?
  • Woher kennen Sie ihn (Bruder / Schwester, Freund, Kollege)?
  • Wie haben Sie die Person erlebt?
  • Wie betroffen Sie sind vom Tod dieser Person?

Hauptteil

Im Hauptteil der Trauerrede geht es um die Hintergründe des Todes. Also darum, wie die Person verstorben ist: 

  • Krankheit
  • Unfall
  • Altersbedingt

Als Nächstes folgt eine Beschreibung des Verstorbenen. So sollte hier unter anderem auf folgende Punkte eingegangen werden: 

  • Charaktereigenschaften
  • Hobbys
  • Leidenschaften
  • Besonderheiten
  • Auszeichnungen
  • etc. 

Es geht hier darum, der Trauergemeinschaft zu vermitteln, wie Sie die Person in Erinnerung halten werden. 

Nachdem Sie den Verstorbenen bestmöglichst widergespiegelt haben, folgen noch einige wenige Sätze zu den folgenden Fragen: 

  • Was haben Sie von ihm gelernt?
  • Was hinterlässt er? 
  • Welche Werte haben Sie geschätzt? 

Abschluss

Im Abschluss der Trauerrede geht es vor allem darum, gemeinsam von dem Verstorbenen Abschied zu nehmen. Sie können in dieser Phase Ihrer Trauerrede die Trauergemeinschaft dazu auffordern, sich nun zu verabschieden und dieser zu gedenken. 

Trauerreden: Beispiele, Vorlagen und Muster

Für Trauerreden gibt es eine Vielzahl von Beispielen, Vorlagen und Mustern, die Sie ebenso dabei unterstützen, Ihre eigene Trauerrede bestmöglichst vorzubereiten und zu gestalten. 

Es gibt sogar ganze Bücher, die sich sich mit der Thematik “Trauerfeier / Trauerrede” befassen und die Sie Schritt für Schritt durch die Phasen eines solchen Anlasses führen. Nachfolgend möchten wir Ihnen drei solcher Bücher empfehlen: 

  1. TrauerReden: Leitfaden für Traueransprachen (Praxisratgeber für Bestatter)
  2. Wenn es einen Himmel gibt…: Trauerreden
  3. Trauerfeier Ansprache und Gestaltung - Trauerkultur - einfühlsam und professionell(Ratgeber-Line)

Was ist ein Trauerredner?

Trauerreden werden immer von einem sogenannten Trauerredner gehalten. Jedoch muss ein Trauerredner nicht zwingend ein religiöser oder weltlicher sein. Auch Hinterbliebene, Angehörige, Freunde oder Bekannte können diese Reden halten. 

Wenn sich kein Trauerredner aus dem privaten Umfeld findet, kann selbstverständlich auch ein professioneller Redner engagiert werden. Diese können in der Regel beim entsprechenden Bestattungsinstitut beauftragt werden. Oftmals sind sogar die Bestatter selbst ausgebildete Trauerredner. 

Unterschied: Religiöser- und weltlicher Trauerredner

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von professionellen Trauerrednern. Zum einen den “religiösen” und zum anderen den “weltlichen” Redner. Auf welche Art und Weise sich die beiden Trauerredner unterscheiden, zeigen wir Ihnen nachfolgend.

Religiöser Trauerredner

Der religiöse Trauerredner wird immer dann beauftragt, wenn der Verstorbene selbst religiös, gläubig und einer Gemeinde zugehörig war. In den Trauerreden richtet sich der Redner vor allem mit religiösen Worten und dem Glauben Gottes an die Trauergemeinschaft.

Es werden biblische Zitate, Bibelverse und Gedichte zitiert, um den Hinterbliebenen, Angehörigen und Freunden Trost zu spenden. Diese Trauerreden sind weniger auf das Leben der verstorbenen Person ausgerichtet. 

Weltlicher Trauerredner

Eine weltliche Trauerrede kann von jedem gehalten werden. Dabei handelt es sich entweder um einen professionellen Redner ohne religiösen Hintergrund oder die Hinterbliebenen, Angehörigen sowie Freunde selbst. 

Innerhalb dieser Trauerreden geht es weniger um religiöse Zitate oder Verse. Es werden vor allem Anekdoten oder Geschichten erzählt, die voll und ganz auf die verstorbene Person zugeschnitten sind. 

Wie lange sollten Trauerreden dauern? 

Genau wie beim Aufbau einer Trauerrede, gibt es auch beim zeitlichen Umfang der Trauerreden keine festen Vorgaben. Dennoch sollte der Trauerredner darauf achten, dass sich seine Trauerrede in Grenzen hält. 

In der Regel haben Trauerreden einen Umfang von 5 bis 15 Minuten. Das ist eine gute Länge, um die wichtigsten Werte, Erinnerungen und Eigenschaften an den Verstorbenen aufleben zu lassen und schlussendlich zusammen mit der Trauergemeinschaft Abschied nehmen zu können. 

Wo werden Trauerreden gehalten? 

Trauerreden können den unterschiedlichsten Orten gehalten werden. Hier kommt es immer darauf an, wo die Trauerfeier stattfindet. So beispielsweise direkt am Grab, in einer Trauerhalle, einem Krematorium, einer Friedhofskapelle oder in einem separaten Raum, der vom Friedhof zur Verfügung gestellt wird. 


