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Grabbeigaben - Was Sie darüber wissen sollten

Der Begriff Grab- oder Sargbeigaben ist Ihnen bestimmt nicht fremd. Es handelt sich hierbei um die Beigaben, welche die Hinterbliebenen dem geliebten Verstorbenen mit ins Grab gegeben. Grabbeigaben sind dabei in zwei unterschiedliche Arten unterteilt. Es gibt die „unechten“ Beigaben, auch bezeichnet als „Mitgaben“ und die „echten“ Grabbeigaben.

Zu den „unechten“ Sargbeigaben zählen alle persönlichen Gegenstände, die der Tote zu seinen Lebenszeiten gerne verwendet hat, beispielsweise seinen Schmuck, seine Kleidung, Spielzeuge und andere Gebrauchsstücke.

Im Gegenzug dazu zählen zu den „echten“ Beigaben, angefertigte Gegenstände, die speziell für die Beisetzung erstellt wurden. Totenschmuck oder Grabkeramik zählen zu diesen „echten“ Sargbeigaben.

Zu welchem Zweck wird diese Geste durchgeführt?

Es ist hilfreich einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um die historische Entwicklung betrachten zu können. 

Der Start dieser Sitte bzw. Tradition ist bereits auf die Steinzeit, die Bronzezeit und auch die Eiszeit zurückzuführen. Wirklich belegt wurde die Grabbeigabe allerdings erst in der Antike - im Raum um Griechenland und Italien.

In Griechenland wurden aufgrund der Jenseitsvorstellungen, Münzen als Grabbeigaben verwendet. Dort hatte man die Vorstellung, wer über den Unterwasserfluss Styx gelangen und die andere Seite, das Schattenreich erreichen möchte, muss eine Münze an den Seemann zahlen.

In den Jahren 1977-1978 wurde dann in einer kleinen Gemeinde Griechenlands eine sehr wohlhabende Grabstätte gefunden. Dieses Grab wurde dem Sohn von Alexander dem Großen zugeschrieben. Neben der Leichenasche  wurden zahlreiche Beigaben wie ein goldverzierter Körperpanzer, ein Helm und Schwert, viele vergoldete Gegenstände, ein Silberdiadem und ein Goldkasten entdeckt.

In Rom und den römischen Provinzen sind deutliche Unterschiede zwischen den Regionen und der zeitlichen Einordnung, zu dieser Sitte zu erkennen. In Rom selbst waren nur sehr wenige Grabstätte mit wohlhabenden Sargbeigaben zu finden.

Allerdings hatte in bäuerlichen Gegenden die Beigaben und Gebräuche, bis in die Kaiserzeit bestand. Zusätzlich bildeten sich weitere regionale Traditionen zur Beigabe wie beispielsweise in dem damaligen Kölner Umfeld. Dort wurden die Verstorbenen mit Geschirr ausgestattet, um mit Essen und Trinken versorgt zu bleiben.

In der darauffolgenden Epoche, dem Frühmittelalter wurden vor allem in Europa die Verstorbenen mit unechten Beigaben bestattet. Bei Frauen waren dies meist die übrig gebliebenen Metallstücke der Kleidung, wie z. B.  Schuhschnallen, Wadenbinden oder Kleidungsnadeln. Zusätzlich wurde ihnen ihr Schmuck wie ihre Ohrringe, Ketten oder Ringe beigelegt.

Bei den Männern hingegen wurden Waffen, eine Axt, ein Schild, Pfeile oder Bogen sowie die Gürtelschnallen mit bestattet.

Mit dem Start des  Mittelalters / der Neuzeit und der Ausbreitung des Christentums wurde die Verbreitung und Anwendung dieser Sitte zunehmend untypischer. Es wurden lediglich nur noch in Klerikergräbern Beigaben zugefügt, die den Verstorbenen ehren sollten. Für die Bischofsgräber wurden Ringe, Kelche, Patenen oder Bischofsstäbe dazugelegt.

Wie sieht das heute aus und für welchen Zweck?


