Aufstellung ohne Aufpreis in DE, AT, CH | Finanzierung | persönliche Beratung | kontaktlose Abwicklung
Grabstein 3d konfigurator deutschland
Grabstein 3D konfigurieren

Islamische Bestattung - alle Rituale und Traditionen

Der Islam ist eine Religion deren Mitglieder die Muslime und Moslems mit islamischen Glaubens sind. Dabei ist die Bestattung im Islam geprägt von jahrhundertealten Ritualen und Traditionen.

Das Erste Ritual: Glaubensbekenntnis

Sobald ein Muslim im Sterben liegt und der Tod unvermeidbar ist, kommen die Angehörigen am Sterbebett zusammen. 
Der Sterbende spricht dann das Glaubensbekenntnis, das sogenannte  „Schahada“. Der Sterbende wird hierfür nach rechts gedreht, damit sein Blick Richtung Mekka gerichtet ist. Sollte er selbst es nicht mehr schaffen, die nötige Kraft aufzubringen, dann unterstützen ihn die Angehörigen beim Aufsagen dieses Bekenntnisses.
Sobald der Tod eingetroffen ist, werden die Augen des Verstorbenen verschlossen und die Angehörigen sprechen Bittgebete für ihn. Anschließend wird der Mund des Toten verschlossen, in dem man den Unterkiefer verbindet. Erst nach diesem Gebrauch kann bzw. wird der Verstorbene von einem Bestatter überführt. 

Der allgemeine Ablauf 

Auch bei einer islamischen Bestattung gibt es je nach Herkunft des Verstorbenen unterschiedliche Traditionen und Rituale. Einige Gebräuche und Traditionen haben jedoch alle Bestattungen gemeinsam. So unter anderem: 

  • die Totenwaschung
  • der Verstorbene wird in Leinentücher eingehüllt
  • das Totengebet
  • die Erdbestattung
  • die Ausrichtung nach Mekka

Die Totenwaschung

Der Leichnam wird nach seinem Tod gewaschen und gereinigt. Die Waschung - auch Ghusl genannt - kann zu Hause, im Krankenhaus oder auch im Seniorenheim durchgeführt werden. 
Mittlerweile gibt es auch Räumlichkeiten auf dem Friedhof, die für die Waschung vorgesehen sind. Die Männer werden von männlichen Angehörigen oder dem Imam und die Frauen von weiblichen Angehörigen gewaschen. 
Die Reinigung darf nur von einem volljährigen Muslim vorgenommen werden. Zudem bestimmt eine Rangliste, wer den Toten waschen darf:


  • Die vom Verstorbenen gewünschte Person, 
  • danach die Eltern, 
  • gefolgt von den Großeltern. 

Auch dem Ehepartner ist es gestattet, die Waschung durchzuführen, trotz des anderen Geschlechtes. Diese Sitte kann auch von einem islamischen Bestattungsunternehmen durchgeführt werden. 
Die Religion besagt, dass die Reinigung dreimal vollzogen werden muss. Das Wasser, welches zum Reinigen verwendet werden muss, wird mit Moschus, einem Duftstoff, Kampfer oder Rosenwasser vermischt. 
Zur Waschung wird dem Verstorbenen die Kleidung abgenommen und seine Füße Richtung Mekka ausgerichtet. Ist die Waschung beendet, wird das Totengebet gesprochen.

Das Einhüllen in Leinentücher

Der Verstorbene wird nach der Reinigung in ein weißes Leinentuch eingehüllt, welches oberhalb des Kopfes und unterhalb der Füße mit einem gleichfarbigen Band zusammengebunden wird. Hierdurch ist nur noch die Silhouette des Verstorbenen zu erkennen. Dieser Gebrauch im Islam soll deutlich machen, dass alle Menschen vor Allah gleich sind. Wichtig zu wissen, die Anzahl der Tücher kann sich unterscheiden.

  • Der Mann wird in drei Tücher gewickelt.
  • Die Frau wird in fünf Tücher gewickelt.
  • Ein Kind wird in nur ein Tuch gewickelt.

Das Totengebet

Das islamische Totengebet wird nach der Waschung und kurz vor der Beisetzung gesprochen, direkt am Grab oder in einer nahegelegenen Moschee. Der Verstorbene wird offen auf einer Liege oder Bahre aufgestellt und auch hier in Richtung Mekka ausgerichtet.
Anschließend stellen sich die Trauerangehörigen und der Imam hintereinander auf. Der Imam steht genau vor dem Verstorbenen - auf Kopfhöhe. Hinter ihm ordnet sich die Trauergemeinde in mehreren Reihen an. In dieser Anordnung wird gemeinsam das Totengebet gesprochen.
Das Totengebet besteht aus mehreren Bestandteilen. Zum einen aus der Eröffnung, den Friedens- und Segenswünschen auf die Propheten Mohammed und Abraham, sowie zu guter Letzt den Bittgebeten an den Toten.