Professionelle Trauerreden: Die Kosten für einen Trauerredner

Wenn die Trauerrede von einem Hinterbliebenen, Angehörigen oder Freund übernommen wird, entstehen keinerlei Kosten. Beauftragen Sie jedoch einen geistlichen oder weltlichen Trauerredner, müssen Sie mit Kosten zwischen 150 € und 500 € rechnen. 

Bei geistlichen bzw. religiösen Trauerredner wird das Honorar meist als Spende an die Kirchengemeinde gezahlt. 


Fazit

Trauerreden ermöglichen es, dem Verstorbenen nochmal mit einigen sehr einfühlsamen und bedachten Worten zu gedenken und ihn zu würdigen. Der Trauerredner ermöglicht es, Erinnerungen nochmals aufleben zu lassen und so Trost zu spenden. 

Die Trauerrede kann sowohl aus dem privaten Umfeld erfolgen oder durch einen professionellen Trauerredner vorbereitet und gesprochen werden. 


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Trauerredner - Trauerreden für Vater und Mutter
Grabsteinplatten - die gute Grabsteinalternative

Nicht selten kommt es heutzutage vor, dass Gräber ohne stehende Grabsteine oder Grabsteinplatten ausgestattet sind. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Grabsteine aller Art sehr teuer sind und Hinterbliebene oder Verwandte sich diese nicht leisten können. 

Dennoch sind Grabsteine die letzte sichtbare Erinnerung und das letzte sichtbare Denkmal an den Verstorbenen. Hinterbliebene können hierauf Texte, Ziffern, Bilder oder Motive eingravieren lassen und so den Grabstein passend zum Wesen des Verstorbenen gestalten. 

Grabsteinplatten gibt es in vielen verschiedenen Formen, Farben, Arten und Materialien. Sie bieten sich vor allem immer dann an, wenn Hinterbliebene wenig Zeit für die Pflege des Grabes haben und dennoch wollen, dass das Grab gepflegt aussieht. 

Wir möchten Ihnen nachfolgend genauer erläutern, was eine Grabplatte bzw. Liegeplatte ist, auf was sie achten sollten und was sie kosten kann. 

Was ist eine Grabsteinplatte?

Die Grabsteinplatten oder auch Grabplatten erfüllen ebenfalls den Zweck eines klassischen Grabsteins. Kleinere Ausführungen dieser Platten werden auch als “Liegestein” oder “Kissenstein” bezeichnet. 

Das besondere an dieser Art von Grabstein ist, dass Grabsteinplatten - wie der Name es schon sagt, auf das Grab gelegt werden. Es handelt sich dann um ein sogenanntes Wiesengrab oder Rasengrab. 

Grabsteinplatten benötigen in aller Regel keinerlei Pflege. Sie bestehen fast immer aus dem Material Granit, welches nicht nur sehr robust und widerstandsfähig ist, sondern auch ein Leben lang hält.

Genau wie bei einem stehenden Grabstein können auch die Grabsteinplatten mit dem Namen des Verstorbenen sowie seinen Lebensdaten graviert werden. Solch eine Liegeplatte eignet sich sowohl für Einzel- und Doppelgräber, als auch für Urnengräber. 

Grabsteinplatten gibt es nicht nur in verschiedenen Formen und Materialien, sondern auch in verschiedenen Ausführungsarten wie der Grabplatte mit Ausschnitt oder in Vollabdeckung. 

Bei Grabsteinplatten mit Ausschnitt haben Sie unter anderem die Möglichkeit, ein kleines Grabbeet anzulegen und dort Blumen zu pflanzen. Dies bedeutet dann allerdings auch wieder einen höheren Pflegeaufwand. 

Welcher Grabstein eignet sich für ein Urnengrab?

Das Urnengrab ist eine spezielle Variante des Begräbnis, denn es ist mit einem Einzel- oder Doppelgrab nicht zu vergleichen. Die Größe des Urnengrabes unterscheidet sich erheblich von der eines normalen Grabes. 

Nichtsdestotrotz können Sie auch dieses angemessen gestalten und mit einem Grabstein wie z. B. einem Liegestein bzw. einer Steinplatte versehen. Bei der Urnengrabgestaltung wird häufig eine aus Granit gefertigte Grabplatte verwendet. Die zwei Klassiker sind hier das liegende Buch oder Herz.

Die Grabsteinplatten für das Urnengrab haben dabei meist eine Größe von ca. 80 x 80 cm. Das entspricht dem Standard des Urnengrabes auf deutschen Friedhöfen. Aufgrund der geringen Größe können Angehörige die Grabplatte nach der Bestattung selbst auf das Urnengrab legen. 

Grabsteinplatten-Materialien: Naturstein und Granit

Grabsteine können aus verschiedenen Materialien wie z. B. Naturstein, Granit, Holz oder auch Glas bestehen. Speziell Grabsteinplatten bestehen fast immer aus Granit. Denn dieses Material ist wetter- und wasserbeständig und eignet sich optimal für den Einsatz im Freien. 

Eine Alternative ist der Naturstein, welcher entweder aus Sandstein oder Kalkstein besteht. Dieser kommt in der Regel jedoch nur beim stehenden Grabstein zum Einsatz. 

Das liegt unter anderem daran, dass Naturstein sehr gut formbar ist und hier jede Art von Kundenwunsch umgesetzt werden kann, was bei einer Grabplatte nur in gewissem Maße und Umfang möglich ist. Jedoch hat der Naturstein, im Gegensatz zu Granit, nur eine gewisse Haltbarkeit. 