Allgemein galt immer, der Verstorbene soll durch die Beigaben im Jenseits versorgt werden. Heutzutage, vor allem in der westlichen Welt, sind die Grabbeigaben weniger mit religiösen oder Jenseitsvorstellungen verbunden.

In der katholischen Glaubensform geschieht die Beilegung der Grabbeigaben aufgrund eines stärkeren religiösen Hintergrunds.

Die Katholiken legen ihren verstorbenen beispielsweise Beigaben in Form von einem Kreuz, Rosenkränzen, Bibeln und auch Gebetsbüchern bei.

Durch die Sargbeigabe wird eine letzte Botschaft an die verstorbenen Person gesandt. So unter anderem, wie sehr Sie diesen Menschen wertschätzten, ihn vermissen und wie stark Sie ihn in Ihren Erinnerungen bewahren möchte.

Durch die Grabbeigaben symbolisieren die Angehörigen Ihre Wertschätzung gegenüber dem Verstorbenen und möchten ihn ehren und würdigen.

Die Grabbeigaben sollen dazu beitragen, die Trauer bewältigen zu können. Durch den bewussten Abschied des Toten wird der Verlauf der Trauerbewältigung positiv geprägt.

Warum lässt die Häufigkeit der Beigaben so nach?

Die Zahl der traditionellen Grabbeigaben sinkt in Deutschland stetig. Womit hängt das  zusammen? Es ist doch eine sehr schöne Geste, dem geliebten Menschen ein Stückchen seines Lebens - zur Erinnerung, mit auf die Reise zu geben.

Der Grund dafür kann sein, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen, dass es ihnen gestattet ist, diese Tradition durchzuführen. Um nun eine eindeutige Antwort zu geben: JA, auf jeden Fall. Es ist sogar sehr erwünscht. In der Regel werden Sie auch vom Bestatter auf die Grabbeigaben hingewiesen.

Welche Grabbeigaben sind erlaubt und welche Grabbeigaben darf ich nutzen?

Grabbeigaben, die mit Bedacht ausgewählt worden sind weisen den letzten Liebesdienst gegenüber dem Toten Menschen auf.

Beispiele könnten eine Schachtel der Lieblingsschokolade sein, schöne Fotos, die tolle Erinnerungen zeigen. Das schönste Kleidungsstück, die liebste Kaffeetasse, das geliebte Kuscheltier oder auch die täglich notwendige und genutzte Lesebrille.

Darüber hinaus kann auch Hochzeitsschmuck oder der Ehering, die liebste Zeitschrift, ein Tagebuch, ein persönlicher Abschiedsbrief oder das beste Buch als Grabbeigabe in Betracht kommen.

Grabbeigaben können vielfältig und verrückt sein und vor allem individuell, wie jeder Mensch selbst. Es ist jedoch wichtig für Sie und die verstorbene Person, dass es eine schöne Bedeutung für sie beide hat (hatte) und auch gleichermaßen Trost spendet.

Verbotene Gegenstände für die Grabbeigaben

Wichtig zu wissen: Es gibt Regelungen bezüglich der Sarg- bzw. Grabbeigaben. Geregelt wird dies regional und ist in den jeweiligen Friedhofssatzungen niedergeschrieben. So besagt die allgemeine Regelung, dass sich die Grabbeigabe selbständig zersetzen sollte und die Umwelt nicht schädigen sowie das Grundwasser nicht verunreinigen darf.

Bei Urnenbestattungen lauten die Vorschriften, dass die Sargbeigaben verbrennbar sein müssen und vor allem nicht explosiv sein dürfen. 

Fazit

Bei den Grabbeigaben oder auch Sargbeigaben handelt es sich um sehr persönliche Gegenstände, welche es den Hinterbliebenen sowie Angehörigen erleichtert soll, Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. 

Da es sich hierbei um Gegenstände handelt, zu welchem beide Personen, sowohl die Hinterbliebenen, als auch der Verstorbene eine enge emotionale Bindung hatten, hilft die Grabbeigabe um “Abschied zu nehmen” und somit ebenso bei der Trauerbewältigung. 

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Ihr Tobias Messerschmidt

Grabbeigaben als alte Tradition: Ideen, Anregungen
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