Die Beerdigung

Die Beerdigung des Verstorbenen muss laut Islam noch am selben Tag, an dem der Tod eingetreten ist, durchgeführt werden. War der Todeszeitpunkt am Abend oder in der Nacht, muss die Beerdigung am Folgetag stattfinden. Am Tag der Beerdigung wird der Tote zu Beginn von seinen Sünden frei gesprochen. 
Der Imam läuft im Anschluss voraus in Richtung des Grabes. Der Sarg oder der eingehüllte Leichnam wird von Männern, die dem Imam folgen, auf einer Bahre an das Grab getragen. Auf dem Weg zur Grabstelle wird das Glaubensbekenntnis immer wieder von der Trauergemeinde aufgesagt. 
Am Grab hält der Imam eine Ansprache und trägt einige Koranverse vor. Anschließend wird der Verstorbene in Richtung Mekka in das Grab gelegt. Im islamistischen Glauben ist nur eine Erdbestattung gestattet. Üblicherweise wird eine Beisetzung ohne Sarg durchgeführt. Es werden ausschließlich die Leinentücher verwendet. 
Problematisch wird die traditionelle Bestattung nach dem Islam, in einem Land wie Deutschland. Hier besagt die Bestattungsregel, dass eine Sargpflicht besteht. Allerdings werden immer mehr Ausnahmefälle bekannt, bei denen die Muslime von der Sargpflicht entbunden werden. 
Andernfalls müssen die Verstorbenen des muslimischen Glaubens in ihr Heimatland ausgeflogen werden, um dort ihre traditionelle Beisetzung durchführen zu können. Die Überführung in das Heimatland bringt jedoch oft hohe Kosten mit sich.

Muslimische Friedhöfe in Deutschland

Immer mehr muslimische Friedhöfe siedeln sich in deutschen Städten an, vor allem in Großstädten. Die ewige Ruhe kann den Verstorbenen in Deutschland jedoch nicht gewährleistet werden.
In Deutschland besitzt jedes Grab eine Ruhefrist, die zwischen 20 und 30 Jahren liegt. Anschließend wird das Grab umgebettet. Anders als im islamischen Glauben, wo keine Ruhefristen bestehen. 
Das Grab an sich wird weniger verziert und dekoriert. Im Allgemeinen sind muslimische Friedhöfe sehr schlicht, da sie auf den Totenkult verzichten. 

Die Islamische Bestattung und der Aufwand 

Die Erdbestattung der Muslime ist vom Kostenaufwand fast gleich, wie die der üblichen Erdbestattung eines Christen. 
Der Unterschied liegt darin, dass es wenige Friedhöfe gibt, die alle islamischen Sitten und Gebräuche zulassen. Jedoch nimmt die Anzahl der muslimischen Gräber immer mehr zu, da die traditionelle muslimische Bestattung auf immer mehr deutschen Friedhöfen durchgeführt werden darf.
Ein Raum zur Waschung, sowie die Ausrichtung nach Mekka ist nicht überall umsetzbar. Daher ist eine Absprache mit einem geeigneten Pfarrer empfehlenswert. Dieser unterstützt die Suche nach einer geeigneten Grabstelle. 

Familienbetrieb Messerschmidt GmbHMesserschmidt GmbH Logo Grabsteine Deutschland

Ihr zuverlässiger Partner

... und Steinmetzbetrieb mit Passion!

Als Steinmetz-Familienbetrieb stehen wir Ihnen seit fast einem Jahrzehnt als zuverlässiger und vertrauter Partner zur Seite. Mit unserer Erfahrung und Liebe zum Detail unterstützen wir Sie von der Idee bis zur letztendlichen Aufstellung des Grabsteins beim Abschied Ihrer Lieben.
Durch unsere moderne Grabsteinproduktion und ein eingearbeitetes Team sind wir in der Lage, Ihre Vorstellungen in die Realität umzusetzen. Heimisch in Crailsheim liefern wir deutschlandweit und stellen den Grabstein für Sie auf.
Ob Urnengrab, Einzelgrab oder Doppelgrabmal - wir haben die passende Lösung für Sie.

Natürlich verwenden wir ausschließlich Steine aus ethischer Herstellung
-
Denn Grabsteine sind für uns eine Herzensangelegenheit!

Ihr Tobias Messerschmidt

islamische Bestattungen und Rituale, Trauer Kind
ausgewählt für Sie...
Jetzt anrufen! oder schreiben