Wie werden Grabsteinplatten befestigt

Grabsteinplatten bzw. Liegeplatten können, genauso wie stehende Grabsteine, erst nach ca. einem Jahr auf dem Grab angebracht werden. Unmittelbar nach der Bestattung ist die Aufstellung eines Grabsteins sowie das Legen einer Grabplatte nicht möglich. 

Das liegt daran, dass das Grab eine gewisse Zeit braucht, bis es sich gesetzt und das Erdreich sich verfestigt hat. Würde eine Grabplatte kurz nach der Bestattung auf das Grab gelegt werden, bestünde die Gefahr, dass sich dieses absenkt und so die Platte beschädigt wird. 

Außerdem ist für das Anbringen einer Grabsteinplatte eine grundlegende Fundamentierung notwendig, die erst durchgeführt werden kann, wenn sich das Grab nicht mehr absenkt. Ist dies der Fall, wird die Grabsteinplatte nach der Fundamentierung mit dem Fundament verdübelt. 

Dieser Vorgang darf nur von einem Fachbetrieb bzw. Steinmetz vorgenommen werden.

Genehmigungsverfahren für Grabsteinplatten

Genau wie bei stehenden Grabsteinen ist auch bei Grabsteinplatten in aller Regel ein Genehmigungsverfahren notwendig. Jeder deutsche Friedhof verfügt nämlich über seine eigene Satzung, in der geregelt ist, wie die Grabsteinplatten aussehen dürfen (Farbe, Größe, Arten etc.) und welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen.

Ist auf Ihrem Friedhof ein Genehmigungsverfahren Pflicht, übernehmen wir die Antragstellung und fertigen die Grabsteinplatte erst dann, wenn uns die Genehmigung des Friedhofs vorliegt. 

Die Kosten von Grabsteinplatten? 

Bei den Grabsteinplatten handelt es sich um die kostengünstigste Grabmalgestaltung, die Familie und Hinterbliebene nutzen können, um den Verstorbenen in Erinnerung zu behalten. In die Grab- und Liegeplatten werden meist nur der Name sowie das Sterbedatum eingraviert. 

Die Kosten für eine Grabsteinplatte können je nach Größe und Design stark variieren. Folgende Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um die Preisgestaltung geht:

  • Steinart / Steinqualität
  • Gewicht der Grabplatte
  • Aufwand sowie Art der Bearbeitung

Kostengünstige Modelle von Grabsteinplatten sind bereits für wenige hundert Euro 

erhältlich. Die Preise beginnen hier bei ca. 150,00 Euro. Je nach Kundenwunsch und Aufwand (z. B. die Gravur eines aufwendigen Fotos oder Trauerspruchs) kann solch eine Grabplatte aber auch schnell bis zu 800 oder 1800 Euro kosten.

Um die Kosten für eine Grabsteinplatte bestmöglich einschätzen zu können, empfehlen wir Ihnen eine individuelle Beratung. Gerne gehen wir im persönlichen Gespräch auf Ihre Vorstellungen und Wünsche ein und erstellen Ihnen ein für Sie passendes Angebot.

Fazit

Grabsteinplatten sind optisch für all diejenigen eine tolle Lösung, die mit der Grabpflege so wenig Aufwand wie möglich haben möchten und dem Verstorbenen dennoch ein hochwertiges und langlebiges Denkmal setzen möchten. Außerdem sind die Grabplatten bzw. Liegeplatten deutlich günstiger als die stehenden Grabsteine. 

Bevor Sie sich jedoch für eine Grabsteinplatte entscheiden, sollten Sie vorher genau prüfen, ob der zuständige Friedhof ein Genehmigungsverfahren für Grabsteine und Grabsteinplatten voraussetzt. Ist dies der Fall, übernehmen wir die Antragsstellung für Sie und kümmern uns um das Setzen der Grabsteinplatte.




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günstige Grabsteinplatten für Urnengräber
Friedhöfe in München im Überblick

Jedes Jahr sterben in München mehr als 10.000 Menschen. Gerechnet auf die Anzahl der Einwohner Münchens ist dies eine durchschnittliche Sterberate. Trotzdem müssen die Verstorbenen auch an einem Ort bestattet werden, an dem sie würdig ihre letzte Ruhe finden und an den die Angehörigen kehren können, um dem Verstorbenen zu denken. Trotz der weiter sinkenden Anzahl der Gläubigen in unserer heutigen Gesellschaft, sind immer noch mehr als 40% der Münchener dem katholischen oder evangelischen Glauben zuzuschreiben. Aber auch für die Mehrheit der Konfessionslosen oder anders Gläubigen stellen mehrere Institutionen in München unterschiedliche Friedhöfe zur Verfügung. Welche das sind, wird im Folgenden ausführlich beleuchtet.

Liste der städtischen Friedhöfe in München

  • Friedhof Allach
  • Friedhof Aubing
  • Friedhof Baumkirchen
  • Friedhof Bogenhausen
  • Friedhof Daglfing
  • Friedhof Englschalking
  • Friedhof Feldmoching
  • Friedhof Forstenried
  • Friedhof Freimann
  • Friedhof Haidhausen
  • Friedhof Johanneskirchen
  • Friedhof Laim
  • Friedhof Lochhausen
  • Neuer / Alter Israelitischer Friedhof
  • Waldfriedhof
  • Westfriedhof
  • Alter / Neuer Südfriedhof
  • Alter- / Nordfriedhof
  • Friedhof am Perlacher Forst
  • Ostfriedhof
  • Waldfriedhof Obermenzing
  • Parkfriedhof Untermenzing
  • Friedhof Riem
  • Friedhof Pasing
  • Waldfriedhof Solln
  • Friedhof Oberföhring
  • Friedhof Perlach
  • Friedhof Moosach
  • Friedhof Haumkirchen

Die 4 wichtigsten Friedhöfe in München

Waldfriedhof

Der Waldfriedhof ist der größte Friedhof in München. Er untergliedert sich in einen alten und einen neuen Teil. Bereits 1905 wurde der alte Teil angelegt. Damals war es der erste Friedhof in Deutschland, der nach diesem Konzept naturnah in Verbundenheit mit einem Wald angelegt wurde.
Aber auch auf dem neuen Teil des Friedhofs hat man zu seiner Zeit neue Wege eingeschlagen. So wurde hier das erste islamische Gräberfeld angelegt.
Nicht zu vergessen sind hier natürlich auch die Grabfelder, die an die Menschen erinnern, die in einem Krieg oder durch Gewalt gestorben sind. Auf diesem bedeutenden Friedhof in München wird auch ihnen gedacht.

Alter Südfriedhof

Dieser geschichtsträchtige Friedhof wurde im Rahmen der Pestepidemie als Pestfriedhof angelegt. Als ältester noch erhaltener Zentralfriedhof in München spiegelt er einen Durchschnitt der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts wieder. Geschlossen wurde der Friedhof dann letztendlich durch Platzmangel. Heute steht er allerdings nicht nur unter Denkmalschutz, er wurde bis 2007 auch umfassend renoviert, um die zahlreichen historischen Gräber und Gebäude zu erhalten. Er lädt ein zur Zeitreise durch die Münchner Geschichte. Wer zu den Persönlichkeiten hinter den Gräbern mehr wissen möchte, kann sich den Inhalten des Projektes "Wo Sie ruhen" bedienen. Hier werden zu 34 Grabstellen informative Texte und Audiomaterial über das Leben der Verstorbenen bereitgestellt.

Ostfriedhof

Noch in Benutzung ist heute der Ostfriedhof in München. Neben den pompösen Gebäuden und den schön anzusehenden Kaskaden hat dieser Friedhof auch eine dunkle Vergangenheit. Daduch, dass das Krematorium Münchens auf diesem Friedhof steht, wurden während der Zeit des Dritten Reichs hier politische Gegner eingeäschert. Ein Großteil der Einäscherungen waren Leichen von Häftlingen aus unterschiedlichen Konzentrationslagern, die hier versteckt hergebracht und anonym begraben wurden.

Nordfriedhof

Genauso wie auf dem Südfriedhof sind auch auf dem Nordfriedhof 25 Grabstellen in 64 Minuten Audiomaterial im Rahmen des Projekts "Wo Sie ruhen" dokumentiert. Damals und heute einer der größten Friedhöfe in München, leidet der Ort an der Zerstörung seiner Monumente. So wurden 2019 die Sphingen vor dem Eingang der Aussegnungshalle rekonstruiert und wiederaufgestellt. Ebenfalls soll zur Erhaltung des historischen Bauwerks die Westseite restauriert werden.

Berühmte Persönlichkeiten auf Friedhöfen in München

Waldfriedhof München

  • Winfried Zehetmeier, 2019, ehemaliger Bürgermeister
  • Hansjörg Felmy, 2007, Schauspieler
  • Michael Ende, 1995, Schriftsteller
  • Alfons Goppel, 1991, Ministerpräsident Bayern

Alter Südfriedhof

  • Eugen Albert, 1929, Chemiker
  • Carl Spitzweg, 1885, Maler
  • Ludwig von Schwanthaler, 1848, Bildhauer
  • Leo von Klenze, 1864, Architekt

Friedhof Bogenhausen - Prominentenfriedhof

  • Friedrich Meyer, 1993, Komponist
  • Rainer Werner Fassbinder, 1982, Regisseur
  • Erich Kästner, 1974, Schriftsteller
  • Helmut Fischer, 1997, Schauspieler

Nordfriedhof

  • Johannes Heesters, 2011, Schauspieler
  • Beppo Brehm, 1990, Schauspieler
  • Sammy Drechsel, 1986, Kaberettist
  • Wolfgang Koeppen, 1996, Schriftsteller

Ostfriedhof

  • Rudolf Moshammer, 2005, Modedesigner
  • Tomas Wimmer, 1964, Oberbürgermeister
  • Rex Gildo, 1999, Schlagersänger
  • Erni Singerl, 2005, Schauspielerin

Friedhof am Perlacher Forst

  • Sophie Scholl, 1943, Widerstandskämpferin
  • Hans Scholl, 1943, Widerstandskämpfer
  • Christoph Probst, 1943, Widerstandskämpfer
  • Wilhelm Hoegner, 1980, Ministerpräsident

Bedeutung der Friedhöfe in München

Ein Friedhof ist mehr als nur letzter Ruheort oder Bestattungspunkt. Ein Friedhof kann für einen Angehörigen ein wichtiger Ort der Trauer und des Abschiednehmens sein. Je nach Wunsch findet die Bestattung auf einem Friedhof in München im Rahmen einer Trauerfeier mit Trauerreden und Trauertraditionen statt. Dieser Prozess gibt einen Anhaltspunkt für die Angehörigen und unterstützt die Verarbeitung des Todes der geliebten Person.

Häufig wird ein Friedhof aber auch zum Gedenken an den Verstorbenen genutzt. Besonders, wenn der akute seelische Schmerz nachlässt, kann ein Besuch des Grabmals des Verstorbenen auf einem Friedhof in München von Bedeutung sein. Bei einem Besuch kann an die schöne Zeit mit dem Verstorbenen gedacht werden und ein Austausch mit anderen Hinterbliebenen stattfinden.

Aber auch als Naturerholungsgebiet dient ein Friedhof. Gerade in einer Großstadt wie München, stellen Friedhöfe kleine grüne Enklaven inmitten der Stadt dar. Sowohl als Habitat für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten,als auch für die Nähe des Menschen an der Natur und kurze Atempause von der Lautstärke und dem Schmutz der Stadt kann ein Friedhof in München dienen.

Hier außerdem noch weitere Informationen zu Friedhöfen von der Stadt München

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Friedhöfe in München mit Grabsteinen
Beileidsbekundung professionell verfassen

Wer eine Beileidskarte schreibt, hat leider einen Freund, Verwandten, Kollegen oder ein Familienmitglied verloren. Dabei ist das Schreiben einer Beileidskarte ein sehr persönlicher Akt, der dem direkt betroffenen Angehörigen das Beileid, den Trost und die Hoffnung schenken soll.
Wir möchten Ihnen deshalb nachfolgend erläutern, welchen Zweck eine Trauer- und Beileidskarte erfüllt und welchen Text Sie für das Kondolenzschreiben wählen sollten. 


Was ist eine Beileidskarte?

Die Beileidskarte oder auch Trauerkarte ist eine Form des Kondolenzschreibens, welches an den direkt betroffenen Angehörigen des Verstorbenen gesendet wird. Dabei hat die Beileidskarte eine große Bedeutung und das sowohl für den, der die Beileidskarte schreibt, als auch den denjenigen, der die Trauerkarte erhält. Denn die Beileidskarte dient vor allem dazu, dem Angehörigen des Verstorbenen das eigene Beileid auszusprechen und so dem Trauernden über die belastende und schwierige Situation hinweg zu helfen. Das Kondolenzschreiben hat die Aufgabe, dem Angehörigen zu signalisieren: “Du bist nicht alleine. Wir sind da, wenn du uns brauchst”. Dieses Signal erzielt beim Hinterbliebenen eine gewissen Geborgenheit sowie Sicherheit. Die Beileidskarte selbst beinhaltet tröstende Worte, die in aller Regel aus religiösen Trauersprüchen, Gedichten und / oder auch persönlichen Worten bestehen kann. Für welche Variante Sie sich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen.
Wie Sie sehen, dient die Beileids- oder auch Trauerkarte zum ersten Schritt der Beileidsbekundung und soll das eigene Beileid am Tod des Verstorbenen, gegenüber des Angehörigen zum Ausdruck bringen. 


Beileidskarte schreiben: Das sollten Sie wissen

Bei der Beileidskarte handelt es sich um eine sehr persönliche Geste, die zum Ausdruck des Beileids, Mitgefühl und der Hoffnung dient. Sie sollte deshalb niemals aus mehrfach verwendeten Floskeln oder Phrasen bestehen. 

Eine Beileidskarte muss persönlich sein!

Persönlich ist eine Beileidskarte vor allem dann, wenn sie handschriftlich an den Angehörigen verfasst wird. Bitte verzichten Sie beim Verfassen eines Textes für die Beileidskarte auf eine Schreibmaschine oder auf einen Computer. Zudem sollten Sie einen möglichst persönlichen Text an den Hinterbliebenen des Verstorbenen richten. Er sollte also nicht das Gefühl haben, dass Sie sich zum Schreiben der Beileidskarte verpflichtet fühlen und nur deshalb ein Kondolenzschreiben verfasst haben. Persönliche-, mitfühlende- und trauernde Worte sind genau das, was eine Beileidskarte beinhalten sollte. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um die richtigen Worte zu finden und den Text niederzuschreiben. Gerade in solch einer Situation fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden. Sollten Sie sich unsicher sein, schreiben Sie den Text für die Beileidskarte erst einmal auf einem Blanko-Papier vor und übernehmen Sie ihn erst später in die Trauerkarte. Wichtig ist, Sie sollten dem Angehörigen signalisieren, dass Ihnen der Verstorbene wichtig war. Sie können sich hierzu an zahlreichen Beispielformulierungen orientieren, welche wir Ihnen nachfolgend zur Verfügung stellen und welche Sie natürlich auch im Internet finden. Je nachdem,  wie nah Sie dem Verstorbenen gestanden haben, müssen Sie den Text entsprechend anpassen. 

Wann sollten Sie eine Beileidskarte schreiben? 

Der Zeitpunkt für das Schreiben einer Beileidskarte hängt immer von dem Zeitpunkt ab, wann Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. Nahe Verwandte und Freunde erfahren dies meist am selben Tag. Wohingegen Freunde, Arbeitskollegen oder Nachbarn erst einige Tage später vom Versterben des Freundes, Kollegen oder Nachbarn erfahren. In aller Regel sollten Sie das Kondolenzschreiben in Form einer Beileidskarte immer dann Schreiben, sobald Sie über den Tod des Verstorbenen informiert wurden. Es ist aber auch möglich das Kondolenzschreiben dem Angehörigen am Tag der Beisetzung zu überreichen. Der Zeitpunkt am Tag der Beisetzung jedoch ist nicht ganz optimal, denn der Angehörige ist an diesem Tag seelisch und gedanklich mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Es ist aber natürlich nichts verwerflich daran. Schließlich können Sie auch erst zu einem sehr späten Zeitpunkt vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. 

Wem können Sie eine Beileidskarte schreiben? 

Eine Beileidskarte können Sie an all diejenigen richten, die sich vom Tod und der Trauer betroffen fühlen. Das müssen nicht immer die nahen Verwandten sein, sondern auch Freunde, Arbeitskollegen oder Nachbarn. In der Praxis ist es jedoch so, dass die Beileidskarte oder das Kondolenzschreiben direkt an eine/einen nahen Angehörigen wie z. B. die Ehefrau / der Ehemann, die Mutter / der Vater oder die Kinder verschickt wird. Richten Sie sich mit Ihren Worten in der Beileidskarte also am besten an diejenige Person, die dem Verstorbenen zum Zeitpunkt des Todes am nahesten stand. 

Die Auswahl der Beileidskarte

Bevor Sie eine Beileidskarte schreiben, fragen Sie sich vielleicht, was Sie bei der Auswahl der Trauer- und Beileidskarte beachten sollten. Sie können beruhigt sein, denn viel falsch machen können Sie nicht. Jedoch gibt es ein paar wenige Kriterien, auf die Sie achten sollten. 

Der Preis

Der Preis bei einer Beileids- und Trauerkarte sollte im Hintergrund stehen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Beileidskarten, die Sie fast in jedem Geschäft kaufen können. Achten Sie hier vor allem darauf, dass das Papier für das Kondolenzschreiben hochwertig ist. Schließlich wollen Sie dem Verstorbenen gegenüber Wertschätzung zum Ausdruck bringen. 

Das Motiv

Das Motiv auf der Beileidskarte sollte in keinem Fall zu kitschig sein. Aber auch das ist in der Regel nicht der Fall. Denn die Motive auf den Trauerkarten ähneln sich in vielen Fällen sehr und es gibt nur wenige, bis keine Unterschiede. Dennoch ist es gut, wenn Sie darauf achten, dass Sie ein passenden Motiv für die Beileidskarte auswählen. 

Das Kuvert

Wenn Sie eine Beileidskarte kaufen, sollte diese auch immer ein passenden Kuvert beigefügt sein. Denn das Kondolenzschreiben wird in aller Regel immer an den Empfänger bzw. Angehörigen versendet. So gilt es hier darauf zu achten, dass Sie die Beileidskarte nicht einfach in einen normalen Briefumschlag packen. Das Kuvert, welches der Trauerkarte bereits beiliegt, besteht aus hochwertigem Papier und dieses sollte unbedingt verwendet werden. 


Welchen Text sollten Sie in einer Beileidskarte schreiben? 

Wie zuvor schon erwähnt, ist eine Beileidskarte etwas sehr persönliches. Es ist verständlich, dass es schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Doch der Text, welchen Sie in die Beileidskarte schreiben, sollte persönlich, tröstend und hoffnungsvoll sein. Es kommt auch wirklich nicht auf eine schöne Handschrift an - falls Sie sich davor fürchten, nein! Ganz im Gegenteil! Viel wichtiger sind die Worte, die Sie an den Angehörigen oder die Hinterbliebenen richten. Für das Schreiben der Beileidskarte sollten Sie noch Folgendes wissen. Sie besteht immer aus einer Anrede, einer Einleitung, der Beileidsbekundung, einem persönlichen Bezug zum Verstorbenen, der Signalisation der Unterstützung sowie den Abschlussworten. Es ist natürlich kein Muss, sich an diese Vorgaben oder Reihenfolge zu halten, doch es macht Sinn, diese Form des Kondolenzschreibens einzuhalten. 

Der Aufbau der Beileidskarte: 

  • Anrede
  • Einleitung
  • Beileidsbekundung
  • Persönlicher Bezug
  • Signalisation der Unterstützung
  • Abschlussworte

Die Anrede in der Beileidskarte

Welche Anrede Sie auf der Beileidskarte wählen, hängt immer davon ab, wie nah bzw. in welchem Verhältnis Sie zu der verstorbenen Person standen. 

Beispiel:

  • Liebe/r ….. (Vorname, Angehörige, Familie)
  • Sehr geehrte/r Frau/Herr ….. (Name)
  • An die trauernde/n (Familie, Angehörigen)

Die Text-Einleitung: Betroffenheit

In der Einleitung der Beileidskarte geht es darum, dass Sie Ihre Betroffenheit niederschreiben und zum Ausdruck bringen. Sie können zum Beispiel damit anfangen, darüber zu schreiben, wie Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben und wie fassungslos bzw. bestürzt Sie dies gemacht hat. 

Beispiel:

Leider habe ich soeben vom Tod und Ihrem Verlust erfahren. Ich bin zutiefst erschüttert und traurig zugleich. Ich sende Ihnen für diese schwierige Zeit, mein tiefstes Mitgefühl.

Beileidsbekundung Teil 1: Mitgefühl

Im ersten Teil der Beileidsbekundung sollten Sie dem Angehörigen und den Hinterbliebenen Ihr Mitgefühl ausdrücken. Zeigen Sie, dass Sie dem Angehörigen in der Trauerphase beistehen und dass auch Sie um den Verstorbenen trauern. 

Beispiel:

Ich fühle mich mit Ihnen und Ihrer Familie verbunden. Diese Worte können Ihnen Ihren Schmerz nicht nehmen. Sie sind jedoch nicht alleine mit Ihrer Trauer. 


Beileidsbekundung Teil 2: Hoffnung & Trost

Der zweite Teil der Beileidsbekundung soll dem Angehörigen und den Hinterbliebenen Hoffnung und Trost schenken. Machen Sie Mut und zeigen Sie, dass der Verstorbene nicht für immer fort ist. 

Beispiel: 

Einen geliebten Menschen zu verlieren und gehen zu lassen, ist das schwierigste, was das Leben an Herausforderung mit sich bringt. Aber in Gedanken und in Erinnerung wird ….. immer weiter leben. Wir werden ihn nie vergessen!

Persönlicher Bezug

Nachdem Sie in der Beileids- und Trauerkarte Ihr Mitgefühl niedergeschrieben sowie Hoffnung und Trost gespendet haben, sollte der Text noch ein paar Worte zu Ihrem Bezug zur verstorbenen Person beinhalten. Dies hilft dem Angehörigen, den Verstorbenen in Gedanken zu sehen und ihn in Erinnerung zu behalten. Darüber hinaus zeigen Sie dem Empfänger des Kondolenzschreibens, welch toller Mensch von uns gegangen ist. 

Beispiel: 

Immer an das Gute im Menschen glauben, immer hilfsbereit sein und großes bewirken - das war der Mensch ….., den wir fortan vermissen werden und an dessen gute Taten wir immer wieder und gerne zurückdenken. 

Signalisierung der Unterstützung

In diesem Abschnitt soll es darum gehen, dass Sie dem Angehörigen und den Hinterbliebenen signalisieren, dass Sie nicht alleine sind und jederzeit auf Ihre Unterstützung zählen können. 

Beispiel: 

Sollte es Tage geben, an denen Sie Unterstützung brauchen oder Sie einfach nur reden möchten, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. 

Abschlussworte

Wenn Sie eine Beileidskarte schreiben, dann dürfen die Abschlussworte in keinem Fall fehlen. Diese bestehen nochmal aus kurzen Worten der Anteilnahme, dem Mitgefühl und dem Beileid. 

Beispiel: 

Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und verbleiben mit den aufrichtigsten Wünschen.

Vergessen Sie außerdem dem nicht, die Beileidskarte bzw. das Kondolenzschreiben nach den Abschlussworten zu unterschreiben. 


Sollten Sie Geld zur Beileidskarte legen? 

In der Tat ist es so, dass in manchen Regionen Deutschlands den Beileidskarten Geld für Blumenschmuck oder der Grabpflege beigelegt wird. Sollten Sie sich jedoch unsicher sein, ob dies angebracht ist, können Sie innerhalb der Beileids- und Trauerkarte einen Vermerk wie zum Beispiel “Geld für die Grabpflege” hinterlassen. Damit beugen Sie eventuellen Missverständnissen vor und weisen darauf hin, für welchen Zwecke Sie das Geld beigefügt haben. 


Wie wird die Beileidskarte versandt?

Auch wenn es heutige zahlreiche Möglichkeiten gibt, eine Beileidskarte zu erstellen und zu versenden, sollten Sie aus Respekt auf einen digitalen Versand in Form einer E-Mail oder einer SMS verzichten. Das Schreiben sowie der Versand einer Beileidskarte geschieht ganz klassisch, per Handschrift und Post. Achten Sie, wie bereits angesprochen darauf, dass der Beileids- und Trauerkarte ein angemessenes Kuvert beiliegt, in dem Sie das Kondolenzschreiben versenden können.

 

Fazit: Beileidskarte schreiben - Eine sehr persönliche Geste

Der Verlust eines geliebten Menschen ist schmerzhaft und auch wenn Sie nicht direkt betroffen sind, fällt es schwer, die richtigen Worte für die Beileidskarte zu finden. Versuchen Sie sich in die Lage des betroffenen Angehörigen zu versetzen. Dann sollte Ihnen das Schreiben für die Beileidskarte leichter fallen. 
Und denken Sie beim Schreiben der Beileidskarte immer daran: Ein Kondolenzschreiben sollte niemals Phrasen oder Floskeln beinhalten. Es ist etwas sehr persönliches, mit dem Sie dem Angehörigen Ihr Beileid aussprechen möchten. 

Beileidskarte selber machen:

Video zur DIY Trauerkarte:


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Grabsteine für Hunde und Haustiere

Das Haustier wird meistens auch als „der Beste Freund des Menschen“ bezeichnet, zu dem der Besitzer eine besonders enge Bindung hat. Sei es Hund, Katze oder auch andere Tiere: Das Haustier ist ein enger Begleiter für die ganze Familie.

Leider ist es im Normalfall so, dass der Besitzer sein Haustier um viele Jahrzehnte überlebt. Im Todesfall lässt die Trauer dann den Wunsch nach einer angemessenen Bestattung laut werden. So möchten viele ihre Katze oder Hund im Garten beerdigen. Doch was ist hier möglich?

Wir wollen ein paar Anhaltspunkte geben.

Das Rechtliche

Oft wird gefragt, was überhaupt erlaubt ist. Selbst das Gesetz regelt das Thema Tierbestattungen seit langer Zeit mit dem sogenannten „Tierkörperbeseitigungsgesetz“ (§ 5.1). Dieses besagt, dass Tiere nicht beigesetzt werden dürfen.

Das ist natürlich nicht der Wunsch eines Haustierbesitzers. Dementsprechend regelt § 5.2, dass Kleintiere wie Hunde,Katzen, Hasen, Hamster oder ähnliche Kleintiere sehr wohl beigesetzt werden dürfen. Dies gilt allerdings nur für einzelne Haustiere und nicht für die massenhafte Bestattung von Tieren.

Die nächste Frage, die sich oft stellt ist, ob ich mein Haustier im eigenen Garten beerdigen darf. Unter Umständen darf man tatsächlich sein Haustier auf dem eigenen Grundstück vergraben, aber dabei ist einiges zu beachten. Die Unterscheidung zwischen Nutz- und Heimtieren ist ein Aspekt.

Heimtiere sind

  • Hunde,
  • Katzen,
  • Hamster,
  • Kaninchen,
  • Meerschweinchen,
  • Wellensittiche,
  • Reptilien und
  • Amphibien.

Diese Tiere dürfen im eigenen Garten beerdigt werden.

Des Weiteren ist die Größe zu beachten. Kleintiere wie Meerschweinchen, Wellensittiche bedürfen keiner Genehmigung. Die Beerdigung größerer Tiere allerdings, wie beispielsweise die eines Hundes, muss vom zuständigen Veterinäramt genehmigt werden.

Es gibt noch weitere Punkte, die bei der Beerdigung des Haustieres im eigenen Garten zu beachten sind:

  1. Das Grab darf nur auf eigenem Grundstück sein. Der Eigentümer des Grundstücks muss also der Beerdigung zustimmen.
  2. Das Grundstück darf nicht zu einem Wasser- oder Naturschutzgebiet gehören, da sonst das Wasser durch Leichengifte verunreinigt werden kann.
  3. Das Grab muss zwei Meter vom nächstgelegenen öffentlichen Weg beziehungsweise von der Grundstücksgrenze entfernt sein.
  4. Mindesttiefe der Aushebung beträgt 50cm.
  5. Das verstorbene Tier sollte in Handtücher, Wolldecken oder Zeitungen eingewickelt werden (leicht kompostierendes Material)
  6. Und jetzt kommt noch ein spezieller Fall: In Bremen ist es grundsätzlich nicht gestattet sein Haustier im eigenen Garten zu beerdigen. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes kann die Qualität des Grundwassers sonst nicht gewährleistet werden.

Bestattung auf dem Tierfriedhof

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, seinen verstorbenen Freund auf einem Tierfriedhof bestatten zu lassen. Hier kann zwischen einer Erdbestattung und einer Einäscherung gewählt werden.
Wobei bei der Einäscherung meist Sammeleinäscherungen vorgenommen werden, was zur Folge hat, dass die Urnenbestattungen kostengünstiger sind als die Erdbestattungen. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 100-300 Euro, hinzukommt dann noch die Grabmiete.

Grabsteine für Hunde und Haustiere

Auch bei der Wahl des Grabsteins gibt es viele Möglichkeiten. Mögliche Grabsteine für Hunde und Haustiere sind zum Beispiel:

  • Herz
  • Stern
  • Wolke
  • Hundehütte
  • Halbmond/Mond
  • Buch
  • Pyramide
  • ...

Auch Verzierungen in Form von Ornamenten oder sogar Bildern ist möglich. Häufig werden Grabsteine für Hunde aus Schieferziegeln angefertigt.

Häufige Fragen

Wie tief darf ich mein Haustier begraben?

Die Mindesttiefe beider Bestattung des Haustiers beträgt 50cm. Der Aushub kann mit einer handelsüblichen Schaufel vorgenommen werden. Aufgefüllt wird das Grab des Haustiers dann wieder mit Erde.

Wo kann ich mein Haustier begraben?

Ihr Haustier dürfen Sie grundsätzlich auf dem eigenen Grundstück begraben, wenn das Grundstück nicht in einem Schutzgebiet liegt.
Auch die Beisetzung auf einem Tierfriedhof ist eine Möglichkeit. Dabei sollten aber besonder die damit verbundenen Kosten beachtet werden.

Gibt es einen Grabstein für Hund mit Foto?

Es gibt Betriebe, die sich auf die Herstellung von Grabsteinen für Hunde mit Foto spezialisiert haben. Meist wird das Motiv auf eine Schiefer aufgetragen, sodass es dauerhaft besteht.

Wie viel kostet die Beerdigung eines Haustiers?

Wer seinen Hund, seine Katze oder anderes Haustier beerdigen möchte, muss nicht unbedingt mit Kosten rechnen. Die Beerdigung im eigenen Garten ist beispielsweise nur mit Kosten verbunden, wenn ein Grabstein für den Hund oder ein Grabstein für die Katze angeschafft werden soll.
Die Kosten für die Beerdigung eines Hundes auf einem Friedhof belaufen sich auf 100-300€ für die Bestattung. Hinzu kommt dann noch die Grabmiete.
Ein Grabstein für Hund oder Katze beläuft sich auf die gleiche Summe.

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Grabstein Reinigung - Grabsteinreiniger

Um den Grabstein möglichst nicht zu schädigen und ihn schnell und einfach zu reinigen empfehlen wir unser Reinigungsmittel der Messerschmidt GmbH. Durch unser Sprüh- Reinigungsmittel ist kein schrubben notwendig. Unser Reinigungsmittel befreit von Algen, Flechten, Pilze, Sporen und sonstige Verunreinigungen. Das mittel ist materialschonend und wirkt nachhaltig gegen Wiederanschmutzung und Neubefall.

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